Yukon vom 09.08.13 bis 17.08.13

 

Yukon Territorium

Wir waren wieder in Kanada und die Strasse heißt nun "Top of the World Highway. Karibos links und rechts der Strasse,

teils liefen sie sogar vor unserem Auto her, es war genau die Zeit, in der sie sich zeigten, weil um diese Zeit nach ihrem

Abendessen suchen.

 

 

 

Und dann waren wir in der Region Dawson City . Hoch über der Stadt konnten wir Fotos schießen vom

Zusammenfluss des schlammigen Yukon und des sauberen Klondike, das mich zurückerinnerte

an den Zusammenfluss des Hindus mit dem Gilgit im Himalaya.

 

Gilgit sauber, Hindus schlammig aus 1996 Indienreise

Mit der kostenlose Fähre überquerten wir den Yukon und waren in der Goldgräber-Westernstadt.

 

Nach einem Rundgang und einer Pizza beendeten wir den aufregenden Tag am Strassenrand in Dawson.

 

09.08.13 Dawson City Yukon 251.271 N 64 03 13 W 139 26 24

Nachdem wir eine ruhige Nacht am Strassenrand verbrachten, verlegten wir unser Quartier 2 km außerhalb von

Dawson City auf einen RV Campingground. Als ich das Motorrad anlassen wollte, ging wieder nichts, ich baute

die Batterie aus, wollte sie laden, Ladegerät ging sofort auf Störung. Bevor ich mich aufmachte, das Moped zu

einer Werkstatt zu  schieben drückte ich nochmal den Kupplungshebel und siehe der Strom war da. Das erfreute

mich natürlich, Zeit und Geld gespart. Den Tag über verbrachten wir mit den üblichen Nachholarbeiten, Wäsche,

Internet und was sonst noch so anfällt.

Anschließend besuchten wir Dawson City mit seinen Sehenswürdigkeiten.

Commissioner`Residence

St. Paul`Church

Museum mit Brauerei

Beim Besuch im Ortspuff (siehe Fenster oben rechts)

Klondike Spirit

eine Gambling Town verweißt natürlich auch auf Monte Carlo

zum Schluß der Besuch im aufregenden Diamond Gerties Gambling Hall.

Dort verzockte ich 100 Dollar bei Black Jack.

Amon war derweil begeistert von den täzerischen Darbietungen.

 

Auch versuchten sich die Darsteller an Songs aus verschiedenen Musicals

Ich lernte beim zocken Günther und seinen Sohn Alex mit Freund Alex kennen, die genauso verloren wie ich.

Sie ruhten sich aus, von der anstengenden abenteuerlichen Kanutour von Whitehorse nach Carmacks, ca. 320

Kilometer auf dem Yukon. Sie brauchten 11 Tage.

Ein Plausch danach beim Bierchen.

10.08.13 Dawson City Yukon 251.271 N 64 02 27 W 139 24 22

Bevor wir zum Goldschürfen in den Bonanzacreek aufbrachen,nochmal eine Kurzvisite in

Dawson City.

Postamt orginal aus alten Zeiten.

Dann ging es 20 km südöstlich wo die Goldgräbergeschichte 1896 (Geburtsjahr meiner Großmutter)

begann.

Dredge Nr.4 der größte Holzbagger der Welt, der 1959 die Arbeit einstellte, nachdem mit

ihm 5 Tonnen Gold gewaschen wurden.

Dort trafen wir auch wieder unsere deutschen Bekannten aus dem Fischbachtal.

Natürlich wurde auch vergeblich nach Nuggets gesucht.

Ein Museumsbesuch im Creek 33 zum Abschluss.

Amons Traumcabrio

Am Abend besuten wir noch auf ein paar Bier die Westminster Launch. Dort lernten wir James

mit seiner Freundin Weiha aus Northwest Territories, kennen. Wir hatten ein lustiges Gespräch

mit den Beiden, hauptsächlich vom Heiraten in Las Vegas (Traum von Weiha). James ist ein

waschechter Indio und Weiha ein Halbeskomo. Bonny, eine Einheimische, forderte mich zu

einem Billiardgame, was ich natürlich haushoch verlor.

Bei unserem anschließenden Visit in der Diamond Gerties Gambling Hall trafen wir nochmal auf

unsere deutschen Bekannten Günther und 2x Alex. Wir spielten aber nicht mehr, hatten ja gestern

schon gewaltig verloren.

Noch ein Abschiedsbild von Günther und Alex Buß mit Freund Alex aus Fischbachtal, in der Nähe von

Darmstadt, wo Günther ein Lokal, die Dorfschänke, mit hauptsächlich italienischer Küche , betreibt.

Wir werden sie bei unserer Ankunft, nächstes Jahr im Juni, besuchen.

Dawson City oder Dawson war 2006 mit 1.327 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Territorium

 Yukon in Kanada. Seit Gründung des Territoriums 1898 war Dawson dessen Hauptstadt, bis die

Regierung 1953 in das 535 km südlich gelegene Whitehorse umzog.

Dawson liegt am Ostufer des Yukon, an der Mündung des Klondike River, 240 km südlich des

nördlichen Polarkreises.

Die Siedlung wurde 1896 zu Beginn des legendären Klondike-Goldrauschs gegründet und nach dem

kanadischen Geologen George Mercer Dawson benannt, der die Region erforscht hatte.

Zu erreichen war Dawson nur über den White Pass oder den berüchtigten Chilkoot Trail und danach

über einen langen und beschwerlichen Weg per Hundeschlitten oder Kanu, später per

 Schaufelraddampfer auf dem Yukon. 1898 hatten Boom und Einwohnerzahl mit über 40.000

Menschen ihren Höhepunkt erreicht. Es war die größte Stadt westlich von Winnipeg und nördlich

von Seattle. Schon ein Jahr später hatten 8.000 Menschen die Stadt wieder verlassen, 1902 lebten

nur noch 5.000 Einwohner dort.

Das Klima in Dawson ist subarktisch. Die durchschnittliche Temperatur im Juli beträgt 15.6 °C und im

Januar −26.7 °C. Die höchste je gemessene Temperatur war 34.7 °C am 31. Mai 1983, während mit

−55.8 °C am 11. Februar 1979 die tiefste Temperatur gemessen wurde. Temperaturen unter −30 °C

treten im Winterhalbjahr sehr häufig auf. Besonders die harten und sehr kalten Winter haben den

Goldgräbern der Gründungszeit zu schaffen gemacht. Alle Daten von 2000.

11.08.13 Dawson City Yukon 251.271 N 64 02 27 W 139 24 22

Es hieß wiedermal alles zusammenpacken und gegen 12 Uhr machten wir uns auf zum Dempster

Highway in Richtung Polarkreis. Er wurde uns von verschiedenen Personen wärmstens empfohlen.

Nach 40 km haben wir die Abzweigung erreicht. Die Tankstelle an der Einmündung, die im Reiseführer

unbedigt empfohlen wurde, weil die nächsteMöglichkeit, aufzutanken erst nach 470 km erreicht wird und

wesentlich teuerer ist, war geschlossen, vielleicht, weil heute Sonntag ist. Aber unser Tank ist noch 3/4 voll.

Das Tankproblem erledigte sich von selbst, nach 55 km Dempster, merkte ich am Schlingern der Minna,

dass uns wieder ein Plattfuß ereilt hat. Verdammt, fluchte ich, jetzt muss ich tatsächlich den verbogenen

Motorradträger abbauen. Nun es blieb mir nichts anderes übrig. Amon sicherte die Gefahrenstelle mit den

beiden Warnkreuzen ab und ich machte mich an die Arbeit.

Kurz darauf hielten 2 nette Kanadier. Sie erzählten uns, dass sie einem Kamerateam angehörten,

und ein paar Tage zuvor aus Guana (Südamerika) von Urwaldfilmarbeiten zurückgekommen seien.

Ich spendierte ein Kaltes Bier für jeden und sie halfen mir Rad und verbogenen Träger abzunehmen.

Allein wäre es eine Heidenarbeit gewesen, es reichte auch so.

Als sie dann nach getaner Arbeit noch ihren Yorkshire Terrier holten und wir so ihre Tüchlein betrachteten,

war uns klar, dass sie ein Pärchen waren.

Das Risiko, ohne Ersatzrad, die über 1000 km lange Gravelroad zu fahren, erschien mir zu hoch und wir

kehrten um. Ich dachte mir, ein Grund mal wieder hier her zu fahren.

Wir kehrten zurück zum Klondike Highway und fuhren noch bis kurz vor Stewart Crossing, wo uns ein

netter Piknickplatz zu halten einlud. Dort trafen wir Mary und Tony aus Montreal, die auch mit einem

Sprinter unterwegs sind. Sie haben alles in Montreal verkauft, da Mary schwer krank ist, und sie

noch einwenig von der Welt sehen wollten.

Amon kochte und als wir aßen, kam Mary und verurteilte uns, unbedingt ihre Bilder vom Dempster

Highway anzusehen. Da es so viele Bilder waren, wechselten wir uns ab, ein paar sah sich Amon an,

dann war ich dran, dann wieder Amon, die Bilder nahmen kein Ende.

Wir badeten noch im Stewart River und schliefen dann auf dem Piknikplatz.

12.08.13 Stewart Crossing Yukon 251.544 N 63 27 15 N 136 56 30

Gegen 8 Uhr klopfte Mary an die Minna, sie verabschiedeten sich von uns. Wir machten uns 2 Stunden

später auf den Weg.

Wir ließen auch den Silvertrail nach Mayo aus, um schnellstens nach Whitehorse zu kommen,

damit ich wieder ein funktionierendes Ersatzrad an die Minna bekomme. Die kanadischen 

Pannenhilfen kosten, wie ich mir sagen ließ, 5 Dollar pro Km  Hilfsstrecke. 

Auf dem Weg lag noch der Five Figer Rapid, die gefährlichste Stromschnelle auf dem Yukon zwischen

Whitehorse und Dawson City. In vielen alten Western wird sie zur Filmkulisse. Wir trafen auf dem dortigen 

Aussichtsplatz wieder auf Mary und Tony und deren Boxerrüden. Mary begrüßte uns als träfen wir nach 

jahrelanger Abwesenheit, wieder mal aufeinander. Sofort nahm sie Amon, die gerade Hähnchenschenkel

kochte, in Beschlag. Ich unterhielt mich derweilen mit Tony über seine Vergangenheit, als er mit seiner

vorherigen Frau eine Plantage in Kolumbien bewirtschaftete.

 

Die Five Finger Rapids sind eine Felsformation im Yukon River im kanadischen TerritoriumYukon,

20 km flussabwärts von Carmacks am Klondike Highway. Vier Felssäulen aus Basaltteilten den

Fluss in fünf Stromschnellen, die „Finger“.

Der Raddampfer Low in den Five Finger Rapids 1899

Die Tutchone nannten die Stromschnellen

 Tthi-chò nädezhé, was so viel bedeutet wie

„Felsen, die im Wasser stehen“. Unter dem

Namen Five Finger Rapids sind die

Stromschnellen seit den 80er Jahren des 19.

Jahrhunderts bekannt, als Goldsucher auf dem

Weg nach Alaska und nach Dawson am Klondike

 begannen, den Yukon als Verkehrsweg zu nutzen. Die Rapids stellten dabei ein gefährliches Hindernis dar, an

dem Viele ihr Hab und Gut verloren.

Raddampfer verwendeten Winden und Stahlseile, um durch die Stromschnellen zu manövrieren. Eine der Säulen

wurde mittlerweile durch Sprengungen entfernt und die Rapids damit für Schiffe weitgehend gefahrlos passierbar

gemacht.

Als unser Essen dann fertig war, verließen uns die Beiden, nicht ohne dass sie sich auf Whitehorse 

freuten, wenn wir uns dann endlich wieder sehen werden.

Wieder auf der Strasse, fuhren wir an herrlichen Seen, links und rechts der Strasse vorbei.

Das machte uns Apetit auf ein Bad. An einer Stelle, die besonders einladend war, machten

wir halt und gingen bei herrlichem Sonnenschein und Themeraturen um die 25 Grad, in den

See. Mit einem Ehepaar aus Montreal, die hier gerade ihr Fischerboot säuberten, kamen wir 

ins Gespräch. Bei der Verabschiedung schenkten sie uns noch eine Lachsforelle, die sie

gestern geangelt hatten.

Etwa 40 km vor unserem heutigen Ziel wies ein Wegweiser auf eine Bäckerei hin, die so 2 km

von der Hauptstrasse entfernt lag. Den Duft von Holzofenbrot in der Nase fuhren wir dort hin.

Entäuscht standen wir aber dann vor verschlossenen Türen. Aber die Bäckersfrau war uns mit

ihrem Enkelsohn vorher entgegengekommen und dann umgekehrt, damit wir bei ihr einkaufen

konnten. Sie war sehr nett und erzählte uns, dass sie die Bäckerei schon 30 Jahre lang führte

und besonders stolz war sie auf ihr Holzofenbrot, das sie angeblich erst vor einigen Stunden

gebacken hatte. Wir kauften ihr 2 Pfund für 7 Dollar ab, waren aber dann doch einwenig entäuscht,

da wir an frisches, knuspriges Brot in Lauf dachten mit dem das hiesige nicht mithalten konnte.

 

Wir kamen an der Abzweigung zum Robert Campel Highway vorbei, eine mehr als 1000 km lange

Gravelroadalternative nach Lake Watson, die aber nach aussagen einiger Reisenden, nicht 

besonders attraktiv sein soll.

Wieder waren wir wiedermal willkommen, diesmal in Whitehorse. Unübersehbar, der Parkpltz

am Walmart. Soviele Wohnmobile machten bestimmt die Campinggroundbesitzer neidisch.

Walmart bietet den Resenden in ihren RVs kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten, die hier

so zahlreich genutzt werden, wie sonst nirgends.

Auch wir gehören dazu und kamen natürlich mit den Gleichgesinnten sofort ins Gespräch. Besonders

mit einem Paar, die auf einem sehr gut ausgebauten Mercedestruck unterwegs waren und das schon

seit 13 Jahren mit einigen Unterbrechungen in Deutschland. An den Bordwandflächen kann man eine

Weltkarte bestaunen, auf der die bisher bereisten Länder gekennzeichnet sind und das sind mehr, als

die noch weißen Flächen. Besonders stolz ist der Besitzer auf die mehrfache Durchquerung der lybischen

Wüste. Das zeigt er uns auf Fotos, bei denen sich sein Mercedes durch schwindelerregende Sanddünen

pflügt.

 

13.08.13 Whitehorse Yukon 251.926 N 60 43 57 N 135 04 10

Gleich frühmorgens versuchte ich, nachdem im Walmart Reifencenter festgestellt wurde, dass mein

beschädigter Reifen einen langen Schlitz aufwies, einen Neureifen zu erstehen. 3 Reifengeschäfte

klapperte ich ab. Doch die Größe 225/70 15 R 110/112 ist hier nicht verfügbar. Die einen wollten ihn

aus Vancouver einfliegen lassen. Da ich dann gleich 2 kaufen müsste, wären das 780 Dollar. Beim

letzten Geschäft, da würde der Reifen aus Edminton hergeschafft wurden wir uns einig. Sie konnten mir

sogar einen Conti Vancom beschaffen. Da mein Ersatzrad ebenfalls ein noch nicht gebrauchter Conti

Vancom ist, brauch ich auch nur einen und der kostet, samt Fracht, 250 Dollar. Ich muss mich allerdings

bis Freitag, also 3 Tage, gedulden. Es hätte schlimmer kommen können.

Wir können sogar unsere Minna vor der Walmartreifenstation stellen und kostenlos deren Strom benutzen.

Bärbel und Axel, die wir im Waterton kennengelernt kaben, sagten sich per Mail für 18 Uhr an. Na dann

können wir unseren 6. Hochzeitstag zusammen feiern.

Nachdem wir mit dem Motorrad auf der 2nd Avenue zur höchsten Salmonleiter der Welt fuhren, um die Lachse 

zu bewundern wie sie zielgenau diese Leiter ansteuern, um eine riesige Staustufe am Yukon zu überwinden,

damit sie ihr Ziel, die Laichgründe, erreichen. Sie haben nach Überwindung dieses Hindernisses nur noch

etwa 50 km vor sich, sind also nach mehreren 1000 km fast am Ziel. Hier am Yukon gibt es die größten 

Lachse, wir sahen, einige von über einem Meter. Essen kann man sie nicht mehr, da sie auf der ganzen 

Reise nichts mehr fressen und angeblich ausgemergelt sind, was ich ihnen aber nicht ansehen kann.

Am Rückweg kauften wir noch Obst und Fleisch und kamen fast gleichzeitig mit Bärbel und Axel an der 

Minna an. Wir hatten uns natürlich viel zu erzählen. Jörg und Simone kamen noch dazu, die auch schon 2 Jahre,

mit einem hier gekauften Wohnmobil unterwegs sind.

Am Abend feierten wir mit B.und A. unseren Hochzeitstag. Die Beiden beschenkten uns noch mit 2 Käse-

Früchteteller. Wir tranken dazu Champgner, noch aus Deutschland, Bier und Whiskey. Es war eine laue Nacht

und es war schon finster, also bestimmt 1 Uhr, als wir in die Falle gingen.

 

14.08.13 Whitehorse Yukon 251.926 N 60 43 57 N 135 04 10

Der Wecker klingelte um halb acht. Heute habe ich Spype Termine mit Achim, Julia und meinen Motorradfreunden.

Es klappte einigermaßen, auch wenn Julias Bild doch sehr verzerrt war und der Ton nicht funktionierte. Trotzdem 

konnten wir viele Neuigkeiten austauschen.

Danach besichtigten wir die Stadt.

Amon war gleich mit einem Amerikaner im Gespräch.

Am Abend konnten wir Nordlichter beobachten. Wir saßen wieder mit Bärbel und Axel zwischen

unseren Wohnmobilen und quatschten bei Bier und Wiskey.

15.08.13 Whitehorse Yukon 251.930 N 60 43 57 N 135 04 10

Heute war Farmersmarket in Whitehorse, auf dem wir uns frisches Gemüse besorgten.

Anschließend ging es auf den Schaufelraddampfer Klondike 2. Ein beeindruckendes Schiff, das zwischen

1930 und 1950 die Strecke nach Dawson in 36 Stunden bewältigte und dabei bei den 5 Fingers Stromschnellen

mit Hilfe von Seilen gesteuert wurde. Mehrfach mussten 1,6 m lange Holtstämme nachgeladen werden, die als

Brennmaterial für den Antrieb sorgten.

Hauptsächlich diente es als Versorgungsschiff für Dawson City und auf dem Rückweg, der

stromaufwärts 5-6 Tage dauerte, wurde Gold aus Dawson und Silber aus den Minen bei

Keno befördert.

Nätürlich konnten auch reiche Bürger auf ihre feudalen Urlaubsfahrten buchen.

 

Ich glaube, die Steuerung des flachen Schiffes (auch beladen nur 1 Meter Tiefgang, kein Kiel)

war nicht ganz einfach.

Zurück am Walmart trafen auch wieder Axel und Bärbel von ihrer 30km langen Kanufahrt

ein. Sie erzählten begeistert von ihrem 150 Dollar teueren heutigen Abenteuer.

Gegenüber unseres Stellplatzes nahm ein Adler Platz an einer Baumspitze und beobachtete

das Treiben auf dem Yukon.

Später konnten wir wieder tolle Nordlichter bewundern.

16.08.13 Whitehorse Yukon 251.930 26.815 N 60 43 57 N 135 04 10

Unser letzter Tag in Whitehorse, ich bekam meinen Reifen gegen Mittag und schon fing es an zu

regnen. Das veranlasste mich, den Radwechsel in einer Reperaturwerkstatt durchführen zu lassen.

Doch ich hätte 2 Stunden warten müssen, das war mir zu lange, also machte ich mich selbst an die

Arbeit. Das Rad war schnell gewechselt, nun kam die difiziele Sache, das Reserverad wieder

vorschriftsmäßig an die dafür vorgesehene Stelle zu bringen. Tropfnass kroch ich unter dem Auto

umher, um die Technik zu begreifen, wie die Halterung des Reserverades festgemacht wurde. 2

Stunden und ich war nicht weiter. Am Walmartparkplatz besuchte ich unseren Freund aus Montreal,

der auch einen Sprinter fuhr, allerdings einen Neueren. Allerdings blieb Mercedes anscheinend

weiterhin bei diesem Patent. Mehrfach sah ich mir an in welcher Stellung die Befestigungsschrauben

angebracht sind. Und dann der Geistesblitz, man muss die Schrauben erst verkehrtrum in die

Halterung einführen und dann im Gehäuse in die richtige Position bringen, und schon funktioniert es.

Hoffentlich lässt sich Mercedes beim nächsten Modellwechsel da was neues einfallen, sodass auch

nicht so geschickte Leute wie ich damit umgehen können. Endlich um 17 Uhr, nass und durchgefroren,

war das Ersatzrad fest an seiner Stelle. Den Motorradträger dran und das Motorrad aufladen waren dann

ein Leichtes und wir konnten um !8 Uhr 30 Whitehorse verlassen. Gleichzeitig hörte es auch auf zu

regnen.

Wir fuhren noch 3 Stunden und als wir Quartier an einem Picknikplatz bezogen, trafen wir auf

Simone und Jörg aus Mainz (www.germaneagle.de.tl), die wir schon in Whitehorse kennengelernt

hatten. In deren geräumigen Womo tranken wir noch ein Bier. Die beiden sind noch nicht einmal

50 und haben das Arbeitsleben schon hinter sich. Sie haben sich in Denver das Wommo gekauft

und reisen auf unbestimmte Zeit durch die Welt.

17.08.13 Morley River 252.155 N 60 00 28 W 132 08 15

Als wir gegen 10 Uhr aufstanden, fanden wir eine Nachricht an der Windschutzscheibe vor, Treffpunkt

an Weihnachten Baja California Rosario, wir freuen uns.

Die folgenden 200 km kannten wir schon von unserer Hinfahrt Richtung Alaska. Wir erreichten

die Einmündung zum Cassier Highway, den wir raufzus fuhren. Nun ging es geradeaus 22 km nach

Lake Watson.

Wir waren schon gewarnt, dass wir in diesem Ort nicht viel vorfinden werden, aber das hatten wir von

Leuten, die vom Süden kamen und Alaska noch nicht bereist hatten. Denn mit Tok, der 3.größten Stadt

Alaskas, ist Lake Watson schon eine Weltstadt. Besonders eindrucksvoll der Schliderpark, auf dem auf

einem Areal von 300 x 200 Meter fast alle Schilder dieser Welt angebracht sind.

Weiterhin hat es ein Museum, in dem in 2 Filmen die Nordlichter und die Grße des Universums

erklärt werden.

Das Polarlicht (als Nordlicht am Nordpol wissenschaftlich Aurora borealis, als Südlicht am Südpol

 Aurora australis) ist eine Leuchterscheinung (genauer ein Elektrometeor), die beim Auftreffen geladener

Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten der Erde hervorgerufen wird.

Polarlichter sind meistens in zwei etwa 3 bis 6 Breitengrade umfassenden Bändern zu sehen, die

üblicherweise ab ca. 66,5° nördlicher Breite bzw. südlicher Breite auftreten (die genaue Lage variiert

allerdings in Abhängigkeit von Jahreszeit und Stärke derSonnenaktivität); direkt an den Polen sind sie selten.

Entstehung

olarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen,

aber auch Protonen, auf einige schwere Ionen(Sauerstoff und Stickstoff) in den oberen Schichten der

 Erdatmosphäre treffen und Prozesse auslösen, die zu geänderten Elektronenkonfigurationenführen.

Bei der nach kurzer Zeit wieder erfolgenden Abregung wird Licht ausgesandt (Fluoreszenz).

Auch Kernwaffentests in hohen Atmosphären-Schichten (400 km) rufen solche Phänomene hervor, wie

beispielsweise der Starfish-Prime-Test der USAam 9. Juli 1962.

Polarlichter treten hauptsächlich in den Polarregionen auf, denn die Sonnenwindteilchen, ein elektrisch

geladenes Plasma mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 500 bis 833 km/s

(bis zu 3.000.000 km/h) und einer Dichte von ca. 5 × 106 Teilchen pro m3 in Erdnähe, werden vom

Magnetfeld der Erde zu den magnetischen Polen gelenkt. Die Teilchenbewegung erfolgt letztlich in

Richtung der Feldlinien. Am magnetischen Pol verläuft das Magnetfeld senkrecht zur Erdoberfläche,

und die Teilchen können in die Erdatmosphäre eintreten. Das Plasma benötigt bis zum Eintreffen bei

einem Erde-Sonne-Abstand von rund 150 Millionen Kilometern rund zwei bis vier Tage.

Polarlichter kommen sowohl in nördlichen Breiten vor (Nordlichter, auch Aurora borealis) als auch auf

der Südhalbkugel (Südlichter, auch Aurora australis). Auch auf anderen Planeten des Sonnensystems

 werden diese Erscheinungen beobachtet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Planet ein eigenes

Magnetfeld und eine Atmosphäre besitzt.

Häufigkeit

Die Häufigkeit der Polarlichterscheinungen in mittleren Breiten (Mitteleuropa) hängt von der Sonnenaktivität

 ab. Die Sonne durchläuft einen Aktivitätszyklus (Sonnenfleckenzyklus), der vom Anfang (solares Minimum)

über die Mitte (solares Maximum) bis zum Ende (erneutes Minimum) im Durchschnitt elf Jahre dauert. Mit

diesem Zyklus schwankt auch die Häufigkeit von Polarlichtern. Insbesondere während des Aktivitätsmaximums

(auch Solarmax, zuletzt 2011/2012) finden starke Eruptionen auf der Sonne besonders häufig statt. Die dabei

ausgeschleuderten großen koronalen Massenauswürfe sind für Polarlichter in Mitteleuropa essentiell. In frühen

und späten Phasen des Sonnenzyklus, nahe am solaren Minimum, treten viel weniger dieser Eruptionen auf und

somit gibt es auch eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit für Polarlichter. Dennoch können auch im

abfallenden und ansteigenden Sonnenzyklus starke Ereignisse beobachtet werden.

So wurden unter anderem im Herbst 2003 Polarlichter in Griechenland und auch auf den Kanarischen Inseln gesehen.

Im Mittel können während der Phase des Solarmax im deutschsprachigen Raum etwa 10–20 dieser

Leuchterscheinungen pro Jahr beobachtet werden, im Allgemeinen am Nordhimmel, nur bei besonders starkem

Sonnenwind können sie auch in südlicher Richtung auftreten. Durch erdgebundene, visuelle Sonnenbeobachtung 

können Polarlichter kurzfristig vorhergesagt werden. Besser gelingt dies aber durch das Hinzuziehen von frei

verfügbaren Daten der diversen Weltraummissionen von ESA und NASA zur Erforschung der Sonne und des

Sonnenwindes. Da der Sonnenwind 2–4 Tage von der Sonne bis zur Erde benötigt, kann also in diesem Zeitabstand

nach einer starken Sonneneruption mit Polarlichtern gerechnet werden.

Die statistische Ableitung, dass Polarlichter hauptsächlich im Herbst/frühen Winter, von Ende Oktober bis Mitte

Dezember, sowie im späten Winter/Frühjahr, von Ende Februar bis Anfang April, auftreten, ist nicht absolut gesichert.

Hier stehen zwar die Magnetfelder von Erde und Sonne besonders günstig zueinander, aber dieser Effekt ist aufgrund

der geringen Neigung der Erdbahn gegen die Ekliptik eher zu vernachlässigen. Wahrscheinlicher ist es, dass besonders

in den kältesten Winternächten die Beobachtungen aufgrund des Wetters sehr rar sind. Ähnliches gilt für die fehlenden

Sommerbeobachtungen, denn zu dieser Jahreszeit herrscht im Norden die Mitternachtssonne und macht

Polarlichtsichtungen praktisch unmöglich. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Polarlichter mit zunehmender

Distanz zum jeweiligen Pol, etwa von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien aus, meist nur während

des Aktivitätsmaximums der Sonne beobachtet werden können, was relativ selten ist. Mittels moderner Digitalkameras

kann man jedoch auch während der weniger aktiven Phasen des Sonnenzyklus noch einzelne Ereignisse – von

Mitteleuropa aus – dokumentieren.

Die Intensität der Polarlichter steigt seit 2007 wieder an und hat 2012 ihren letzten Höhepunkt erreicht. Laut der

amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA sollten es die stärksten Polarlichter seit 50 Jahren sein.

 

Auf der Suche nach einem Picknikplatz fürs Abendessen, gegegnen wir doch tatsächlich

noch einem Bison, wir hatten es fast schon aufgegeben, so ein Exemplar in freier Wildbahn

zu Gesicht zu bekommen. Er war aber nur der Vorbote, wir sahen kurz darauf eine ganze Herde.

 

Dann gab es Abendessen am Coalriver.

Kurz darauf erreichten wir die Liard Hot Springs und liesen den Tag noch mit einem heißen Bad ausklingen.

 

Kurz vor dem Muncho See, wo wir uns einen Schlafplatz suchten, begegneten wir noch einem

einzelnen  Schwarzbären und einer weiteren Herde Bisons. Also soviele Tiere auf dem Alaska

Highway zwischen Lake Watson und Fort Nelson.

Seit geraumer Zeit befinden wir uns nicht mehr in Yukon Territorium, sondern wieder in

British Kolumbia, desalb weiterlesen im neuen Kapitel.

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