WR 39 Russland nach Moskau 06.05. bis 19.05. km 4.070 bis 9.014 4.944 km

Abschied nehmen von Moskau, es waren schöne Tage.

Raus aus der Großstadt Moskau, es war nicht mehr so wie im Norden Russlands, immerwieder Dörfer und

kleinere Städte. Zum Essen bieten sich leine Grillretaurants am Stassenrand an. Aufpassen muss man

unbedingt auf die Radarkontrollen, die guten Strassen verleiten die Höchstgeschwindigkeit von 90km/h

zu überschreiten. Wie das die Russen selber machen, weiß ich nicht, jedenfalls werden wir öfters mit 140

oder 150 km/h überholt. Einmal wurde ich dann doch auch mit 110 gestoppt. Es war wieder dasselbe 

Prozedere wie in Moskau, als sie mich mit dem Motorrad gestoppt hatten. Zuerst wollten sie wieder 100 Euro,

auf meine Weigerung kamen wir wieder ins Gespräch und ich erzählte ihnen wieder, wie deutsche Polizisten

mit Touristen verfahren und konnte nach einer halben Stunde ohne Strafe weiterfahren.

07.05.19 650 km vor Stalingrad (Volgograd) km 4.550 Mot 20.504

Die M6 führte uns an Micurinsk, Borisogibsk und anderen Städten vorbei, immer in Richtung Volgograd.

Und meine Gedanken waren oft bei unseren Vorfahren, die diese Strecke meist zu Fuß und unglaublichen

Bedingungen zurücklegen mussten. Immer wieder dachte ich an die Logistik, die den Nachschub unserer 

Soldaten vor 80 Jahren versorgen musste. Am Spätnachmittag des 8.5. erreichten wir, bei herrlichen Wetter,

die supermoderne Stadt Volgograd.

08.05.19 Stalingrad km 5.123 N 48,703769 E 44,524397

Es blieb uns noch Zeit, die Innenstadt mit unserem Wohnmobil zu besichtigen, bevor wir uns dierekt an

die Wolga zum Essen und Übernachten, stellten.

Natürlich testeten wir auch hier das Wasser.

Alles neu und ein bisschen Dubai.

Am 9. Mai hatten die Volgograder ein Kriegsjubiläum. Aber das wußten wir nicht, wir erlebten es zufällig.

Trotzdem feierten die Russen mit uns, keiner war uns bösgesinnt.

9. Mai – ein besonderer Feiertag in Russland

Der 9. Mai wird als Tag des Sieges über Hitlerdeutschland nicht nur mit einer Militärparade auf dem Roten Platz, sondern auch von der Bevölkerung Russlands und der Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR alljährlich sehr emotional gefeiert. Dieser Feiertag hat eine besondere Bedeutung für alle ehemaligen Sowjetbürger, die mit ca. 27 Millionen Toten im 2. Weltkrieg dessen Folgen in jeder Familie spürten.

In den letzten Jahren hat sich eine zivile, neue Form des Gedenkens an die Gefallenen entwickelt. Über den Friedensmarsch „das unsterbliche Regiment“ an dem in 2015 bereits mehr als 12 Millionen Menschen in 15 Ländern teilnahmen informiert Dr. Daria Boll-Palievskaja in ihrer Kolumne auf Russland.ru Gedenken zum 9. Mai.

Die Schlacht von Stalingrad ist eine der bekanntesten Schlachten des Zweiten Weltkrieges. Die Vernichtung der deutschen 6. Armee und verbündeter Truppen im Winter 1942/Anfang 1943 gilt als psychologischer Wendepunkt des im Juni 1941 vom Deutschen Reich begonnenen Deutsch-Sowjetischen Krieges.

Der Industriestandort Stalingrad war ursprünglich ein operatives Ziel der deutschen Kriegführung und sollte als Ausgangspunkt für den eigentlichen Vorstoß in den Kaukasus dienen. Heutiger Name der Stadt ist Volgograd/Wolgograd (seit 1961). Nach dem deutschen Angriff auf die Stadt im Spätsommer 1942 wurden in Folge einer sowjetischen Gegenoffensive im November 1942 über 330.000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten von der Roten Armee eingekesseltHitler entschied, dass die deutschen Truppen ausharren und auf eine Entsatzoffensive warten sollten, die aber im Dezember 1942 scheiterte. Obwohl die Lage der nur unzureichend versorgten Soldaten im Kessel aussichtslos war, bestanden Hitler und die militärische Führung auf eine Fortführung der verlustreichen Kämpfe. Die meisten Soldaten stellten Ende Januar/Anfang Februar 1943 zum Teil auf Befehl, zum Teil aus Material- und Nahrungsmangel die Kampfhandlungen ein und gingen in Kriegsgefangenschaft, ohne dass es zu einer offiziellen Kapitulation kam. Rund 10.000 versprengte Soldaten, die sich in Kellern und der Kanalisation versteckt hielten, setzten ihren Widerstand noch bis Anfang März 1943 fort. Von den rund 110.000 Soldaten der Wehrmacht und verbündeter Truppen, die in Gefangenschaft gerieten, kehrten nur rund 6000 in ihre Heimat zurück. In den Kämpfen von Stalingrad kamen über 700.000 Menschen ums Leben, die meisten davon Soldaten der Roten Armee.

Obwohl es während des Zweiten Weltkriegs größere operative Niederlagen der deutschen Wehrmacht gab, gewann Stalingrad besondere Bedeutung als deutscher und sowjetischer Erinnerungsort. Die Schlacht wurde von der NS-Propaganda noch während des Krieges instrumentalisiert und ist mehr als jede andere Schlacht des Zweiten Weltkriegs noch heute im kollektiven Gedächtnis verankert.

Vormarsch auf Stalingrad – Unternehmen Blau

Nach dem Angriff des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und der Gegenoffensive der Roten Armee im Winter desselben Jahres wurde für den Sommer 1942 eine neue Offensive geplant mit dem Ziel, die sowjetischen Ölfelder im Kaukasus einzunehmen, die den Namen Fall Blau erhielt.

Die Stadt Stalingrad wurde einerseits aufgrund ihrer industriellen und geografischen Bedeutung und andererseits wegen ihres Symbolwertes als bedeutendes Operationsziel eingestuft:

  • Stalingrad war für die Sowjetunion von großer strategischer Bedeutung, da die Wolga eine bedeutende Wasserstraße darstellt. Die Stadt zog sich 40,2 km in nordsüdlicher Richtung am Westufer der Wolga entlang, war aber an der breitesten Stelle nur 6,4 bis 8 Kilometer breit. Die Wolga, die an dieser Stelle 1,6 Kilometer breit ist, schützte die Stadt vor einer Einschließung. Der Fluss war Teil eines wichtigen Nachschubweges für Rüstungsgüter, die aufgrund des Leih- und Pachtgesetzes aus den USA über den Persischen Korridor und das Kaspische Meer nach Zentralrussland transportiert wurden. Deutsche Pläne, die auf einen erneuten Vorstoß auf Moskau hinzielten, wurden daher verworfen, da Hitler die kaukasischen Ölfelder für die weitere Kriegsführung für wichtiger hielt. Die Eroberung Stalingrads sollte diesen Transportweg unterbinden und ein weiteres Vorstoßen der Wehrmacht in den Kaukasus mit seinen Ölvorkommen bei MaikopGrosny und Baku sichern.
  • Die symbolische Bedeutung des Namens Stalingrad sowohl für Stalin als auch für Hitler war zusätzlicher Anreiz beider Kriegsparteien für einen militärischen Sieg. Stalin hatte diese Stadt während des Russischen Bürgerkriegs als Armeekommissar der Südfront verteidigt und unter anderem mit Massenerschießungen angeblicher Saboteure die Macht der WKP(B) gefestigt. 1925 wurde die Stadt von Zarizyn in Stalingrad umbenannt.

Nach Berechnungen von Stalins Oberkommando standen 1942, trotz einer Million gefallener Soldaten der Roten Armee und über drei Millionen in Deutschland kriegsgefangener Soldaten, noch 16 Millionen Sowjetbürger im waffenfähigen Alter den deutschen Armeen gegenüber. Die hinter den Ural verlagerte Rüstungsindustrie produzierte bis 1942 4500 Panzer, 3000 Kampfflugzeuge, 14.000 Geschütze und 50.000 Granatwerfer. Auf deutscher Seite waren eine Million Soldaten gefallen, verwundet oder vermisst; von den am Angriff beteiligten Panzern war nur noch jeder zehnte funktionsfähig.

Hitler ging jedoch davon aus, dass „der Feind die Massen seiner Reserven im ersten Kriegswinter weitgehend verbraucht“ habe. Aus dieser Fehleinschätzung heraus befahl er, gleichzeitig Stalingrad und den Kaukasusanzugreifen. Das zersplitterte die begrenzten deutschen Offensivkräfte und führte zu einer räumlichen Überdehnung und Ausdünnung der Front. Der Erfolg des Plans hing davon ab, dass die weit ausgedehnte Flanke der Heeresgruppe B entlang des Don von den Armeen verbündeter Staaten verteidigt werden konnte, während deutsche Armeen die eigentlichen Angriffsoperationen führen sollten. Die Hauptangriffskraft war dabei die circa 200.000 bis 250.000 Mann starke deutsche 6. Armee unter General Friedrich Paulus. Sie erhielt Unterstützung von der 4. Panzerarmee unter Generaloberst Hermann Hoth mit diversen unterstellten rumänischen Verbänden.

Starker sowjetischer Widerstand im Donbogen sowie Treibstoffmangel führten zu einer Verzögerung des deutschen Vorgehens um mehrere Wochen. Erst Anfang August 1942 konnte nach der Kesselschlacht bei Kalatsch der Don überschritten und der Vormarsch nach Stalingrad angetreten werden. Ende August erreichten deutsche Truppen die Wolga nördlich und südlich von Stalingrad und begannen mit dem Vorstoß in das Stadtgebiet. Am 12. September 1942 verlangte Hitler von Paulus die Einnahme Stalingrads. „Die Russen“, so Hitler, seien „am Ende ihrer Kraft“.

Tagsdarauf verliesen wir Stalingrad in Richtung Süden. Die Gedanken um unsere und russische gefallene

Soldaten gingen mir noch lange im Kopf herum.

Am Abend erreichten wir Elista, das ist schon sehr nahe an Kazachstan, der mongolische Einschlag der

hiesigen Menschen war unverkennbar.

09.05.19 Elista km 5.431

Auch an den Pagoden erkannten wir, dass wir schon weit ostwärts gefahren sind.

Es wurde bergiger und wir überquerten die Ausläufer des Kaukasus und erreichten die Stadt Tuapse am

schwarzen Meer. An einem  großen Einkaufszentrum übernachteten wir.

10.05.19 Tuapse km 6.077

Und schon sind wir unterwegs zum nächsten Highlight, Sochi.

11.05.19 Sotchi km 6.220 

.

 

Sochi

Die Hauptstrassen in Sochi verlaufen überwiegend unterirdisch. Hier erheben sich auch schon höhere Berge

des Kaukasus, weiter gen Osten werden sie noch höher und erreichen mit dem Elbrus, 5.642 m , den höchsten

Berg Europas

Man merkt, dass man sich unter überwiegend reichen Russen bewegt, große Jachten, die Jugend läuft

mit amerikanischen Klamotten umher. Eine seit der Olympiade aufgemotzte Stadt. 

Wir mussten lange suchen, um eine Stellplatz zu finden, der in Google Maps angegebene ist keiner und

war nie einer, wie es uns erklärt wurde. Ein vietnamesisch-russisches Lokal steht dort. Aber der Besitzer

ließ uns für 3 Dollar dort übernachten. Ich lud das Moped ab und wir fuhren in die Stadt hinunter.

Amon entdeckt auch hier ein Hochzeitspaar.

Tagsdarauf ging es dieselbe Strecke bis Tuapse zurück. Nach Georgien in Richtung Osten, kommt man

nicht, die Russen und die Georgier mögen sich nicht besonders.

Unsere Richtung ist West, immer näher an den Konflicktpunkt Krim, was wird uns dort wohl erwarten.

Die Städte Gelendzi, Novorossijesk und Anapa sind Industriestädte. Dann erreichten wir die 

Grenzstation, die eigentlich nur eine Überprüfstelle der Russen darstellt, dass nicht irgendwelche

Terroristen auf die Krim kommen. Denn so wie wir den Eindruck haben, ist die ganze Krimgeschichte

für die Russen abgeschlossen und die Krim ist wieder ein Teil von Russland.

Auf der 18 km langen nagelneuen Brücke vom Festland auf die Krim erebten wir einen wunderschönen

Sonnenuntergang, bevor wir dann Kertsch, die Hafenstadt erreichten. Dort suchten wir uns einen

Übernachtungsplatz (Einkaufscenter).

12.05.19 Kertsch km 6.665

Am nächsten Morgen fuhren wir durch die Stadt und hoch auf den Aussichtspunkt über der Stadt.

Allzuviel gab es nicht zu sehen, aber es waren doch einige Touristen hier unterwegs.

Die Strassen auf der Krim sind alle neu und beit, natürlich gibt es noch viele Baustellen, wo die Russen

aus Wegen Autobahnen bauen. Ansonsten ist das Land flach und die Bewohner leben überwiegend vom

Weinanbau.

Als erste große Stadt erleben wir Simpferpol, die Hauptstadt der Krim. Dort erlebten wir ein Gewitter mit

wolckenbruchartigen Niederschlag. Plötzlich waren alle Strassen überschwemmt.

Wir hielten uns nicht lange auf, machten nur eine kleine Sightseeingtour mit unserem Womo, Amon 

holte bei einem Bäcker frische Hörnchen und schon waren wir unterwegs nach Yalta. Endlich raus aus

den monotonen Ebene und wiedermal rein ins Gebirge.

Steil und eng gings bergab zum Meer. Dort kamen wir des erste Mal mit Russen aus Simferopol ins

Gespräch. Die campierten auch dort und grillten. Ich war natürlich neugierig, wie sie sich zur 

augenblicklichen Lage auf der Krim und über die Zukunft äußern würden. Auch sie sind der Meinung,

dass nur noch Ukrainer die Lage ändern wollten, und auch nur Ukrainer, die nicht auf der Krim lebten.

Alle hier sind mit der augenblicklichen Lage sehr zufrieden.

13.05.19 Jalta km 6.990

Als wir in der Nähe eines Hotels einen Schlfpltz ausgewählt hatten, dauerte es nicht lange, bis sich ein

Auto mit Wohnwagen und einem roten Kennzeichen hinter uns gesellte. So ein Nummernschild habe ich

noch nie gesehen und neugierig stieg ich aus, um mit den Fremden Kontakt aufzunehmen. Wie sich

herausstellte, handelte es sich um ein chinesisches Ehepaar, die aus dem über 10.000 km entfernten 

Peking kamen. In English konnten wir uns gut verständigen und wir machten für den morgigen Tag einen

Treffpunkt an der hiesigen Seilbahn aus.

Leider war die Seilbahn dann am nächsten Tag geschlossen und so trafen wir das chinesische Paar nicht

mehr, ich glaube, das wäre interessant geworden. Dann fuhren wir weiter nach Sevastopol.

Gruppenfoto nach dem Abschluss der Verhandlungen; von links: Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin

14.05.19 Sewastopöl km 7.100

Auch hier hielten wir uns nicht lange auf, zu spannend war es, was uns beim bevorstehenden 

Grenzübertritt in die Ukraine erwarten würde. Keiner konnte mir bisher sicher sagen, was dort

ablaufen wird.

Auf dem Weg dorthin machten wir an einem schönen Platz am Meer Picknick.

Und dann war es soweit, wir erreichten Armijansk und kurz danach die russische Grenze. Es wären 

noch ungefähr 350 km bis nach Odessa.

Wir waren in dem Moment die einzigen, die am russischen Zoll anstanden. Völlig überrascht sah der

Grenzposten auf unser Nummernschild und kam an mein Fenster. Ich gab ihm die Pässe und ein Formular,

das wir bei der Einreise nach Russland mitbekamen. Er nahm alles, sah es sich an und erklärte, da müsse

er mit seinem Vorgesetzten sprechen. Es dauerte 10 Minuten, dann kamen sie zu zweit, der Vorgesetzte

erklärte mir, er könne uns schon ausreisen lassen, aber in 3km ist bdie ukrainische Grenze, und die

Ukrainer befinden sich noch im Krieg und sie würden mich auf keinen Fall einreisen lassen. Und da wir nur

ein Visum zur einmaligen Einreise nach Russland hätten, müsste er uns auch die weitere Einreise verwehren.

Ich fragte ihn noch, wie hoch die Chancen stehen, dass uns die Ukrainer reinlassen, darauf antwortete er, 

gleich 0. 

Und was rät er uns zu tun ? Ihr müsst mindestes bis Kamensk-Satchin oder besser noch bis Belgorod fahren,

dort könnt ihr die Grenze überqueren und über Charkow, Kremenchuk kommt ihr dann nach Odessa. Keine 

andere Möglichkeit? Nein. Das sind 2.500 km Umweg. Na gut wir sind ja im Urlaub. Zurück gehts.

Wir fuhren noch 90 km bis Dzankoj und schlugen dort unser Nachtlager auf.

15.05.19 Dzankoj km7.490

beim Abendessen sah sich eine Frau mal um bei uns, die Verständigung war zwar nicht die beste, aber ich

konnte immerhin raushören, dass sie Ukrainerin war und es ihr ganz gut gehe.

Wir dachten zwar, dass wir Kertsch nicht auf unserer Tour sehen würden, aber manchmal kommt es eben 

anders als man denkt.

wieder fuhren wir über die neue 4-spurige Brücke mit Eisenbahngeleiß und waren wieder auf dem 

Festland. Nun hatten wir die Möglichkeit über Krasnador auf der Autobahn nach Rostov am Don zu

fahren, oder eben über die Landstrasse. Da die Strassen in Russland in gutem Zustand sind, zogen wir

die Landstrasse vor. 

16.05.19 Starsminskaja km 8.100 N 46.55769 E 39,02517

Über Temjuruk und Timasevk kamen wir nach Staroscerbinovskaja. Wir hatten noch

ca. 120 km bis Rostov. Es war ca 17 Uhr 30. Die Stasse war immer noch gut zu befahren, als urplötzlich 

vor mir eine tiete Bodenwelle auftauchte. Ich konnte weder ausweichen noch die Geschwindigkeit 

verringern. Ich hörte einen Schlag im Heck. Im Außenspiegel sah ich den Motorradträger samt Motorrad 

auf die linke Fahrbahn fliegen. Ein Blick nach rechts und Amon war ein Spur heller im Gesicht, als sie 

bemerkte, Gott sei Dank haben wir uns nicht überschlagen. Wir kamen zum Stehen, Amon sicherte mit 

 

Warndreieck die Unfallstelle ab.

Die nächsten, die an die Unfallstelle kamen waren sehr hilfsbereit. Wir brachten den Träger mit dem

Motorrad zuerst aus dem Gefahrenbereich, einen schickte ich zur nächsten Polizeistation, aber er kam

zurück, solange kein Fremdschaden und kein Personenschaden zustande kam, würde sich die Polizei nicht

drum kümmern. Amon schoß noch ein Paar Bilder, die würde ich ja für die Versicherung brauchen.

Im großen und ganzen war ich schon froh, dass der Unfall relativ glimpflich verlaufen war.

Nachdem ich den Träger und das Motorrad mit Hilfe der freundlichen Russen mit Gurten neu befestigt

hatte, fuhr ich ca. 12 km zurück nach Staroscerbinovskaja, weil dort eine Werkstatt wäre, wie mir

mitgeteilt wurde.

 

Da es schon zu spät für den Tag war, schliefen wir dort und am nächsten Tag sahen sich die Spezialisten 

den Schaden an. Sie brauchten fast den ganzen Tag, um den Traäger mit neuen Schrauben zu fefestigen,

und die Elektrik wieder in einigermaßen ordnungsfähigen Zustand zu bringen.

Als wir gegen 15 Uhr weiterfahren konnten, riet man uns, doch auf die Autobahn zu wechseln, und wir

erreichten Rostov am Don so gegen 18 Uhr.

17.05.19 Rostow am Don km 8.276

Auch hier sahen wir uns mit dem Womo noch die Stadt an, bevor wir einen Zugang zum Don fanden,

wo ich das Wasser testen konnte.

An einem Supermarkt übernachteten wirund fuhren früh am Morgen ab, wir hatten noch knapp 900 km

bis zur Grenze, ich wollte schon vorsichtig Testen, wie sich die neue Befestigung des Trägers verhielt.

Aber es schien ohne Probleme zu funktionieren, wir hatten nun nur noch einen Tag bis das Visum endete.

Die restliche Strecke verlief nahe der ukrainischen Grenze entlang und wir erreichten Belgorod, die

Grenzstadt, noch abends und konnten den Grenzübergang noch ohne Probleme hinter uns lassen.

Jetzt waren wir also in der Ukraine, das Abenteuer Russland lag hinter uns.

 

Grenze Russland/Ukraine 17 Uhr km 9.014

weiter auf WR 40

 

 

 

 

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