WR 21 Panama vom 29.12.14 bis 07.01.14


Die Isla El Porvenir im Gebiet der Kuna Yala

Der Staat Panama hat eine Fläche von 75.517 km², davon sind 210 km² Binnenwasserflächen. Seine Küste ist 1.915 km lang.

Panama nimmt den schmalsten Teil der mittelamerikanischen Landbrücke ein, die hier vom Panamakanal durchbrochen wird. Der höchste Berg des Landes ist der Volcán Barú mit 3477 m. Er ist Teil der mittelamerikanischen Kordillere, die Panama parallel zu den Küsten durchzieht.

Die am dichtesten besiedelten Gebiete liegen an der pazifischen Küste und um die Kanalzone. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten.

Panama grenzt im Westen an Costa Rica und im Osten an Kolumbien mit Grenzlängen von 330 bzw. 225 Kilometern.

Landschaftszonen

Karibik

An der nördlichen, der karibischen Küste ist von Januar bis März/April „Trockenzeit”, ab Ende Juli bis September „kleine Trockenzeit”. Die Inselgruppe Bocas del Toro im äußersten Nordwesten Panamas beherbergt einen Nationalpark und ist mit ihren weißen Stränden eines der beliebtesten Touristenziele von Panama. Die Flora und Fauna ist durch den Tourismus zunehmend bedroht. Die nord-östliche Karibikküste ist Heimat der Kuna Yala-Indianer (auch San Blas), die anerkannte Autonomie innerhalb der Region besitzen.

Halbinsel Azuero – Umgebung von Chitré

Die Halbinsel Azuero liegt etwa auf halber Strecke zwischen Panama-Stadt und David. Auf der gesamten Fahrt via Chitré und Pedasi überwiegen Weideflächen, die nur gelegentlich von Reis- und Maisanbauten unterbrochen werden. Nach und nach geht die Strecke in das Canajagua-Bergland über, in dem die Erosion eigenartige, kegelartige Hügel hinterlassen hat. Im südwestlichen Teil, dem trockensten Gebiet Panamas, liegt der etwa 8.000 ha große, halbwüstenartige Nationalpark Parque Nacional Sarigua.

Darién

Die Provinz Darién ist großteils durch tropischen Regenwald gekennzeichnet. Für Touristen ist der Osten und Süden der Provinz gefährlich. Insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien bestehen hohe Sicherheitsrisiken, da hier Schmuggler und Drogenhändler aus Kolumbien sowie Widerstandskämpfer die staatliche Ordnung und Sicherheit weitgehend ausgeschaltet haben.

Flora und Fauna

Panama ist eine natürliche Landbrücke und verbindet Nord- und Zentralamerika mit Südamerika. So kommen hier einige Tierarten aus beiden Teilen vor, wie beispielsweise die Agutis, Tapire oder auch die Harpyie. Geschätzt leben in Panama rund 300.000 Insektenarten. Mehr als 29% der Landfläche ist in 15 Naturparks aufgeteilt, die dem Schutz und Arterhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt dienen.

Bevölkerung

Gemäß dem letzten Census vom 16. Mai 2010 hatte Panama rd. 3,406 Mio. Einwohner. Die amtliche Bezeichnung der Einwohner lautet „Panamaer/in”. Umgangssprachlich wird auch oft die Bezeichnung „Panamenier” abgeleitet von span. „Panameños” oder Englisch „Panamanians” benutzt. Die Lebenserwartung beträgt bei den Männern 75 und bei den Frauen 80 Jahre. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallop vom Dezember 2012, zählen die Einwohner des Landes mit zu den glücklichsten Menschen auf der Erde.

Ethnische Gliederung

Zwei Drittel (rund 60 %) der Panamaer sind Mestizen, also Mischlinge aus Indios und Europäern. Sie leben vor allem im Westen (in den Provinzen Coclé, Herrera und Veraguas, wo sie bis zu 90 % der dortigen Bevölkerung ausmachen). Die zweitstärkste Gruppe bilden die Schwarzen und Mulatten mit ca. 15 % (in den Provinzen Darién und Bocas del Toro, jeweils um 50 %). Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen, die jeweils die Hälfte aller Afropanamaer ausmachen. Sie stammen meist entweder von durch Spanier aus Afrika verschleppten Sklaven ab und sprechen daher spanisch, oder von Einwanderern von den westindischen Inseln, welche somit des kreolischen Englisch mächtig sind. Auf die Afropanamaer folgen mit 13 % die Weißen (in den Provinzen Panamá, Los Santos, und Chiriquí über 15 %). Die Indigenen haben einen Anteil von 8,3 % an der Bevölkerung (größte Gruppen: Guaymí und Cuna). Asiaten machen einen Anteil von rund 4 % an der Bevölkerung aus.

Religion

Die Bevölkerung Panamas ist überwiegend christlich; 86 % sind Katholiken und 10 % Protestanten. Es gibt jeweils ungefähr 1 % Juden und Muslime

Geschichte

Die Kirche San Francisco de Asis

Im Jahr 1821 spaltete sich Panama von Spanien ab und wurde Teil von Großkolumbien unter Simón Bolívar.

Infolge einer militärischen Intervention der USA spaltete sich das heutige Panama nach dem Panamakonflikt am 3. November 1903 von Kolumbien ab. Gleich darauf unterzeichnete Philippe Bunau-Varilla als panamaischer Unterhändler den Hay-Bunau-Varilla-Vertrag, der den USA erlaubte, den Panamakanal zu bauen und gleichzeitig die Hoheitsrechte für das Gebiet um den Kanal für sich zu beanspruchen. Es entstand dabei die Panamakanalzone. Zwischen 1904 und 1914 errichteten Ingenieure der US Army den Panamakanal. Erste Arbeiten an dem Kanal hatten allerdings schon unter französischer Führung im Jahre 1881 begonnen.

Von 1959 bis 1962 wurde die „Puente de las Américas”, eine den Kanal überspannende Brücke, unter den US-Amerikanern erbaut, die über 40 Jahre die einzige Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika bleiben sollte. Am 15. August 2004 wurde eine zweite Brücke namens „Puente del Centenario” unter der scheidenden Präsidentin Mireya Moscoso eröffnet. Sie wurde allerdings erst 2005 in Betrieb genommen.

1964 kam es in der Panamakanalzone zum Flaggenstreit zwischen den USA und Panama.

Am 7. September 1977 wurden die Torrijos-Carter-Verträge unterzeichnet (dem Vertrag den Namen gegeben haben der damalige De-facto-Präsident Panamas, Omar Torrijos, und der damalige US-Präsident Jimmy Carter), der die Übertragung der gesamten Kanalzone von den USA an Panama bis Ende 1999 zusicherte.

Im Dezember 1989 wurde der Diktator Manuel Noriega, der Panama nach dem mysteriösen Tod von Omar Torrijos 1981 mit Hilfe des Militärs regierte, durch die USA (unter George H. W. Bush) in der Operation Just Cause gestürzt. Bis zu seinem Sturz war Noriega einer der wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten in Mittelamerika. Der General wird oft fälschlicherweise als Präsident von 1983 bis 1989 angesehen. Er war jedoch lediglich der Chef der Nationalgarde, die später in die Panama Defence Forces umgewandelt wurde. Fünf Tage vor seiner Festnahme erhob ihn die Nationalversammlung zum Chef der Regierung mit außerordentlichen und zeitlich unbeschränkten Rechten.

Am 31. Dezember 1999 um 12:00 Uhr nach dem Toriijos-Carter-Vertrag, wurden das gesamte US-Gebiet entlang des Kanals sowie alle US-amerikanischen Militärbasen offiziell an Panama übergeben. Der Betrieb und die Verwaltung des Kanals wurden von der panamaischen Panama Canal Authority (Autoridad del Canal de Panamá – ACP) übernommen. Nach Angaben der Regierung ist aber geplant, dass die USA zwei Marinestützpunkte in Panama errichten werden, in Bahia Piña und Punta Coca.

Politik

Das Parlament in Panama ist die Nationalversammlung. Seit Juli 2014 ist Juan Carlos Varela (50) von der Partido Panameñista (PP), der Ricardo Martinelli von der Cambio Democrático (CD) nach der Präsidentschaftswahl 2014 ablöste, Präsident Panamas.

Am 22. Oktober 2006 wurde in einer Volksabstimmung für den Ausbau des Panamakanals entschieden. 78 % stimmte dabei für den Ausbau (bei einer Wahlbeteiligung von 44 %). Der Kanal, eine der Haupteinnahmequellen des Landes, hatte seine Kapazitätsgrenze von 14.000 Schiffen pro Jahr erreicht.

Medien

Panama-Stadt ist der Verlagsort für große nationale Tageszeitungen in spanischer Sprache wie Mi Diario, El Panamá América, La Estrella de Panamá u.a. La Prensa wurde 1980 gegründet mit dem Ziel, eine Zeitung zu etablieren, die frei von staatlichem Einfluss ist. Sie hat (Stand 2010) eine Auflage von 65.000 Stück.

Ebenso werden hier einige englischsprachige Zeitungen herausgegeben.

Gebäude in der Altstadt

Architektur

Panama-Stadt – Im Vordergrund der Oberste Gerichtshof und die Kirche Franz von Assisi

Mit dem Ausbau Panamas zum Finanzzentrum hat ein für Mittelamerika beispielloses Wachstum der kleinen Metropole stattgefunden. In der Stadt befinden sich acht der zehn größten Hochhäuser Lateinamerikas, allein 22 Wolkenkratzer mit über 200 Metern Höhe haben Panama eine zum Kanal hinüberblinkende Skyline verschafft. Neben moderner Architektur sind auch historische Gebäude erhalten.

Das alte Stadtgebiet (Panamá la Vieja) ist als Ruinengelände erhalten und wurde 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Neben der zentralen Plaza mit Kathedrale, Rathaus und Bischofspalast sind mehrere Klöster sowie das Spital und wenige Wohnbauten der Oberschicht erhalten. Archäologische Untersuchungen unter Beteiligung der Eberhard Karls Universität Tübingen versuchen unter anderem, nähere Aussagen zur Stadtentwicklung sowie zur Sozialtopographie innerhalb der Stadt zu gewinnen.

Die Puente Centenario mit der Panama Flagge

Verkehr

Der Öffentliche Personennahverkehr ist in der Stadt unzureichend ausgebaut. Eine 13,6 km lange erste U-Bahnlinie mit 11 Haltestellen zwischen dem Busbahnhof Albrook im Süden und der Mall Los Andes im Norden wurde am 5. April 2014 eröffnet[5]. Ein Ausbau eines Busway-Systems ist geplant.

Die Stadt verfügt über einen Bahnhof an Panamas einziger Bahnlinie, die von Panama-Stadt nach Colon führt. Die Strecke wird allerdings hauptsächlich vom Güterverkehr genutzt.

Der internationale Flughafen Panama (Aeropuerto Internacional de Tocumen), befindet sich etwa 24 km östlich außerhalb der Stadtgrenze.

Die Stadt verfügt bei Balboa östlich des Kanals über einen wichtigen Seehafen.

Westlich der Stadt befindet sich die Brücke der Amerikas (spanisch Puente de las Américas), eine 1.669,20 Meter lange Bogenbrücke, die über den Kanal führt. Die 1962 eröffnete Brücke war bis 2004 die einzige Brücke zwischen dem südlichen und dem nördlichen Teil Mittelamerikas. Derzeit gibt es heftigen Streit um den Bau einer Umgehungsstraße, die auf der Meeresseite vierspurig um die Altstadt führen soll. Die UNESCO droht deswegen mit der Streichung von der Liste des Weltkulturerbes. Es handelt sich um ein Prestigeprojekt der Regierung.

Sehenswürdigkeiten

Puente de las Americas
 
Die Via Espana bei Nacht
 
Das Haus der Andacht
 
Skyline
  • Panamakanal
    • Miraflores-Schleusen
    • Pedro-Miguel-Schleusen
  • Casco Viejo (auch bekannt als Casco Antiguo & San Felipe) ist das alte Viertel der Stadt mit Kolonialbauten, verschiedenen Kirchen und dem Präsidentenpalast
  • Panamá la Vieja (Ruinenstadt, Museum)
  • Palacio de las Garzas, der Präsidentenpalast
  • Calzada, Damm parallel zur Kanaleinfahrt
  • Zoo und Botanischer Garten Summit Botanical Gardens and Zoo[9] – ca. 30 Minuten außerhalb der Stadt
  • Haus der Andacht der Bahai

Auf den ersten Kilometern durch Panama änderte sich nicht viel. Erst verlief die Strasse

flach, dann kamen die ersten Hügel. Die Gesichter am Wegesrand waren nicht sehr

freundlich und Kinder warfen sogar Steine, als wir an ihnen vorbeifuhren.

Del Monte und Chiquita regieren auch Panama.

Wir erreichten unser Tagesziel Bocos del Torre, wo wir mit der Fähre auf eine der Inseln

übersetzen wollten. Da es schon abend war, konnten wir nur noch Informationen zur

Überfahrt sammeln. Meine Grenze belief sich auf 100 Dollar für Hin- und Rückfahrt. Diesen

Preis bestätigten mir dann einige Personen.

Mit dem jungen Paar Briane (25) und Mark (27) aus Australien verbrachten wir den Abend.

Wir übernachteten in der Fahrzeugschlange vor dem Fährterminal.

29.12.14 Bocos del Torre 287.895 34.474 09.28989 82.39370

Um 6 Uhr fing das Verladen an und wir fuhren auf die Fähre. Dort war der Preis für die

Verschiffung auf einmal bei 160 Dollar (hin und rück) angelangt. Wir lehnten ab und verließen

die Fähre und fuhren die herrliche Bergstrasse, in Richtung Süden, zum Pazific, nach David.

Je höher wir kamen, desto schlechter wurde das Wetter. 

Bei einzelnen Polizeikontrollen mussten wir immer die Einreisepapiere zeigen, die Polizisten

waren überwiegend freundlich.

Ab David verlief die Strasse entlang des Pazific, aber soweit weg, dass man ihn nie zu sehen

bekam. 

Ca. 200 Kilometer waren Baustelle, die Verbindung David und Panama City wird gerade in

ihrer vollen Länge von 2 auf 4 Spuren erweitert. Wir müssen aber noch die alte Betonplatten-

piste mit ihren riesigen Schlaglöchern benutzen. Auch nach Santiago noch, weil die entgegen

kommenden, die neue Teerstrasse und wir die alte Piste benutzen müssen.

Bevor es finster wurde verließen wir die Hauptstrasse und fuhren ein paar Kilometer südlich

und schlugen unser Nachtquatier in der Nähe des Strandes bei Santa Clara auf.

30.12.14 Santa Clara 288.386 08.37395 80.10775

Die letzten 100 Kilometer hatten wir schnell abgespult und wir waren überrascht, als sich nach der

Kanalbrücke die Skyline von Panama City auftat.

 

Es erinnerte uns schon einwenig an New York.

Die moderne Stadt ist sauber, der Verkehr angenehm, nur das sinnlose Gehupe der nervösen

Panamanen stört ein wenig, aber man gewöhnt sich ja an vieles.

Wir suchten das Büro von Ferryexpress. Nach den mir bekannten Koordinaten kurvten wir in

der Altstadt umher, niemand kannte das Büro. In einem Hotel half man mir weiter und sie

schickten uns in die Neustadt in die Nähe dermodernen  Einkaufscenter. Wir parkten am 

Hardrockhotel und liefen durch ein riesiges Kaufhaus zum Office von Ferryexpress.

Dort wurde uns erklärt, dass im Januar wohl keine Passage für Autos vorgesehen sei. Wau...

das war niederschmetternd, sollten wir tatsächlich fliegen müssen und das Auto mit Cargo

verschiffen, was statt den geplanten 800 Dollar, 4000 kosten würde.

Entäuscht zogen wir erstmal ab und suchten einen Platz mit Internet auf. 

Peter und Chrissy, die wir auch schon ein paar mal auf unserer Reise getroffen hatten,

teilten mir in einer Mail mit, dass sie erfahren haben, am 5.1. würde eine Autofähre von

Ferryexpress nach Cartagena abfahren.

Wir fuhren zum Yachthafen und übernachteten dort mit einigen Wohnmoblisten, die auch

auf die Autofähre am 5.1. warteten. Ein Australier teilte mir noch mit, dass ich mir an einer

bestimmten Polizeistation, 08.96627 79.54454, noch die Ausreisepapiere für Auto und Motorrad

fertigmachen lassen musste.

31.12.14 Panama City Yachtclub 288.538 08.93957 79.55371

An dieser Polizeistation erhielten wir einen Termin zur Untersuchung für den 2.1. 8 Uhr.

Dann fuhren wir nochmal zum Ferryexpressbüro zu meinem Freund Alex, der wieder nichts

von einem Verschiffungstermin wusste. Ich sagte ihm, er möchte mal im Facebook

nachsehen, was Martin Mcgowen schreibt, da wurde er hellhörig, ging in sein Büro und 

kam 5 Minuten später zurück, mit der Nachricht, dass die Fähre tatsächlich geht und er mir

eine Reservierung macht, die ich mit Dollar 806 bezahle. ich sollte am Freitag mit meiner 

Ausfuhrerklärung erscheinen und dann bekomme ich das entgültige Ticket.

Wir waren natürlich froh, dass sich die ganze Angelegenheit doch noch positiv entwickelt hatte.

Danach fuhren wir die 30 km nach Brisas del Golf, wo wir von Markus, einem deutschen Schlosser,

den wir vorgestern in den Bergen getroffen hatten, zur Silvesterparty eingeladen wurden.

01.01.15 Panama City Brisas de Golf bei Markus, Antonia und  Juliana 288.608 09.08101 79.45244

Markus arbeitet als Gasturbinentechniker für eine amerikanische Gasturbinenhersteller und hat

das Privileg, so quasi von jedem Ort der Welt aus zu arbeiten.

In Brasilien, in Fortalezza hat er vor 4 Jahren, sein Frau Antonia kennengelernt, mit ihr und

ihrer Tochter Juliana lebt er seit einem Jahr in Panama. Aber er ist gerade wieder im Begriff, nach

Deutschland oder Barcelona umzuziehen. Antonia hat noch 2 Töchter, die auch inzwischen in

Deutschland leben, Juliana freut sich jedenfalls wieder nach Deutschland zu ihren alten

Freunden zu kommen.

Markus hat auch 2 Öhne und eine Tochter in Deutschland.

Amon und ich, wir konnten uns seit langem wieder mal in einem Haus kultivieren. Im Garten verbrachten

wir den Abend bei Speiß und Trank und guter Unterhaltung.

Es war sehr lustig und die meisten Panamaner in der nahegelegenen Stadt, konnten es nicht erwarten,

dass es Mitternacht wurde. Viele schossen ihre Leuchtraketen auch vorher schon ab, aber die Vorräte

schienen unerschöpflich, als es dann gegen 0 Uhr richtig zur Sache ging. Unser Platz lag ideal, wir waren

hoch über der Stadt und rings um uns herum brannten sie alle ein riesiges Feuerwerk ab.

 Besonders die Leuchtballone hatten es uns angetan. Ein Esbitwürfel wird unter dem Ballon angezündet

und bringt den Ballon unglaublich schnell, ich denke mal 5-600 Meter hoch in die Luft, der Wind treibt

ihn dann weit weg bevor man ihn erlischen sieht.

Das Feuerwerk ging bis in die Morgenstunden, wir verabschiedeten uns gegen 2 Uhr ins Bett.

Nach dem Frühstück verkauft mir Markus noch seinen Foto und ein Strommessgerät bevor wir

uns verabschiedeten.

In Panama City war es recht ruhig, alle mussten ihren Kater auskurieren, schien es uns. Wir 

sahen uns die Attraktionen noch mal in Ruhe und am Tag an. An der 

Calzada Amador gingen wir einwenig spazieren und merkten, dass wir hier gar nicht weit vom

Yachthafen und dem pazifischen Eingang zum Kanal, entfernt waren. Dort trafen wir auf einige

Leidensgenossen, die auch in freudiger Erwartung auf die Überfahrt nach Kolumbien waren. 

Ein netter Australier, alleine mit seinem 608er Mercedes unterwegs, erklärte mir nochmals die

morgen anstehende Abwicklung. Wir mussten unbedingt auf einer bestimmten Polizeistation das

DIJ Formular beantragen und unbedingt auch erhalten. Die Polizeistation hat zur Bearbeitung

des Papiers nur von 8-10 Uhr geöffnet und wir mussten das Formular morgen am Freitag erhalten,

um am Montag in Colon auf die Fähre zu kommen. Es soll die einzige im ganzen Januar sein, die

auch Autos befördert.

 

02.01.15 Panama City DIJ Polizeistation 288.662 08.99624 79.54479

Schon um 7 Uhr waren wir vorstellig. Als das Büro um 8 Uhr pünktlich öffnete, waren auch die zwei

Chikagoer Bethany und .... zur Stelle. Die Kontrolle meiner beiden Fahrzeuge brachte einen Fehler in

der Registration, bei der Einreise nach Panama, zu Tage. Irgend ein Idiot machte aus meinem Motorrad-

kennzeichen aus LAU-TZ9 ein LAU-TZ29, und ich Idiot habe das bei der Kontrolle übersehen. So, ich

musste zur erneut zur Zollstation und das ändern lassen. Bei der Zollstation mussten wir 3,5 Stunden

warten und die Polizeistation schloss um 12 Uhr. Amon lernte im Warteraum, während ich nervös herum

lief, einen höheren Beamten kennen. Er gab uns Name und Telefonnummer eines Polizisten, der sich auch

nach 12 Uhr noch unserer Sache annahm.

Um 14 Uhr erschien ich dann mit der geänderten Registration im Verwaltungsgebäude der am Morgen

besuchten Polizeistation. Gegnén 16 Uhr 30 erhielt ich tatsächlich noch mein DIJ Papier. Wir fuhren sofort

zum Ferryexpress Büro. Dort wussten sie noch nichts von der Fähre, die am Montag Autos mitnehmen würde.

Erst als ich den Facebookeintrag von Martin McGowan erwähnte wurden sie läufig und stellten mir sofort das

Ticket aus. Minna mit Motorrad + 2Personenkabine für Dollar 806. Na das ist doch was, wir freuten uns, das 

jetzt doch noch alles im Reinen war, wussten nochnicht, was noch auf uns zukommen wird.

Zurück im Yachtclub machten wir freudig an die anderen Reisenden unseren Bericht.

03.01.15 Panama City Yachtclub 288.702 08.93957 79.55371

Das Wochenende verbrachten wir noch teils in Panama City und am Samstag fuhren wir dann

nach Colon.

Colon ist ein dreckiges Nest, wir liesen noch die Minna waschen und vergaßen unseren roten

Klappstuhl, der uns seit Vancouver Iland, ein Geschenk der 2 netten Holländer, gute Dienste 

geleistet hat, bei der Waschstelle. Als wir später nachfragten, war er natürlich weg.

Als Übernachtungsplatz wählten wir etwas außerhalb, in der Nähe einer Polizeistation, in 

Margeritha, ein ruhiges Plätzchen aus.

04.01.15 Colon Margeritha Polizeistation 288.810 09.32803 79.89308

Den Sonntag verbrachten wir an den beiden Stränden, 27 Kilometer östlich von Colon. Diese

sind nicht besonders atraktiv, aber für eine Nacht, mangels Alternativen, doch empfehlenswert.

05.01.15 Colon Playa Angusto 288.855 09.44296 79.75887

Als wir am Montag um 8 Uhr an das Ferryexpressterminal kamen, trafen wir wieder alle Bekannten

vom Yachtclub in Panama City. Nun ging der erwartete Papierkrieg los. Kopien hier, Kopien da, jede 

50 Cent. Tiger-Lily und ihre Kollegin waren freundlich und geduldig und machten ihre Arbeit außerhalb.

Wenn man jedoch hinter die Kulissen, sprich Büro, einen Blick erhaschen konnte, sah man 6 Frauen,

2 schliefen auf dem Sofa, und der Rest unterhielt sich am Telefon sicherlich in privater Angelegenheit,

das konnte man am Gelächter und Geschnatter erkennen. 

Zu uns gesellte sich noch der australische Motorradfahrer Paul, er wußte nichts von DIJ oder 

irgendwelchen anderen Papieren, die er für die Überfahrt brauchte. Aber er hatte das Glück,

alles hier in Colon noch zu bewerkstelligen und war dann der einzige von uns, der tatsächlich

auf die Fähre durfte.

Ja und was war mit uns ? Wir wickelten alles ab, was uns gesagt wurde, schlugen die Zeit tot mit

irgendwelchen Gesprächen um dann gegen Mittag mitgeteilt zu bekommen, dass wir, aller

Wahrscheinlichkeit nach, nicht auf die Fähre kommen. Grund sei der starke Wind, bei dem der

Kapitän die große Fähre nicht im 90 Grad Winkel zum Kai stellen konnte. So verstanden wir

die Erklärungen jedenfalls. Und da derWind am Nachmittag nicht nachließ, war es dann auch so.

Die Fähre verließ den Hafen ohne uns, uns blieb nur die Hoffnung, dass der Wind bis zum Mittwoch,

also in 2 Tagen nachließ, um dann das ganze Prozedere nochmals durchzuführen und zu hoffen......

06/07.01.15 Colon Hafen 288.888 34.569 09.36044 79.85342

Am Dienstag machten wir, Amon und ich nochmal einen Ausflug zu den beiden Buchten östlich

von Colon.

Es war der 6.1. und Heilig 3 König wir auch hier in Panama ausgelassen gefeiert.

Den Abend verbrachten wir zusammen bei Wein, Bier und Schnaps. Die Laune ließen wir uns 

nicht verderben.

Dann kam der 7.1. und damit ein weiterer Versuch, auf die Fähre zu kommen. Bis 8 Uhr

trafen noch mehrere Motorradfahrer aus Panama ein. Aber für sie bestehen ja so wie so 

keine Probleme.

Wieder ging es an den Schalter, Kopien, Papiere und warten. Der Wind hatte zwar etwas 

nachgelassen, aber wir wußten ja nicht bis zu welcher Windstärke der Kapitän sein Manöver

durchführen konnte.

Auch Kleinmoritz wurde natürlich immer ungeduldiger, obwohl sich seine Eltern Katherina und

Jürgen mit einer Engelsgeduld um ihn bemühten. Moritz war ein halbes Jahr alt, als für ihn die

große Reise begann. Nun ist er 15 Monate alt und bekommt im Juli ein Geschwisterchen, was

seine Eltern in gewiße Zeitnot bringt, da sie im April oder Mai spätestens zu Hause sein wollen.

Es wurde immer wahrscheinlicher, dass wir mitfahren können und unsere Laune verbesserte sich wieder

zusehends.

Und dann kam das ok und wir positionierten unser Autos auf dem Steg.

Die Fähre war schon in Sichtweite bei der Anfahrt und unsere Fahrzeuge wurden nochmal einer 

gründlichen Drogenkontrolle unterzogen.

Fähre im Hintergrund

Nur 2 Autos und wenige Motrräder kamen vom anderen Kontinent.

Nachdem wir unsere Fahrzeuge auf die riesige Fähre gebracht hatten, mussten wir wieder lange

warten, aber wir waren alle gut gelaunt, denn nun konnte eigentlich nur noch wenig schiefgehen.

oben: Antoine, Alex, Andy, Collin, Moritz, der Kleine, Tim,

unten: Ike, Bethany, wir, Katherina, Jochen, Aurelie, Stellita

Das waren 1.095 (65.311) Minna- und 207 (10.945) Mot Km in Panama

weiter auf WR 22 und 22a Kolumbien

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