Vieles hat sich geändert, die GRÜNE MINNA ist nicht mehr. Schweren Herzens haben wir uns entschieden,

unsere geliebte Minna abzugeben und ein neues Womo nimmt nun ihren Platz ein, ein

Peugeot Bravia Swan 636 in Silbermetallic. Dieses Womo wird einen schweren Stand haben, da wir

mit der Minna doch so lange unterwegs waren und vieles Unvergessliches erlebt haben. Ich möchte es

in etwa vergleichen, wenn ein Hund, also ein treuer Gefährte, sein Leben mit uns verbracht hat und dann 

stirbt und ein neuer Hund tritt in seine Fussstapfen. Natürlich ist ein Lebewesen schon eine andere Stufe,

aber auch er, der Hund, wird immer wieder mit seinem Vorgänger verglichen werden, ich kann da auch ein

Lied singen, schließlich hatte ich von 1977 bis 1987 meinen Rottweilerrüden Beo-Wulf und danach von 1989

bis 1995 meine Rottweilerhündin Emely.

Über ein halbes Jahr ist es her, die letzte große Tour nach Tunesien, danach brachte sie mich noch zum

Gardasee, im Winter waren wir im Bayerischen Wald und auf einigen kleineren Touren quer durch Deutschland

verabschiedeten wir uns voneinander. Die letzte Fahrt fand dann nach Kassel zu der Fa. Uwe Gante statt,

wo wir unser Neues am 28.03.19 abholen wollten und dabei die Minna dort abgaben.

Sigo und Hilu unsere Reisebekannten aus Großweismar waren mit von der Partie, als wir die Minna abgaben.

Der Zufall war es, dass, die beiden auch ihren Mercedes verkauften und bei Uwe Gante ein neues erworben 

haben.

Auch unser häßliches Entlein, die Honda NX 250, die ich in Ushuaia verkaufte wurde ersetzt. Durch Zufall 

konnte ich das gleiche Motorrad, natürlich mit weniger Kilometer noch letztes Jahr ergattern. 

Nun, Strich drunter, das Leben geht weiter, der Name unserer Seite bleibt im Andenken an die Minna weiter

bestehen und wir begeben uns auf neue Abenteuer.

Über den ganzen Winter überlegte ich mir die nächste Herausforderung. Immer schon spielte ich mit den

Gedanken, nach Russland zu fahren und jetzt ist es endlich soweit, am 23.4.19 um 16 Uhr starteten wir.

Nachfolger der gruenen Minna

WR 37 Deutschland- Polen-Littauen-Lettland-Estland  23.04.19 bis 27.04.19

Start Minna 400 km Moto 20.363 km in Lauf

Den ganzen Tag war ich damit beschäftigt die Minna zuzulassen. Um halb 8 war ich schon vorort am 

Landratsamt Lauf. Aber das Gebäude war gesperrt, alle Angestellten und Kunden mussten vor dem Gebäude

warten, es herrschte Feueralarm. Erst um halb 9 bekamen wir Einlass. Am Schalter wurde ich erst mal

abgewiesen, weil die Poststelle noch dabei war, die über Ostern angefallene Post, und da waren meine 

Fahrzeugpapiere dabei, zu sortieren. Ich sollte doch besser morgen nochmal vorbeischauen. Da ich aber schon

seit 8.4. unterwegs sein wollte und unsere Visas für Russland seit 20.4. scharf waren und das Visum am 19.5.

seine Gültigkeit verliert, erklärte ich der Angestellten, dass ich noch heute unbedingt starten wollte. Das 

interessierte sie natürlich nicht, ich könnte es ja mittags mal probieren. Das tat ich dann auch und ich hatte 

Glück. Ich bekam die Zulassung und die Nummernschlider. Alles witere war Makulatur, Amon erwartete mich, sie

war fertig mit dem Einräumen, brachte, dank der umfangreichen Stauräume, viel mehr unter als geplant und so

starteten wir mit 3.800 kg Kampfgewicht gen Nordosten.

Bei schönem Wetter erreichten wir Dresden und vor der Dunkelheit sogar noch Görltz. Kurz nach der polnischen 

Grenze schlugen wir unser erstes Nachtlager im neuen Auto auf. Da ich nicht wußte, wie kalt die Nacht wird, wollte

ich die moderne Heizung so prognamieren, dass sie früh um 5 Uhr, auf 20 Grad aufheizt. 

Wir schliefen hervorragend in unserer ebenerdigen Bettstatt, nur früh wurde es ein bisschen kalt, da meine

Prognamierung eben irgendeinen Fehler enthielt, verdammte Technik, das wir noch was werden, ich und die 

moderne Technik. Erst um 11 Uhr, nach dem Frühstück, führen wir weiter durch Polen in Richtung Breslau. Da

ich das letzte und einzige Mal 1991 in Polen war (mit meinem Freund Walter Riedel, damals fuhren wir mit seinem

fast neuen Mercedes Coupe über die Tschechei nach Polen und nach Breslau. Dort wurde uns kurz nach Ankunft,

der schöne Daimler, inklusive unserer Papiere und unserem Geld gestohlen und wir verbrachten unsere Urlaubszeit

auf der Botschaft und fuhren dann mit dem Zug zurück bis Dresden, wo uns dannunser Kumpel Roland Schuster

abholte), hat sich Polen unwahrscheinlich verändert. Unglaublich sauber, liks und rechts der Straßen und in den 

Städten. Einkaufsmärkte, Glaspaläste und tolle Strassen. Die Autobahnen sind neu und meist 2.spurig. Aber durch

den wenigen Verkehr auf jeden Fall ausreichend. Wir glaubten, Breslau sei eben eine Vorzeigestadt, aber als wir 

Warschau erreichten, war Breslau noch gedoppt. 

 

 

Breslau

 

 

Warschau

Kurz nach Warschau übernachteten wir die 2. Nacht.

Danach führte uns der Weg über Landstrassen weiter, und so lernten wir auch noch die ursprünglichen Strassen

kennen. Aber im Großen und Ganzen haben uns die Polen im Strassenbau überholt.

 

Über Augustow, Suwalki und Kaunus umfuhren wir das russische Land Kalingrad, den um diese Abkürzung zu

durchfahren, braucht man ein russisches Visum, das wir zwar haben, aber es berechtigt nur zum einmaligen 

Einfahren nach Russland . Das wollen wir aber erst in Estland nutzen.

 

Littauen

Lettland

Riga

Estland

Tallinn

 

 

WR 38 Russland 

Petersburg bis Moskau 27.04. bis 06.05.19

 

 

 

 

Pushkin

 

 

 

 

 

 

Yaroslawl

 

 

 

 

 

 

 

 

WR 39 Russland nach Moskau 6.5. bis 19.5.19

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