Costa Rica

Es waren gleich 2 Schlepper, und nachdem ich mit den nicaraguanischen so gute Erfahrungen

gemacht hatte, vertraute ich ihnen und das ist halt meistens ein Fehler. Erst mal musste ich 

120 Dollar für die Versicherung von Auto und Motorrad abdrücken, der polizeiliche Eintrag der

Fahrzeuge wurde mit 40 Dollar berechnet. Nach ca 90 Minuten kam der eine der Beiden und

versuchte mir zu erklären, dass die Polizei nun zumache und wenn ich ihnen nich 60 Dollar

geben würde, müsste ich bis morgen warten. Ds war mir dann doch zuviel und ich machte 

mich selber auf den Weg zur Polizei. Hier merkte ich dass die Beiden sehr unruhig wurden, das

mit der Polizei stellte sich als Lüge raus und ich lies mir meinen Pass und die Versicherungsunter-

lagen aushändigen. Sie hatten nur mein Auto versichert und 37 Dollar bezahlt. Ich bestand auf

die Motorradversicherung und nach einer weiteren halben Stunde bekam ich sie für 23 Dollar. Die

Polizeistation erledigte die Kontrolle ohne weiteres Geld zu fordern. Die zuviel bezahlten 60 Dollar

an die Schlepper, bekam ich natürlich nicht mehr zurück. Nach 3 Stunden konnte ich dann

endlich weiterfahren und erreichte die Finka Castilla der beiden Schweizer Angi und Guido gegen

16 Uhr. Da auf dieser Finca sich alles trifft, was nord- oder südwärts fährt, traf ich hier auf einige

andere Reisende.

 

Costa Rica
Land
  1. Costa Rica ist ein Staat in Zentralamerika, der im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama grenzt. Im Osten ist er durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik begrenzt. Das Land gilt als eines der fortschrittlichsten Lateinamerikas
  2. Vorwahl: +506
  3. Währung: Costa-Rica-Colón
  4. Amtssprache: Spanische Sprache

Flora und Fauna


 
Costa Rica Colibrì

Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Das Land ist bekannt für seine Biodiversität und umfasst zwölf unterschiedliche Vegetationszonen, darunter Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen-, Nebel- und Trockenwälder sowie den páramo, eine alpinen Hochebene in über 3.000 Meter Höhe. Mit einer Landfläche, die zu über einem Viertel unter Naturschutz steht und einem Vorkommen von rund 5% aller bekannten Arten gehört Costa Rica zu den artenreichsten Ländern der Erde. Darüber hinaus leben hier ein Zehntel aller Vogelarten.

Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. den Klassiker, den tropischen Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am Golfo Dulce bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, der Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere. 

17.11.14 bis 20.11.14 La Cruz Finca Canas Castillas bei Agi und Guido, den Schweizern Cost Rica 11.12184 85.59412

285.695 33.642 http://www.canas-castilla.com/

Hier bei Agi und Guido, das ist ein rechter Wohlfühlplatz. Agi s Küche ist zauberhaft, ob Frühstück oder Abendessen,

alles wird mit Liebe und Sachverstand zubereitet. 

Ein Papagei über der Anlage.

Die Attraktion, ein Faultier, das als Junges vom Baum gefallen ist, fühlt sich auch im Käfig,

sichtlich wohl. Ein Älteres kann man ab und zu hoch in der Baumkrone beobachten.

Im träge vorbeifließenden Fluß  hält sich ein ausgesetzter Aligator schon seit mehreren Jahren

auf. Auch der ist immer wieder mal zu sehen.

Am Montag fuhr ich mit dem Motorrad über La Cruz an die nahegelegene Pazificküste zu herrlichen

Stränden, der schönste war die Rajada Beach.

Natürlich hält auch der Tourismus Einzug und so entstand das Al-incluse Hotel "Dreams".

Kleine, aus Südafrika eingeführte Strauße, werden hier in einer Farm seit 2 Jahren gezüchtet.

Wahrscheinlich liefern sie hervorragendes Fleisch für die Hotels und Restaurants.

Am Mittwoch bin ich nochmal in die Rajadabeach zum Schnorcheln gefahren.

Abends saßen wir dann beim Kotteleteessen alle zusammen

Im Vordergrund Florian aus Burgthann, lebt jetzt in der Schweiz, gegenüber Stefan aus Ingolstadt,

neben mir Philip aus Bern , gegenüber seine Freundin Gaby und ganz oben Janette und Freddy aus

Zürich. Die beiden sind mit einem weißen hochgelegten Allradsprinter unterwegs nach Südamerika.

Möglich dass wir uns noch öfter treffen werden.

Nationalparks in Costa Rica, Schutzgebiete und Sehenswürdigkeiten

 

Nationalparks Costa Rica - Central Region

ZentralregionCosta Rica Nationalparks

Nationalparks Costa Rica - Northern Region

NordregionCosta Rica Nationalparks

Nationalparks Costa Rica - Atlantic / Caribbean

Atlantik / Karibik Costa Rica Nationalparks

Nationalparks Costa Rica - North Pacific

Nordpazifik Costa Rica Nationalparks

Halbinsel Nicoya:

Nationalparks Costa Rica - Central Pacific

Zentralpazifik Costa Rica Nationalparks

 

Nationalparks Costa Rica - South Pacific

Südpazifik Costa Rica Nationalparks

 

Costa Rica Nationalparks

Costa Rica Colibrì

Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Das Land ist bekannt für seine Biodiversität und umfasst zwölf unterschiedliche Vegetationszonen, darunter Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen-, Nebel- und Trockenwälder sowie den páramo, eine alpinen Hochebene in über 3.000 Meter Höhe. Mit einer Landfläche, die zu über einem Viertel unter Naturschutz steht und einem Vorkommen von rund 5% aller bekannten Arten gehört Costa Rica zu den artenreichsten Ländern der Erde. Darüber hinaus leben hier ein Zehntel aller Vogelarten.

Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. den Klassiker, den tropischen Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am Golfo Dulce bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, der Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere.

Stefan aus Ingolstadt, arbeitet bei Audi, fährt aber BMW und Florian aus Burgthann, jetzt Schweiz.

Stefan und Florian nehmen freundlicherweise ein paar Sachen von mir mit nach Deutschland,

damit die Minna wieder leichter wird.

Hermann (aus Deutschland Karaokesänger) und Manfred (Hotel in Costa Rica) 

Agi in Aktion

Janette und Freddy aus Zürich

Nach 4 Tagen verlasse ich die Finca und fahre nach Liberta, dort gelüstet es mich nach einem

Steak, seit St. Miguel de Aliente hab ich kein so gutes Steak mehr gegessen wie hier.

Von hier aus führt mich mein Navi wieder auf Irrfahrt durch die Berge und abends komme ich

zufälligerweise in Los Hornillas an. Das ist direkt unter dem Vulkan Miravalles, dort wollte ich zwar

nicht hin, aber es war eine interessante Entdeckung. 

21.11.14 Los Hornillas 285.812 33.798 Costa Rica 10.71343 85.17633

Für die Übernachtung und den Eintritt in die Schwefelquellen bezahlte ich 35 Dollar.

Als ich am frühen Morgen in das Gelände wollte, musste ich mich noch gedulden, so

wie Hund, Waschbär, und viele Pfauen, die alle auf ihr Futter warteten.

Um 9 Uhr war dann endlich Einlass und so konnte ich ganz alleine einen Spaziergang

durch den Krater machen. Überall blubberte und rauchte es. Außerdem stank es 

furchtbar nach Schwefel, aber das haben eben Schwefelquellen so an sich, dafür sollen

sie und der Schlamm ja sehr gesund sein und wie man so sagt, die Haut verjüngen.

Während ich ein bisschen in den verschiedenen Becken plantschte, kammen auch noch

ein paar Amerikaner.

Auch sie verjüngten sich mit dem Schlamm, für einige wäre es besser gewesen, wenn der

Schlamm überflüssige Pfunde mit sich genommen hätte.

Nachdem ich dann auch noch einen Saunagang absolvierte dusche ich mit Kalt-

und Heißwasser und verließ die gesunde Stätte.

Ich wollte wieder zur Pazificküste, da Costa Rica nicht besonders breit ist, sind die

Entfernungen zu Atlantik und Pazificküste immer unter 100 Kilometer.

Unterwegs kehrte ich noch im "Cafe Europa" ein, geführt von einem deutschen

Bäcker, Hans. Er vertreibt seine Waren im ganzen Land. Leider hab ich ihn nicht

angetroffen. 

Als ich noch ein paar Sachen einkaufte, fragte mich die kleine, nette Costa Ricanerin,

ob sie derweil auf mein Auto aufpassen dürfe. Natürlich erlaubte ich ihr das und sie 

verdiente sich ein kleines Trinkgeld.

Abends kam ich am Playa Grande an, eine herrliche Bucht, wo ich dann gleich übernachtete.

22.11.14 Playa Grande 285.942 33.798 Costa Rica 10.33650 85.85011

Am nächsten Morgen wollte ich weiter der Küste in Richtung Süden fahren, doch plötzlich

war der Weg zu Ende und ich befand mich an einem schönen Hotel- Restaurant mit

Swimmingpool.

Da bot es sich an, mal einen Tag Erholungspause einzulegen.

Am Spätnachmittag wurde es mir langweilig und so beschloss ich weiterzufahren.

Dabei kam ich als nächstes nach Playa de Tamarindo. Das ist wahrscheinlich das 

Las Vegas von Costa Rico. Nachdem ich einmal am Strip durchgefahren war, nicht 

mal einen Parkplatz fand um einige Fotos zu schießen, fuhr ich weiter. Es war inzwischen

wieder mal dunkle Nacht und ich befand mich auf einer Off-Road-Piste, als sich plötzlich 

von rechts nach links eine, 1,5 Meter lange Boa oder Python vor mir über den Weg

schlängelte.

Da es schon nachts war und mein Foto dann nicht mehr beste Qualität liefert, hab ich

das Picture trotzdem in meinem Blog verwendet, die erste große Schlange, die ich zu

Gesicht bekam. Ich stieg auch aus, um sie von der Nähe zu betrachten, aber ruck zuck

war sie im Graben verschwunden.

EinpaarKilometer weiter war ich in Mabella an einem Hotel. wo ich nach einem Getränk,

auch übernachten konnte.

23.11.14 Mabella 286.017 33.798 Costa Rica 10.08381 85.76624

Ohne Frühstück fuhr ich los, irgendwo werd ich schon ein Restaurant finden, jede Bucht

sah ich mir an, traumhaft, aber an den Lokalen stand immer ab Lunch , no Breakfast.

Bei einigen Flussdurchfahrten hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Es war nicht die Tiefe

es war der schlammige Untergrund, der meiner Minna ab und zu den Antrieb verwehrte.

Auch im schweizer Hotel Rancho Suizo konnte ich kein Frühstück bekommen. Erst traf ich 

niemanden an und als ich auf dem Rückweg vom Strand nochmal dort hielt, traf ich die 

Inhaberin aus der Schweiz doch noch, sie hätte noch nicht Saison, ich sollte doch wo

an der Hauptstrasse nach einem Lokal suchen.

 

6 Kilometer vor Samara erreichte ich das letzte Hindernis und ich machte mich auf, zu Fuß

die Tiefe des Flusses zu erkunden. Nachdem selbst meine kurze Short nass wurde, gab ich auf,

und ging zurück, das wollte ich nicht riskieren.

Ein costarikanisches Taxi hatte sich beim Wenden auf der anderen Seite schon

eingegraben.

Ein kanadisches Pärchen, aus Toronto, fragte mich dann, ob sie es mit ihrem 4wheeldrive

wohl schaffen könnten, und nachdem ich ihnen sagte, nicht vom Gas zu gehen, startete er

und ging im 1.Gang, mit Vollgas, dann durch.

Ich nahm 15 km Umweg in Kauf, vernünftig, wie ich denke, und hatte dann noch eine

Begegnung der besonderen Art, mit Rodney. 

Rodney kommt aus New York, und war mit seiner roten BMW auf der Baja California unterwegs,

als wir auch dort waren. Wir waren damals zusammen Essen und trieben uns auf dem

Malecon herum. Seine Freundin lernten wir auch noch kennen, sie besuchte ihren Rodney auf

der Baja. Nun alles ganz normal.

Kurz vor Samara musste ich an einer einspurigen Brücke warten, und wer kam mir entgegen, in

einem weißen Leihwagen, es war Rodney und er erkannte natürlich die Minna und schrie mir

entgegen" Wiiiillliiiii ". Wir begrüßten uns herzlich, so ein Zufall, treffen wir uns nach fast einem

Jahr hier in Costa Rica. Wir machten aus, dass er mich auf dem Aloha Campingplatz in Samara

besuchen kommt.

Ich fuhr dann zum Aloha Campground und bezog schlug dort mein Lager auf. Der Campground

ist so , na ja, aber die Inhaber sind sehr freundlich, an die Toilette werde ich mich auch gewöhnen,

Internet gibts in den Lokalitäten im netten Ort Samara.

Auch der Strand ist herrlich.

24.11.14 bis 27.11.14 Samara Camping Aloha 286.090 33.798 Costa Rica 09.87997 85.53057

Noch am selben Tag erkundete ich die Stadt, nicht zu groß und nicht zu klein, angenehme

Athmosphere, aber wie Costa Rica allgemein, sehr teuer, teurer als bei uns zu Hause, wenn

man mal Essen geht.

Das tat ich auch und traf dabei Susi und Vanessa aus einer Stadt, die 450 km nördlich von 

Quebec liegt. Sie erzählten mir von ihrer Heimat und wie kalt es bei ihnen zur Zeit ist.

Das Essen im Arriba war grottenschlecht, das Rindfleisch so zäh, dass es nicht zu beissen war.

Auf meine Reklamation hin wurde mir gesagt, dann muss ich eben was bestellen. was ich 

beissen kann. Danke für den Hinweis, Arriba, Wein gut, Essen Note 6.

Am nächsten Tag besucht mich Rodney, er war in New York sehr krank, hatte mit dem Tod zu

kämpfen (Tromposen) ist aber wieder gesundet und fühlt sich sauwohl, deshalb macht er 4

Wochen Urlaub in Costa Rica.

Ariane und Hedi aus Hamburg gesellen sich auch zu uns, Sie haben ihr Gastronomiegeschäft

in Hamburg verkauft und wollen die nächsten Jahre in Costa Rica verbringen.

Nachmittags und abends schüttet es, was runter kann, alles ist überschwemmt und als 

ich am nächsten Morgen frühstücke neben der Minna, sehe ich dass das rechte Vorderrad

der Minna platt ist. 

Mit meiner Handpumpe gebe ich dem Reifen 2 bar und fahre zum Vulkaniseur. 

Einen Reifen hat er natürlich nicht, schon gar keinen in der richtigen Größe. Aber er

findet das Loch, feilt es aus und stopft irgendein Material hinein. Na gut, ich hoffe mal,

dass es bis San Jose hält.

Wieder mal fuhr ich mit meinem häßlichen Entlein auf Entdeckungstour, teils am Strand,

teils auf der Straße entlang der Küste.

Flußdurchfahrten, nicht für die Minna, mit dem Moped gings schon noch.

Und dann war plötzlich ein Ameisenbär vor mir, er war gar nicht so scheu und

wartete, bis ich meine Kamera im Anschlag hatte. Ein niedlicher Genosse in Freiheit.

Als ich zurück am Campground war, 2 Überraschungen, einmal stattete mir eine Schlange
 
einen Beuch ab. Anfassen nicht ratsam, in Costa Rica leben die giftigsten Schlangen der Welt,
 
und 80 % aller Schlangen hier sind giftig, wie man mir in einem Restaurant erklärt.

Dann versucht sie doch tatsächlich irgend ein Schlupfloch ins Innere der Minna zu finden.

Gefährlich, weil ich meistens die Fenster einen Spalt offen lasse.

Die 2. Überraschung, neue Gäste hatten sich eingefunden, Katherina, Jochen und Sohn Moritz

aus Düsseldorf mit ihrem Iveco Magirus LKW. Sie sind im Juni 14 in Hallifax gestartet, von dort

ging es nach Alaska, dann über Kanada wieder in die USA. Mexico und Zentralamerika war ihnen

dann mit Kleinkind zu gefährlich und so flog Katherina mit Moritz von Arizona nach San Jose in

Costa Rica und Jochen machte die ganze Strecke in 9 Tagen mit dem LKW.

Am Donnerstag, dem 27.11. packte ich wiedermalmein Köfferchen, aber bevor ich Samara verließ,

ließ ich mir noch einen Crepe bei David im Naturladen schmecken. Er ist ein netter Kerl und bemüht 

sichseine Gäste zufriedenzustellen, das merkt man ihm an.

Die Strasse nach Nicoya war wieder einmal, nach langem Offroadfahren, geteert. Über einen

Schuttplatz und nach einer Flussdurchquerung (Navi), kam ich auf die 21er.

Dann uberquerte ich die 1er, die Panamerikana und kam nach Las Juntas. Da es noch relativ früh war,

ließ ich, in einer Reifenwerkstatt, mein Reserverad, den Barumreifen, auf die Vorderachse wechseln.

Es war mir sicherer, als mit dem notgeflickten Conti zu fahren. Der Monteur sah die Flickstelle und

beseitigte das rostfarbene Material und setzte einen Flicken fachmännisch in den Mantel. Jetzt

könne ich mit dem Reifen fahren, als wärs ein Neuer,  erklärte er mir. Ich nahm ihn trotzdem lieber

als Reservereifen. Auch der Monteur brauchte über eine halbe Stunde, um das Reserverad wieder

hochzuhebeln und festzuschrauben. Ich tat mich damals in Whitehorse noch etwas schwerer und

brauchte 2 Stunden.

Kurz nach der Ortschaft verwandelte sich die Strasse wieder in eine Offroad und es begann zu

regnen. So wurde es doch wieder dunkel, bis ich Santa Elena erreichte. Vergebens versuchte ich

einen Campground zu finden, ber ich sah den Iveco von Katherina und Jochen und parkte daneben.

Hungrig wie ich war machte ich mich auf in ein Restaurant und fand dort die nette Gesellschaft von

2 Leipzigerinnen, die mit dem Leihwagen in Costa Rica unterwegs waren.

Der Wind entwickelte sich nachts zum Sturm und riß mir meine aufgeklappte Dachluke weg, die ich 

dann draußen im Schlamm wieder holen musste. Vergeblich versuchte ich die Luke wieder in ihre

Fassung zu bringen.

28.11.14 Santa Elena 286.229 33.880 Costa Rica 10.31674 84.82342

Da der Regen und der Sturm nicht nachließ, fuhr ich gleichmal in eine Werkstatt, um mein

Schlafzimmer wieder abzudichten.

Danach suchte ich den Eingang zum bekanntesten Nationalpark Costa Ricas, dem Bosco Nuboso

Monteverde. Es regnete so stark, das eine Besichtigung nur mit Guide stattfinden durfte. Somit

wartete ich erst mal ab und als es gegen 11 etwas nachließ, konnte ich den NP auch ohne Guide

betreten, was im Nachhinein ein Fehler war. Ich konnte auf 6 Kilometer nur 2 kleine gelbe Vögel

ausmachen, mit Guide hätte ich bestimmt mehr gesehen. Der Regenwald selbst konnte mir nichts

neues geben. 

Auch auf den Miradors konnte man wegen der Bewölkung nichts ausmachen.

Völlig durchnässt kam ich dann am Ausgang an und ging ins dazugehörige Restaurant. Das Gebiet

um Monteverdi wurde von Quäkern seit 1951 aufgebaut. Sie sind bekannt für Käse- und

Wurstspezialitäten. Deshalb bestellte ich mir ein warmes Käse- Schinken-Salami Sandwich,

hervorragend.

Zurück in Sant Elena machte ich noch einen kleinen Stadtrundgang, aber der Sturm und der

Regen trieb mich weiter.

Wie üblich, über sehr schlechte Strassen erreichte ich vor Sonnenuntergang ein Steakhouse in

der Nähe von Tilaran, aß ein zähes Filet und konnte auf dem Gelände auch übernachten. Bis spät

spielte Discomusik und Karaoke.

29.11.14 Tilaran Restaurant 286.290 33.880 Costa Rica 10.48451 84.95892

Nach 27 Kilometern, nun bessere Strasse, erreichte ich Nuova Arenal und kehrte bei Tom,

einem Allgäuer, seit 17 Jahren hier, in seiner German Bakery ein. Es war wahrscheinlich

einmal nur eine Bäckerei, inzwischen ist es ein hervorragend gehendes Restaurant.

Tom, wie ich gerade erfahren habe, würde auch gerne verkaufen und was Neues beginnen,

VB § 150.000, also schon der 2. nach dem Hamburger in Nicaragua, der seine Kneipe für

§ 50.000 an den Mann bringen möchte.

30.11.14 bis 02.12.14 Arenal See Hotel Hereos 286.368 33.880 Costa Rica 10.47576 84.83070

Hier haben die Schweizer Franz und Selena Ulrich Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts 

begonnen, ein schweizer Dorf aufzubauen, was ihnen mit Kuhstall, Weiden einigen Wohnhäusern

und letztlich das Hotel, sehr gelungen ist. Eine besondere Attraktion stellt die kleine Bahn, mit der 

Touristen durch die Finka, bergauf und bergab, gebracht werden.

Leider ist Franz letzte Woche, 84jährig, an Herzinfarkt gestorben.

Auf dem unteren Parkplatz konnte ich die Minna abstellen und den Strom anschließen.

Das Hotel wird stark frequentiert und so traf ich zu einem kleinen Plausch, Andy und Susi

aus München und Thomas und Christine aus Zofinga in der Schweiz.

Gegen Mittag brach ich dann bei erstmal schönem Wetter mit dem Motorrad zu einer 

Erkundungsfahrt auf.

Erst interessierte mich die riesengroße Finka der Hotelbesitzer und ich erklamm den steilen

Berg und hatte eine wunderbare Aussicht auf den See.

Weiter Richtung Staudamm bog ich nochmal links den Berg hinauf zu einer Hotelanlage

mit guter Sicht zum Vulkan Arenal. Aber er ist, wie es eben die meisten Vulkane an sich

haben, fast nie wolkenfrei.

Am Staudamm dann die nächste Rast und Alesandro lieh mir mal kurz seine Freundin,

für ein Foto.

Dann gings offroad am See entlang bis Castillo, wo ich bei Pizza Johns eine klasse,

aber schon sehr teure Pizza aß. Gesellschaft leistete mir der Amerikaner,Michael

Copeland, der hier im Ort Häuser für reiche Amis baut und im Umkreis Reparaturen

aller Art übernimmt. Er wohnt auch schon ca 15 Jahre hier und seit John (von Pizza

John), vor einem Jahr gestorben ist, hilft er auch der Witwe im Lokal.

Im oberen Ortsteil wollte ich ein Schlangenmuseum besuchen. Ich wollte mich einer

Reisegruppe anschließen, aber das klappte dann doch nicht ganz. Als ich den

Eintrittspreis erfuhr, 22 Dollar, haut es mich fast vom Hocker. Der Wärter erklärte

mir im Beisein von Dolmetscherin Isabella, einer jungen Deutschen, die hier für 100 Euro

monatlich, ein Entwicklungsjahr absolviert, folgendes. Warum, und er lächelte schelmisch,

sollen wir nicht so einen hohen Preis verlangen, die Touristen zahlen doch jeden Preis.

da hat er schon irgendwie recht und als ich Touris wegen der hohen Preise hier ansprach,

bekam ich immer dieselbe Antwort, wir haben ja vorher schon gewußt, dass Costa Rica etwas

teuerer ist, und da wir ja nur einmal hierher kommen, ist uns das egal. Mal sehen wie weit

die Spirale noch weitergeht. Ich bin jedenfalls nicht bereit jeden Preis zu zahlen. Es werden

sich auf meinem Weiterweg günstigere Möglichkeiten ergeben, Museen und Parks anzusehen.

Isabella

Die frechen Nasenbären warten am Straßenrand, dassTouristen mit ihren Leihwägen

anhalten und ihnen was zu fressen geben.

Abgeschlossen habe ich meine kleine Rundfahrt mit einem Besuch im Misticopark. Es

handelt sich hier um einen künstlich angelegten Naturpark. Auf den 3,5 km langen

Rundweg überquert man 6 Hänge- und 10 normale Brücken. Als besondere Atraktion

kann man einen Wasserfall besichtigen. Mit viel Glück begegnet man Affen, Spinnen

und Schlangen.

Aber nachdem ich heute schon mal aus Preisgründen einen Verzicht erklärt habe, bleibe

ich meiner Lienie treu und verzichte, 24 Dollar ist einfach zu viel des Guten.

www.misticopark.com

Am Montag besuchte ich nochmal Tom in seiner Bäckerei und genoß seine Bratwürste.

Dabei lernte ich die beiden Freiburger Amerikareisenden, Annette und MH kennen. Sie

haben es eilig und wollen am 15.12. nach Kolumbien übersetzen und im Mai in Ushuaia

sein. Bei Regen ging es zurück zur Minna. Dort lud ich mein Motorrad noch auf, morgen

will ich weiterziehen.

Etwa 5 Kilometer nach dem Arenalseedamm, erscheint die Hotelanlage Tabacon. Tom, aus

der Bakery, gab mir noch den Tip, kurz davor zu parken, dort könnte man kostenlos im warmen

Thermalfluß baden, was im Tabacon 85 Dollar am Tag kostet. Das nahm ich an.

Die Schweizer, Christine und Thomas, schwärmten von der Thermalanlage Spring

Spa Resort, etwa 10 km vor La Fortuna. (www.thespringscostarica.com 10.51934 84.68868)

Die Anlage ist auf einem Weg, der links von der Strasse abgeht und 3,5 km, bergauf, in

Richtung des Vulkans führt. Man traut seinen Augen nicht, dass so abgelegen so eine tolle

Anlage wartet. Da es schon nachmittags war und eine Eintrittskarte (50 Dollar) für 2 Tage gilt,

nahm ich mir das Abenteuer für morgen und übermorgen vor und fuhr nach La Fortuna.

Kaum war ich angekommen, hupt mich jemand an und überholt. Kaum zu glauben, aber

war, es waren Bärbel und Joachim, die Langzeitparker auf San Miguel de Alliende, und die

Betreiber der Panamerikana Internetseite. Wir freuten uns natürlich über das zufällige

Treffen und tauschten natürlich Neuigkeiten, bei einer Cola, aus.

Dann suchte ich mir einen Platz in La Fortuna, ließ mir eine Pizza schmecken und sah

mir die Stadt an.

Am Stadtpark schlug ich mein Nachtlager auf.

03.12.14 La Fortuna 286.409 33.999 Costa Rica 10.47158 84.64545

Um 9 Uhr war ich an der Pforte des Hot Spring Spa Resorts und löste mein Ticket.

 

Die Anlage ist sauber und das Personal freundlich, die Preise für Essen und Trinken sind

natürlich wieder vollkommen indiskutabel.

das sind alles kleine Bier 0,33 l.

Es regnete immer wieder, aber wir sind ja mitten im Regenwald.

Mit eingeschlossen in meinem Ticketpreis war eine Führung durch den Zoo.

Der Guide, Jonothon, wußte wie er mit der Gruppe umgehen musste.

Er zeigte uns Krokodile

Tukane

Faultiere

Spydermanaffer, hier, Mike Tyson, hat einem andern Spyderman im Kampf ein Ohr abgebissen.

Ozelotte

Silberfüchse

natürlich auch Nasenbären

und Pumas

der freundliche Busfahrer Alfredo brachte michdann wieder zurück zu den Thermalbecken.

04.12.14 La Fortuna The Springs Spa Resort 286.423 33.999 Costa Rica 10.51934 84.68868

Auch der 2 Tag war sehr erholsam. Bis gegen 13 Uhr genoss ich den Whirlpool und die

anderen Becken. Dann ging es das 4. Mal nach La Fortuna, In einem Sodarestaurant bekam

ich ein Steak, so 200 Gramm, für 6 Dollar. 

Auf dem Weg nach Puntarenas überholte mich die Polizei und zeigte mir an, zu halten. Sie 

hatten mich so überrascht, dass ich nicht einmal mehr dazukam, den Sicherheitsgurt 

anzulegen, gleichzeitig sah ich auch, dass keiner von ihnen angeschnallt war. Sie waren

superfreundlich und woltten mir nur anzeigen, dass sich das Motorrad bei Unebenheiten

bewegt, aber ich hatte gleich das Gefühl, dass sie noch was anderes im Schilde führten.

Nachdem ich die Gurte nochmal weiter gespannt hatte, fuhr ich keine 5 Kilometer und sie

stoppten mich erneut. Nach einigem Hin und Her, wo ich denn hinfahre, fragten sie mich,

ob ich den einen Kollegen mit nach San Ramon, ca 65 Kilometer, nehmen könnte. 

Kein Problem und schon saß er auf dem Beifahrersitz. Minna nun mit Polizeischutz. Wir

versuchten uns in einigen Gesprächen, was dann aber meist in Gelächter endete. Er sprach kein

Englisch und ich nur ein paar Brocken Spanisch, und beim Fahren, besonders auf dieser kurven-

reichen Strasse, war mit Händen und Füssen wenig zu machen. Er führte 2 Telefongespräche,

daraus konnte ich schließen, dass er es sehr eilig hatte. In San Ramon, einer schönen Stadt, über

1000 Meter hoch gelegen, lieferte ich ihn ab. Er bedankte sich herzlich, aber ob mir das bei einer

weiteren Kontrolle +Punkte birngt, weiß ich natürlich noch nicht.

In Puntarenas angekommen war es wieder einmal finster, ich fuhr noch bis zum Ferry-Terminal,

wo ich erstmal überlegte, wohin ich weiterfahren werde und kam zu dem Schluß, nicht nach

Montezuma, dafür an die Playa Esterillos zu fahren (reine Bauchentscheidung), also brauchte ich

auch keine Fähre. In einem Restaurant trank ich noch ein Glas Wein und traf dabei ein israelisches

Paar, die auf die Fähre warteten und nach Santa Theresa, in der Nähe von Montezuma, unterwegs

sind.

Den Abend schloss ich ab mit einem kleinen Spaziergang an der Strandpromenade, wo ich mir dann,

als Betthupferl, einen kleinen gegrillten Fleischspieß kaufte. Der einsetzende Regen trieb mich in mein

Schlafgemach.

05.12.14 Puntarenas 286.587 33.999 Costa Rica 09.97615 84.84983

Morgens noch ein Blick, wo ich ursprünglich hinwollte, Richtung Montezuma.

In meinem Reiseführer hab ich von einer deutschen Stiftung gelesen, dem Iguna Nationalpark.

Da er hier in der Nähe ist, hab ich ihn als mein nächstes Ziel ausgewählt. Hier werden die

Leguane geschützt aufgezogen und nicht wie in der Wildnis, wo jedes 100ste Ei einmal ein

Leguan wird, sondern 90 % der Eier, werden Nachkommen. Als ich den Park erreichte,

erklärte man mir, dass er schon seit 10 Jahren nicht mehr in Betrieb sei, dafür hätte man den

Erlebnispark Tirubri eröffnet.

Na gut, dann halt dahin.

So kam ich praktisch zu meiner Prämiere, zum "Canopying". Über meinen Behindertenausweis

erließ man mir, nach der Frage, ob ich Canopying mit meiner Behinderung überhaupt machen

könnte, 35% Nachlass und musste also nur 32 Dollar bezahlen. Die Tour erstreckte sich über

8 Stationen, wobei sich der Adrenalinausstoss immer mehr steigerte.

Die 8. Station ging dann schon über 700 Meter, mit wippen und 65 km/Std. Ich hatte mich nach

300 Meter verdreht, mit Blick nach hinten und bekam mich nicht mehr in die richtige Position. Da

ich vor Erreichen der letzten Plattform, auch mit der rechten Hand am Seil zu bremsen hatte, machte

sich schon leichte Panik breit. Aber es ging gut und hat auch noch Spass gemacht.

Tatsächlich sah ich doch das erste rote Arapaar (Papageien) bei meinem aufregenden 

Canopyingabenteuer.

Er half mir bei meinem letzten Stop.

Weiter gings dann, an der Pazificküste entlang und ich erreichte die bekannte Brücke, wo

sich auf den letzten 30 km des Flusses angeblich 5.000 Krokodile aufhalten sollen. Unter diesr

Brücke werden sie auch noch gefüttert, d.h. dass hier sich besonders viele Exemplare aufhalten.

Der kleine Leguan ist mir dann kurz vor Jaco auch noch begegnet.

Jaco erreichte ich noch am Spätnachmittag, ein Ami zeigte mir den Weg zu einem Deutschen,

Manfred, der hier ein sehr schönes Hotel verwaltet. Leider konnte ich, aus Platzgründen, nicht

auf seiner Anlage bleiben. Er wies mir allerdings den Weg zu einem Campingplatz, fast direkt

am Pazific. Dort schlug ich mein Lager auf, für 7 Dollar die Nacht, das ist ok.

06.12.14 bis 08.12.14 Playa Jaco Campground 286.700 33.999 Costa Rica 09.61176 84.62695

Als ich am Morgen die Minnatüre aufmachte, saßen 3 Arapaare gegenüber auf dem Baum, leider

ergriffen sie die Flucht, als ich meinen Foto in Stellung brachte. Aber es gibt sie.

Hier machte ich ein paar Erkundungsfahrten, der andauernde Regen ließ mich dann immer

wieder umkehren. Am Wochenende füllte sich der Platz, junge Leute kamen, meist aus San

Jose und genossen Alkohol und Drogen. Warm wurde ich mit Jako nicht und deshalb verließ ich

die Stätte schon nach 3 Tagen.

09.12.14 bis 11.12.14 Uvita Camping El Tecal 286.832 33.999 Costa Rica 09.15399 83.73234

Nördlich von Uvita zieht sich der herrliche breite Sandstrand. Im Pazific kann man zur Zeit,

November bis Februar, wenn man Glück hat, Wale mit ihren Jungen beobachten.

 

Natürlich drehe ich auch hier mit dem Motorrad meine Strandrunden.

Beim Vespern treffe ich 3 Radfahrer, das ist ja immer interessant und auch die sind oft schneller

unterwegs als ich. Alan war im April noch auf der Baja California, vorher ist er von Frankreich,

quer durch Europa und Asien bis Thailand geradelt, schiffte dannüber nach San Franzisko,

Mike startet vor einem Jahr in Mississippi und bei Elife ist es schon 2,5 Jahre her, daß sie Istanbul

verlassen hat. 

Alan aus Frankreich, Elife aus Istanbul und Mike aus Mississippi.

Die 3 waren alleine untewegs in Richtung Süden und trafen in Nicaragua aufeinander. Weil sie 

die gleiche Richtung, Argentinien haben, reisen sie seitdem zusammen. Wenn sie nicht gar zu

schnell sind, werde ich sie bestimmt nochmal sehen.

Am Mittwoch auf meiner Ausflugsfahrt in Richtung Süden, versuchte ich mehrmals durchs

Gelande an den Strand zu kommen.  Nach einer Flussdurchquerung mit anschließender 

Lehmauffahrt, blieb wieder mal ein Schlappen im Lehm stecken und ich musste zurücklaufen

und meinen Schuh holen.

Später erreichte ich ein Gartenlokal hoch oben am Berg mit einer Teichanlage und einer 

Fischzucht.

Endlich konnte ich dort wiedermal meine Anglerqualitäten unter Beweis stellen und mir

mein Mittagessen selber fangen. 4 kleine Fleischsückchen und eine Astangel stellte mir die

Wirtin zur Verfügung. Nachdem die Fische mir 3 Mal das Köderfleisch geklaut hatten, biss

beim 4. Stück ein Prachtexemplar, wie mir die Betreiberin bestätigte, an.

Satt, besichtigte ich noch einen Wasserfall und machte mich dann auf meinen Nachhauseweg.

Dann sah ich noch ein Schild, Bavariarestaurant, da musste ich noch kurz vorbeischauen und

lernte Gerhard kennen.

Gerhard, aus Memmeingen, Gastronom, seit 8 Jahren hier auf seiner Finka.

Neue Gäste auf dem Campground Kristell und Dave aus Edmindton, Kanada.

Nachdem sich auf dem sogenannten Wohlfülplatz El Tekal wieder pünktlich um 7 Uhr morgens,

die Rasenmäher und der Kompressor einschalteten, beschloss ich mein Lager zu verändern und

fuhr in Richtung Süden. Nach etwa 100 Kilometer, traf ich Alan, Elife und Mike, die Radlergruppe,

ausgerechnet, als Alan gerade einen Reifen reparierte. Wir plauschten noch eine Weile und setzten

dann unsere Fahrt zu verschiedenen Zielen fort.

Mein Ziel war die Halbinsel Osi, ganz im Süden Costa Ricas, vor der Grenze zu Panama am Pazific.

Tom, von der Bakery am Arenalsee gab mir den Tip, wenn ich da unten bin, soll ich unbedingt bei 

Walter und Moni aus Nürnberg, vorbeischauen. Sie betreiben einen Yogaplatz, 5 Kilometer nach

Puerto Jiminez. Nachdem die relativ gute Strasse in eine Holperpiste nach Jiminez überging und ich

einen Deutschen traf, der mir dringend abrat, dort weiterzufahren, machte ich kehrt. Bis zum 

Yogainstitut seien es noch 25 Kilometer mit Flußdurchfahrten, die i.M. für meine Minna nicht

machbar wären. Ich fuhr zurück bis Chaharitte und übernachtete.

12.12.14 Chaharitta 287.084 34.137 08.79910 83.25358

Auf dem Weg zum Mirador de Quetzeles, meinem heutigen Ziel, kam ich schon mal ganz nahe an

Buenos Aires vorbei. Das könnte ja ein Endziel meiner Weltreise sein. Dort oder in Montevideo 

will ich ja am Ende zurück nach Europa verschiffen, aber das hat ja noch eine Weile Zeit.

Am Todesberg, dem höchsten Pass Costa Ricas, 3.350 Meter, gab es mal wieder einen Stau, wegen 

Ausbesserungsarbeiten. Warum das hier eine Todesstrasse sein soll, verstehe ich nicht. Es geht zwar

von 600 Metern bis 3.350 Meter stetig bergauf, auf der andern Seite natürlich bergab, aber die meisten

Kurven sind doch übersichtlich, der Belag ist gut und trotz des ständigen Regen fühle ich mich auf dieser

Straße doch ziemlich sicher, kein Vergleich zu den Todesstrassen in Bolivien, im Iran, Pakistan, oder in 

Indien.

Dann war er erreicht, der hochgeprießene Mirador de Quetzales. Das Wetter war aber heute zu schlecht,

um noch eine Tour zur Sichtung der farbenprächtigen Vögel zu unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit,

welche zu sehen ist sowieso morgens wesentlich höher.

13.12.14 Mirador de Quetzles 287.303 34.137 09.64341 83.85027

Und so starteten wir, mein Guide Jason und ich, nach einer kalten Nacht, um die 0 Grad, um

6 Uhr in der Frühe. Wir führen mit der Minna noch ca. 10 Kilometer, um dann zu Fuß einen 

steilen Berg hinab und dann wieder einen hochzusteigen. Es war überall klitschig, das Wetter

war gut, kalt und windig, aber trocken. Nach 1,5 Stunden, ich war wiedermal "out of breath",

hätten wir fast aufgegeben. Immer wieder ahmte Jason die Schreie der Quetzales nach, um von 

irgendeinem eine Antwort zu erhalten. Man muss halt geduldig sein und wir hatten tatsächlich 

noch Glück und konnten 2 männliche Vögel ausmachen, einen roten und einen blaugrünen.

Die Mühen haben sich wiedermal gelohnt.

Nachmittags nahm ich noch die 90 Kilometer nach Orosi in Angriff, ich brauchte ein gutes Internet,

denn ich wollte in Toronto noch anrufen, ob Amon gesund bei ihrem Sohn Jean angekommen ist.

Am Walmart, in Cartago, traf ich nochmals Fredy und Janette, die Züricher. Sie luden mich noch zu

einer Tasse Kaffee ein und wir quatschten über die Abenteuer der letzten Tage. Sie schenkten mir noch

einen neuen Reiseführer über Venezuela, ich glaube, ich hab vergessen, mich dafür zu bedanken. Danke

liebe Janette, lieber Freddy, wir bleiben ja in Kontakt und ich werde Gelegenheit finden, das wieder

auszugleichen.

Die letzen Kilometer stellte das Navi die Minna wieder mal vor Riesenprobleme. Es sckickte mich über eine

steilbergab führende Lehmpiste, zu schmal zum Wenden und zu steil um zurückzufahren. Ich rutschte

teilweise mit blockierenden Rädern bergab, um dann wieder eine ganz normale Teerstrasse zu erreichen, die 

auch aus der Richtung Kartago kam. 

Freddy begrüßte mich bei meiner Ankunft, Franziska war noch in der Bäckerei.

Gegen Abend kamen dann auch noch Janette und Fredy hier an.

14.12.14 bis 20.12 Orosi bei Franziska und Freddy 287.387 34.137 09.80076 83.85623

Das Wetter meinte es nicht gut mit uns. Die in geringer Entfernung liegenden Vulkane, Irazu und

Turialba, versteckten sich immer hinter dicken Regenwolken. Mit den beiden schweizern besuchten

wir, zum Kaffeetrinken, Franziska in ihrer Bäckerei und genossen ihre Spezialitäten.

Am Montag fuhr ich dann doch mal nach Cartago und fühlte mal vor, ob ich hier eine Gasflasche

befüllenlassen kann. Als ich zurückkam, waren Janette und Fredi schon abgefahren, ich ging dann

alleine noch eine Forelle essen.

Am Dienstag sah sich Mike, der schweizer Motorradmechaniker, meine Honda mal an. Nachdem er

die Zündkerze gewechselt hatte, beschäftigte er sich mal genauer mit der Vorderbremse, die nicht

mehr kompltt löste. Leider braucht er einige Ersatzteile um die Bremse wieder instatt zu setzen. Die

muss ich morgen, wenn ich Amon von San Jose abhole, bei Honda besorgen.

Ich fuhr also am Mittwoch schon gegen Mittag, nach dem Spiel Aue gegen den Club (0:1), los

nach San Jose. Die Hondaniederlassung war schon schwer zu finden, da ich mich plötzlich im Zentrum

der Großstadt befand und natürlich im ständigen Stau. Bei Honda wurde ich anständig bedient, aber

mit Ersatzteilen sah es dürftig aus, da sie schon im Weinachtsurlaub seien, wie mir gesagt wurde.

Aber sie hatten einen kompletten Bremssattel von der 200er Honda auf Vorrat, ich sollte den mal

probieren und so zahlte ich nach langem Verhandeln, Dollar 340,-. 

Nun wurde es Zeit, auf den Flugplatz zu Kommen, ich gab also in mein geliebtes Navi,

Flughafen international ein und war schon um 15 Uhr 30 dort. Eigentlich hatte ich noch Zeit,

etwas zu essen, aber, wenn Amon ankommt, hat sie bestimmt auch Hunger und so ging

ich gleich ins Flughafengelände. Ein freundlicher Polizist, fragte mich, auf was ich warte.

Na auf ein Flugzeug aus Toronto von Canadian Air. Das landet hier nicht, sagte er mir.

Aha, wo denn dann, fragte ich. Auf dem anderen Flugplatz, 18 km entfernt von hier.

Ich speiste also wieder Flughafen in mein Navi ein und bei 18 km Entfernung gab es mir

einen Flughafen unbekannt. Na gut fahre ich halt zu dem Flughafen unbekannt. Auf der

Strecke war jetzt Feierabendverkehr und ich benötigte fast eine Stunde, bis ich dort ankam.

Amon wartete schon ungeduldig und befasste sich schon mit dem Gedanken zur Polizei zu

gehen und zu fragen ob sie von einem Unfall wüssten. Gott sei dank hat sie da noch ein

wenig gewartet und so konnten wir uns nach genau 9 Monaten wieder in die Arme schließen.

weiter WR 20A Costa Rica mit Amon
viel Spass

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