WR 18 Honduras vom 27.09.14 bis 26.10.14

Honduras

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  • Geographie

    Grenze mit Länge
    Guatemala 256 km
    El Salvador 342 km
    Nicaragua 922 km
    Karibik-Küste 644 km
    Pazifik-Küste 124 km
    insgesamt 2288 km

    Honduras liegt an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke und grenzt im Südosten anNicaragua, im Nordwesten an Guatemala und im Südwesten an El Salvador. Im Norden liegt das Karibische Meer. Hier reicht das von Flüssen, Sümpfen und Lagunen durchsetzte Küstentiefland 70 Kilometer ins Landesinnere hinein. Im Süden liegt der Pazifik. Durch das vorwiegend gebirgige Land verläuft von Ost nach West ein Bergmassiv, das von mehreren Flüssen durchzogen wird. Die höchste Erhebung des Landes ist der Cerro Las Minas mit 2870 Meter Höhe. DemGolf von Fonseca im Südwesten sind zahlreiche vulkanische Inseln vorgelagert. In den Tälern an der Karibikküste befinden sich zahlreiche Bananenplantagen. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Westteil des Landes und im Departamento Cortés nördlich des Yojoa-Sees.

    Klima

    Honduras hat ein tropisches Klima, das in den höheren Lagen im Landesinneren gemäßigt ist. Im immerfeuchten karibischen Tiefland liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei rund 26 °C. Im wintertrockenen pazifischen Raum beträgt das Jahresmittel etwa 31 °C, in den gemäßigten höheren Lagen circa 20 °C. Die Niederschlagsmenge nimmt von Nord nach Süd ab. In den Gebirgstälern liegt das Jahresmittel bei 1.016 Millimetern, entlang der Nordküste bei 2.540 Millimetern. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai. Die Regenzeit beginnt ungefähr im Mai und endet im Oktober. An der karibischen Küste jedoch regnet es das ganze Jahr über. Wirbelsturm Mitch verursachte im November 1998 großen Schaden.

  • Klimadiagramm von Tegucigalpa

  • Klimadiagramm von Tela

Gewässer

Die meisten Flüsse des Landes fließen in den Atlantischen Ozean. Der 320 Kilometer lange Río Patuca und der 240 Kilometer lange Río Ulúa sind die beiden längsten Flüsse des Landes. Der größte See und gleichzeitig größtes Trinkwasserreservoir Honduras' ist der 285 Quadratkilometer große Lago de Yojoa.

Wichtigste Flüsse:

Natur

Umwelt

Honduras weist einen großen Naturreichtum auf. Dazu gehören insbesondere der noch nahezu unberührte größte zusammenhängende Regenwald in Zentralamerika im Nordosten des Landes (Mosquitia) sowie das nach dem australischen Barrier-Riff weltweit bedeutendste Korallenriff-Ökosystem um die dem honduranischen Festland vorgelagerten Karibikinseln (Islas de la Bahía). In beiden Fällen besteht allerdings auch die Gefahr von zunehmenden Umweltgefährdungen durch illegales Abholzen und Brandrodungen aufgrund des demographischen Drucks einerseits und durch Überfischung, Meeresverschmutzung sowie zunehmenden Tauchertourismus andererseits.

Zunehmend setzt sich jedoch auch bei der honduranischen Regierung der Gedanke einer Förderung des internationalen Ökotourismus durch. In den großen Städten gibt es viele Umweltprobleme wie Wassermangel, Erosionserscheinungen, fehlende Abwasserentsorgung, illegale Mülldeponien und unkontrollierte Bautätigkeit.

Flora

Etwa 48,1 Prozent des Landes sind von Wald bedeckt (2000). Das rund 5000 km² große Biosphärenreservat Río Plátano ist das bedeutendste Naturschutzgebiet von Honduras und gehört zu den letzten noch intakten Regenwaldgebieten Zentralamerikas. Der Park wurde 1982 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Insgesamt stehen etwa zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz. Eichen- und Kiefernwälder bedecken die kühleren Hochländer, im Flachland herrschen Gräser vor, Mangroven und Palmen finden sich in den Küstengebieten. Jährlich werden ca. 3000 km² Wald zerstört.

Wo das Holz abtransportiert werden kann, hat der Raubbau die Bestände an Edelhölzern wie Mahagoni, Zeder und Gelbholz schon stark verringert. Inzwischen haben US-Gesellschaften damit begonnen, die Kiefernsavannen im Nordosten ebenfalls holzwirtschaftlich zu nutzen. Sollte diese Entwicklung anhalten, werden in etwa 20 Jahren Wüsten die üppigen Wälder ersetzt haben.

Jaguar

Fauna

In Honduras sind zahlreiche Tierarten beheimatet, u. a. Insekten, Krokodile, Schlangen, Echsen, Schildkröten, Hirsche, Affen (z. B. derWeißschulterkapuziner, Honduras' kleinster Affe) und Kojoten. Ferner leben hier Raubkatzen wie Jaguar, Puma und Ozelot. Verschiedene Reptilien, Vögel und Meerestiere runden die Vielfalt der honduranischen Tierwelt ab.

Bevölkerung

Bevölkerungsstruktur

Die Bevölkerung konzentriert sich auf das Hochland im Nordwesten, das Gebiet um Tegucigalpa sowie den pazifischen Süden. Anders als etwa in Guatemala gehört der überwiegende Teil der honduranischen Bevölkerung zu den Mestizen, Nachfahren von europäischen Einwanderern und den Ureinwohnern des Landes. Sie stellen etwa neunzig Prozent der Bevölkerung. Der Rest der Bevölkerung sind Indigene (sieben Prozent), Afrikaner (zwei Prozent) und Europäer (ein Prozent).

Die Garifuna, die indianische und afrikanische Vorfahren haben, leben vor allem in Küstendörfern an der gesamten Karibikküste von Honduras, Belize und z. T. Nicaragua und Guatemala. Sie haben sich eine vollständig eigenständige Kultur bewahrt und sprechen noch die Garífuna-Sprache, die zu den Arawak-Sprachen gehört. Entgegen der häufigen Meinung leben die Garifuna noch nicht sehr lange auf den Cayos Cochinos und den Islas de la Bahía (Bay Islands). Die dortigen Garifuna-Siedlungen entstanden erst in den 1950er Jahren.

Im Landesinneren und in Mosquitia gibt es noch kleine Gruppen indianischer Ureinwohner. Sie haben sich in schwer zugängliche Bergtäler zurückgezogen, wo sie vom Bildungs- und Gesundheitswesen und vom politischen Geschehen abgeschnitten sind. Einige Stämme von „Flussindianern“ durchstreifen die Wälder an der Karibikküste noch als Jäger und Sammler. Das Vorrücken der Holzfällerkolonnen könnte auch ihren Lebensraum zerstören.

Das hohe Bevölkerungswachstum verstärkt die Landflucht und lässt die Elendsviertel der Städte wachsen. Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze, ein Fünftel sind Analphabeten. Unter- und Fehlernährung sind weit verbreitet. Die medizinische Versorgung auf dem Land ist miserabel. Der Anteil der Analphabeten wurde zwar in den Städten auf unter zwanzig Prozent gedrückt, liegt aber auf dem Land noch immer bei über fünfzig Prozent. Der schlechte Ausbildungsstand ist wiederum ein Grund für den Mangel an Fachkräften, der die Entwicklung in allen Bereichen behindert.

Altersstruktur

Bevölkerungspyramide Honduras

Die Altersstruktur der honduranischen Bevölkerung ist durch das relativ hohe Bevölkerungswachstum von derzeit jährlich 2,8 Prozent geprägt. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren machen über ein Drittel (41 Prozent) der Gesamtbevölkerung aus. Honduras liegt bei diesen Indikatoren erheblich über dem lateinamerikanischen Durchschnitt (jährliches Bevölkerungswachstum: 1,6 Prozent; Bevölkerung unter 15 Jahren: dreißig Prozent).

40,8 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt (davon männlich 1.452.646 / weiblich 1.393.271), 55,5 Prozent sind zwischen 15 und 64 Jahre alt (davon männlich 1.921.432 / weiblich 1.948.656), 3,7 Prozent sind älter als 65 Jahre (davon männlich 122.146 / weiblich 137.053). Das Durchschnittsalter liegt bei 19,15 Jahren.

Sprache

Offizielle Amtssprache ist Spanisch. Die Mestizen sprechen die spanische Landessprache. Daneben sind indigene Sprachen verbreitet, wie zum Beispiel Miskito und Tawahka in derMoskitia. An der Atlantikküste und auf den vorgelagerten Inseln wird kreolisch eingefärbtes Englisch gesprochen.

Religion

Die Bevölkerung gehört zu ähnlichen Teilen der römisch-katholischen (47 %) und anderen christlichen (protestantischen und evangelikalen) Glaubensrichtungen (41%) an.Durch Unterstützung aus den USA haben verschiedene protestantische Kirchen erfolgreiche Missionsarbeit geleistet, besonders auf den Islas de la Bahía. Der Katholizismus ist jedoch die mit Abstand größte einheitliche Religionsgemeinschaft. International anerkannt ist der Anfang des Jahres 2001 in den Kardinalsstand erhobene Erzbischof von Tegucigalpa und ehemalige Vorsitzende der lateinamerikanischen Bischofskonferenz, Óscar Rodríguez Maradiaga. Als Vorsitzender der vom Staatspräsidenten gebildeten Anti-Korruptionskommission setzt er sich für mehr Transparenz und soziale Verantwortung im politischen Leben seines Landes ein.

Soziales

Armut in Honduras

Honduras ist nach Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. 71,6 % der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze  Andere Schätzungen gehen von bis zu 80 % aus.

Jedes Jahr wandern viele Honduraner ins Ausland aus, vornehmlich in die USA. Die Arbeitslosigkeit in Honduras ist hoch, jedoch aufgrund der Erwerbsstruktur sind die Statistiken kaum verlässlich. Gerade die tatsächliche Armut der Landbevölkerung ist über eine Arbeitslosenstatistik nicht erfassbar.

Problematisch sind auch die aus Armut und Hoffnungslosigkeit entstandenen Jugendbanden wie „Barrio 18“ (auch als Mara 18 bekannt) oder „Mara salvatrucha“, die teilweise ganze Viertel und Städte terrorisieren. Viele Mitglieder kommen aus zerrütteten Familien. Schätzungen gehen davon aus, dass beide rivalisierende Jugendbanden jeweils bis zu 40.000 Mitglieder haben. Allerdings sind diese Jugendbanden nicht nur ein Problem in Honduras. In El Salvador und Guatemala gibt es ähnliche Banden, deren Mitglieder ihre Zugehörigkeit u.a durch Tätowierungen zum Ausdruck bringen. Die Regierung geht hart gegen diese Jugendbanden vor. Seit 2003 gibt es ein Gesetz, das allein die Mitgliedschaft in einer Bande mit mindestens drei Jahren Gefängnis bestraft. Die katholische Kirche und andere christliche Organisationen haben ein Resozialisierungsprogramm für ehemalige „Mareros“ gegründet.

Gesundheit

Die Fruchtbarkeitsrate beträgt 3,7 Kinder pro Frau. Die Sterblichkeit bei unter 5-jährigen beträgt 40 pro 1000 Lebendgeburten. Honduras hat 57 Ärzte pro 100 000 Einwohner. Die Lebenserwartung liegt bei 72,0 Jahren (Stand: 2009).

Bildungssystem

Schulsystem

Die größte Einzelposition im honduranischen Staatshaushalt ist der Bildungs- und Erziehungssektor. Nahezu 20 % des Gesamtbudgets entfallen auf diesen Bereich. Das Land verfügt über ca. 60.000 Lehrer, die rund eine Million Grundschüler und 700.000 Schüler weiterführender Schulen betreuen. Die Regierung bemüht sich verstärkt um eine Reduzierung der bestehenden Analphabetismusrate von rund 28 %. In Honduras besteht Schulpflicht für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, der Schulbesuch ist kostenlos. Trotzdem haben in Honduras rund 50 % aller Kinder keinen Grundschulabschluss. Die Ursachen hierfür sind: fehlende Mittel für Schulbücher und Lehrmittel, Lehrermangel in abgelegenen Gebieten und teilweise Schulunterricht in großen Klassen (1. bis 6. Klasse) in einem einzigen Schulzimmer. Nach der Pflichtschule kann der plan basico absolviert werden (normalerweise mit 15 Jahren). Danach kann am colegio in weiteren 6 Jahren (jew. 3 Jahre Grundkurs und 3 Jahre Spezialisierung) ein Fachabitur erlangt werden. Jene die später studieren wollen, machen einen Abiturabschluss, den bachillerato.

Universitäten

Es gibt zwei staatliche Universitäten „Nationale Autonome Universität von Honduras“ (UNAH) in Tegucigalpa mit weiteren Studienzentren in San Pedro Sula, La Ceiba, Santa Rosa de Copán und Comayagua sowie die „Nationale Pädagogische Universität Francisco Morazán“ (UNPFM) in Tegucigalpa. Die wichtigsten Privatuniversitäten sind die Technische Universität (Universidad Tecnologíca) und die von der katholischen Kirche getragene Universität (Universidad Católica). Zudem gibt es im Land zwei Fachhochschulen im Agrar- und Forstbereich (Escuela Agricola Panamericana Zamorano, Escuela Nacional de Ciencias Forestales).

Geschichte

Vor den Europäern und Entdeckung

Hinweise auf Siedlungen der Maya in Honduras gibt es seit mindestens 1000 v. Chr. in Copán im Westen des Landes, doch wie so viele Stadtstaaten der Maya wurde auch diese unter geheimnisvollen Umständen um etwa 900 n. Chr. verlassen. Kolumbus setzte im Jahre 1502 bei Trujillo im Norden von Honduras erstmals seinen Fuß auf das amerikanische Festland und nannte das Land in Anspielung auf die große Tiefe des Wassers vor der Karibikküste „Honduras“ (Tiefe).

Kolonialisierung

Cristóbal de Olid ging am 3. Mai 1523 im Auftrag von Hernán Cortés an Land und nahm es für die spanische Krone in Besitz. Als die spanischen Konquistadoren bei ihrem Vormarsch 1524 in dieses ehemals von den Maya besiedelte Gebiet eindrangen, stießen sie auf zahlreiche untereinander verfeindete Indiostämme wie die Lenca, Pipil, Chorotega,Jicaques, Paya und andere, die zunächst erbitterten Widerstand leisteten. 1525 unternahm Hernán Cortés einen Kriegszug, 1536 Pedro de Alvarado einen weiteren, um den vom Häuptling Lempira geführten Aufstand niederzuschlagen. Die Spanier gründeten schließlich 1540 die Hauptstadt Comayagua und gliederten die Provinz dem Generalkapitanat von Guatemala ein. Die heutige Hauptstadt wurde 1579 als Siedlung in der Nähe von Gold- und Silberminen gegründet. Um diese Edelmetalle ging es den Eroberern in erster Linie. Die durch Kriege, Zwangsarbeit und eingeschleppte Krankheiten von über 1,2 Millionen auf im Jahre 1778 ca. 88.000 dezimierten Indios behielten zwar ihr Gemeindeland zur Selbstversorgung, mussten aber Arbeitskräfte für Bergwerke und Ländereien der Kolonisten stellen.

Unabhängigkeit

Francisco Morazán

1821 schloss sich die Provinz-Oligarchie der Erhebung der anderen zentralamerikanischen Provinzen gegen die spanische Krone an. Nach nur zweijähriger Anbindung an das Kaiserreich von Mexiko verselbständigten sie sich im Staatenbund der „Vereinigten Provinzen von Zentralamerika“ (Zentralamerikanische Konföderation). Eine seiner Führungsfiguren, der als „mittelamerikanischer Bolívar“ verehrte Francisco Morazán (*1792, †1842), stammte aus Honduras. Aber auch er konnte das Ausbrechen seiner Heimatprovinz und den Zusammenbruch des Staatenbundes 1839 nicht verhindern. Von Beginn der „Freiheit“ an kämpften mehrere Fraktionen der Oligarchie um die Macht.

Die Entwicklung nach der Unabhängigkeit

Von 1821 bis 1876 wechselten sich 85 Regierungen ab. Erst 1876 stabilisierte sich die Regierung und Marco Aurelio Soto leitete eine liberale Wende ein: er säkularisierte den Kirchenbesitz, führte die Zivilehe und ein staatliches Bildungswesen ein. Seine Gegner (Kirche und Großgrundbesitzer) und Befürworter (das städtische Bürgertum) organisierten sich später in der Nationalen Partei und in der Liberalen Partei, die bis heute die wichtigsten Parteien geblieben sind. Gleichzeitig trieb Soto die Erschließung und Weltmarktöffnung des isolierten Landes voran. Großzügige Konzessionen lockten US-Konzerne an und führten zur Entwicklung der „Bananenrepublik“. Die Geschichte einer kolonieähnlichen Fremdbestimmung begann. Die Diktatoren Tiburcio Carías Andino undJuan Manuel Gálvez, die von 1933 bis 1948 bzw. von 1949 bis 1954 an der Macht waren, betätigten sich als Handlanger der United Fruit Company. Der Streik von rund 25.000 Arbeitern auf den US-amerikanischen Bananenplantagen im Jahre 1954 leitete die Bändigung der Macht ein, die von der „Bananen-Enklave“ auf den „Rest des Landes“ ausgeübt wurde. Ebenfalls 1954 stellte Honduras sein Territorium für eine von der CIA organisierte Invasionstruppe im Rahmen der Operation PBSUCCESS zum Sturz des guatemaltekischen Präsidenten Jacobo Arbenz Guzmán zur Verfügung.

Die Karibik am Ende des 19. Jahrhunderts

1969 kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit El Salvador, die als „Fußballkrieg“ in die Geschichte einging. Der Grund waren Spannungen um Wirtschaftsflüchtlinge aus El Salvador, die seit längerem von der Bevölkerung Honduras’ für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht und angefeindet wurden. Der Krieg kostete 3.000 Menschen das Leben, 6.000 wurden verletzt. Der Konflikt selbst dauerte jedoch bis 1980 an und wurde unter Vermittlung der Organisation Amerikanischer Staaten durch ein Friedensabkommen beigelegt.

Die Reformansätze des Präsidenten José Ramón Villeda Morales, der von 1957 bis 1963 regierte, wurden zwar zunächst durchMilitärputsche aufgehalten, aber die Militärregierung unter Oswaldo López Arellano, der von 1972 bis 1975 an der Macht war, griff sie wieder auf und trieb sie unter dem Druck von Gewerkschaften und Bauernorganisationen voran. Sie packte vor allem eine vergleichsweise großflächige Agrarreform an, obwohl ihre Durchführung von zwei nachfolgenden Militärregierungen gebremst wurde. Die Ausmaße der Unterdrückung und Folter unter den Militärregimen in Honduras waren jedoch nicht ganz so stark ausgeprägt wie in den Nachbarstaaten. Sie verboten zwar allzu linke Parteien und Organisationen, beließen aber den beiden großen Parteien samt ihren Abspaltungen und vor allem den starken Bauernorganisationen politische Freiräume. Diese autoritäre Toleranz bildet einen wesentlichen Grund, warum bislang in Honduras Guerillagruppen über Ankündigungen des bewaffneten Widerstandes nicht hinauskamen. Dem sogenannten Bataillon 316 werden im Zusammenhang mit der Diktatur die Ermordung, das Verschwindenlassen und die Folterung hunderter Honduraner vorgeworfen. Das Bataillon wurde vom amerikanischen CIA und dem argentinischen Militär trainiert.

Rückkehr zur Demokratie

Bei den Präsidentschaftswahlen von 1981, die die Rückkehr zur Demokratie signalisierten, erhielt der Kandidat der Liberalen Partei, Roberto Suazo Córdova, eine eindeutige Mehrheit. Viele Beobachter hegten Zweifel an seiner politischen Überlebensfähigkeit in einem Land, in dem es in 150 Jahren immerhin 125 Militärputsche gab. Er überstand eine schwere Wirtschaftskrise und viele Putschgerüchte. Er und sein Nachfolger José Azcona Hoyo mussten es allerdings wohl oder übel hinnehmen, dass Honduras zu einem Brückenkopf der USA im unerklärten Krieg gegen Nicaragua wurde. Erst 1989 erzielte eine internationale Konferenz Einigung über den Abzug der nicaraguanischen „Contras“.

Manuel Zelaya (2007)

Das von der Schuldenkrise gebeutelte Land ist von ausländischer Überlebenshilfe (insbesondere aus den USA) abhängig, die es jedoch nicht ohne Gegenleistungen gibt. Die Tradition der Fremdbestimmung erhielt eine neue Version, das Wort von der „Bananenrepublik“ eine neue Begründung. Zu den Folgewirkungen der massiven Präsenz der USA gehörten nationalistische Aufwallungen. 1992 schlossen El Salvador, Guatemala und Honduras ein Freihandelsabkommen. Der 1993 gewählte Präsident Carlos Roberto Reina versuchte in seiner Amtszeit, den Einfluss des Militärseinzudämmen. Sein Nachfolger Carlos Roberto Flores Facussé initiierte eine reformorientierte Wirtschaftspolitik. Bei den Präsidentschaftswahlen 2002 ging Ricardo Maduro Joest von der Nationalen Partei als Sieger hervor.

1998 zog der Wirbelsturm Mitch gleich mehrere Male über Honduras hinweg und verwüstete dabei große Teile des Landes. Selbst das von der Karibikküste beinahe 300 km entfernte Tegucigalpa blieb nicht verschont und noch heute sind die Folgen der Naturkatastrophe sichtbar. „Mitch“ warf die honduranische Wirtschaft um Jahre zurück, da insbesondere die Bananenplantagen unter der Katastrophe gelitten haben.

Die Präsidentschaftswahlen im November 2005 gewann mit Manuel Zelaya Rosales wieder ein Kandidat der Liberalen. Er versprach vor allem nachhaltige Maßnahmen gegen die Kriminalität. Manuel Zelaya wollte jedoch nach Ablauf seiner 4-jährigen Amtszeit ein Verfassungsreferendum durchführen lassen, welches seine Wiederwahl ermöglicht hätte. Da dies der hondurarnischen Verfassung nicht entspricht, wurde gegen ihn ein Amtsenthebungsverfahren durch die beiden Kongresskammern eingeleitet, welches durch das Oberste Gericht (Corte Suprema de Justicia) bestätigt wurde. Da Zelaya dem nicht Folge leisten wollte, veranlasste der Oberste Richter seine Verhaftung.

Putsch 2009

 Hauptartikel: Staatsstreich in Honduras 2009

Am Morgen des 28. Juni 2009 wurde der amtierende Präsident Manuel Zelaya Rosales vom Militär gestürzt, zunächst gefangen genommen und dann nach Costa Rica ausgeflogen. In weiten Teilen der Hauptstadt wurden der Strom abgestellt und die Telefonverbindungen gekappt. Der staatliche Fernsehsender Canal 8 und viele Radiosender, sowie ausländische Kanäle wie teleSUR und Cubavisión Internacional, wurden abgeschaltet. Die nicht abgeschalteten Fernsehkanäle sendeten keine politischen Informationen. Als Nachfolger wurde vom Parlament Roberto Micheletti zum Interimspräsidenten ernannt, der als erstes eine 48stündige Ausgangssperre verhängte. Trotzdem kam es zu Protesten. Der neue Präsident ist international nicht anerkannt. Sämtliche EU-Staaten und sämtliche Staaten Amerikas, mit Ausnahme der USA, zogen ihre diplomatischen Vertretungen auf Botschafter-Ebene aus Honduras ab. Nicaragua, El Salvador und Guatemala schlossen ihre Grenzen zu Honduras.

Am 21. September 2009 kehrte Zelaya überraschend nach Honduras zurück und fand in der brasilianischen Botschaft Asyl. Am 29. November 2009 fand wie geplant die Präsidentenwahl statt. Als neuer Präsident von Honduras wurde Porfirio Lobo Sosa gewählt.

Am 28. Mai 2011 kehrte Zelaya nach Honduras zurück, nachdem er mit Lobo einen Vertrag geschlossen hatte.

Politik

Staatsaufbau

Präsidentenpalast in Tegucigalpa

Honduras ist laut Verfassung von 1982 ein demokratischer Rechtsstaat. Gewaltenteilung und Unabhängigkeit der Justiz sind garantiert. Traditionell spielt der mit umfassenden Befugnissen ausgestattete Staatspräsident eine vorherrschende Rolle. Der Präsident wird vom Volk direkt gewählt. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre, ohne Möglichkeit der Wiederwahl. Der Einkammer-Nationalkongress setzt sich aus insgesamt 128 Abgeordneten der beiden großen traditionellen Parteien (Partido Liberal und Partido Nacional) sowie der SplitterparteienPINU, PDCH und PUD zusammen. Dem Obersten Gerichtshof gehören neun von Regierung und Parlament gemeinsam benannte Richter an, die Amtszeit der Richter des Gerichtshofes beträgt sieben Jahre. Jüngste institutionelle Reformen haben einen nationalen Rechnungshof und ein Oberstes Wahlgericht geschaffen.

Innenpolitik

Seit über 20 Jahren sind die jeweiligen Staatspräsidenten aus freien und demokratischen Wahlen hervorgegangen. Die beiden großen Parteien haben sich in dieser Zeit in der Regierungsverantwortung abgelöst. Am 28. Juni 2009 wurde jedoch der letzte gewählte Staatspräsident Manuel Zelaya vom Militär gestürzt. Dem Staatsstreich vorausgegangen war ein Streit über ein Referendum zur Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung.[17] Am Tag des Putsches war der Volksentscheid geplant. Der Staatspräsident setzte die Bemühungen der Vorgängerregierung um Armutsbekämpfung und Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse fort. Diese Bemühungen waren durch den verheerenden Wirbelsturm „Mitch“ Ende des Jahres 1998 erheblich erschwert worden. Das von Honduras im September 2001 vorgelegte Armutsbekämpfungsprogramm wurde von Weltbank und Internationalem Währungsfonds als Voraussetzung für die Teilnahme des Landes an der HIPC-Entschuldungsinitiative (Highly-Indebted Poor Countries) angenommen. Ein erster Schritt hierfür war im Februar 2004 die Einigung mit dem IWF über ein Dreijahres-Hilfsprogramm 2004/2006.

Menschenrechte

Die Lage der Menschenrechte in Honduras hat sich nach der Konsolidierung des Friedensprozesses in Zentralamerika und der Etablierung demokratischer Regierungen erheblich verbessert. Allerdings kommt es nach Angaben von nicht-staatlichen Menschenrechtsorganisationen immer wieder zu institutionellen Unzulänglichkeiten und Übergriffen von Polizei und Sicherheitsorganen. Hiervon besonders betroffen sind Angehörige ethnischer Minderheiten (indigene Gruppen, Nachfahren afrikanischer Einwanderer) und sozial benachteiligte Gruppen (Straßenkinder). Ein weiter nicht gelöstes Problem aus der Vergangenheit ist die Straflosigkeit der für Menschenrechtsverletzungen während früherer Militärregimes verantwortlichen Personen. Wiederholte Bemühungen des vom Nationalkongress eingesetzten Menschenrechtskommissars und nationaler Nichtregierungsorganisationen (Komitee der Familienangehörigen von Verhafteten/Verschwundenen) haben bisher nicht die erhofften Ergebnisse erbracht. Die Lage in den honduranischen Haftanstalten ist besorgniserregend. Im Mai 2004 kam es im Zentralgefängnis in der zweitgrößten honduranischen Stadt San Pedro Sula zu einer Brandkatastrophe, bei der über einhundert Todesopfer zu beklagen waren. Der vom damaligen Staatspräsident Ricardo Maduro Joest verfügte Einsatz des Militärs zur Verbrechensbekämpfung hat nach Ansicht von Amnesty International und lokaler Menschenrechtsgruppen wie der Kinderrechtsorganisation Casa Alianza nicht zu einer Verbesserung geführt. Ein Problem stellt die Bekämpfung der vor allem in den Großstädten ausufernden Bandenkriminalität dar.

Seit dem Staatsstreich in Honduras 2009 beklagen Menschenrechtsorganisationen eine andauernde Welle von Menschenrechtsverletzungen gegenüber Gegnern des Staatsstreichs, darunter zahlreiche Morde, Folter, Vergewaltigungen und Entführungen. Die Vorsitzende des Komitees der Familienangehörigen von Festgenommenen und Verschwundenen in Honduras (COFADEH), Bertha Oliva, bezeichnete die Menschenrechtsverletzungen unter der Regierung Lobo als „systematisch und selektiv“ und konstatierte, dass diese Menschenrechtsverletzungen nun von dafür bezahlten Personen begangen werden. Darüber hinaus seien Beamte der staatlichen Institutionen aktiv daran beteiligt, Ermittlungen zu manipulieren und Anzeigen wegen Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen.

Im Gefängnis von Comayagua brach am 14.Februar 2012 ein Großbrand aus, der 358 Insassen das Leben kostete. Das Gefängnis war für 400 Personen ausgelegt, doch mit 820 Personen belegt.

Außenpolitik

Nach der Beilegung der Bürgerkriege in Nicaragua (1990), El Salvador (1992) und Guatemala (1996) ist Honduras insbesondere an der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und an einer weitergehenden Integration Zentralamerikas interessiert. Das Land ist aktives Mitglied in dem durch das Protokoll von Tegucigalpa 1991 gegründetenZentralamerikanischen Integrationssystem. Mit Nicaragua und El Salvador gibt es seit geraumer Zeit Grenzstreitigkeiten, die jeweils dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur rechtlichen Klärung vorgelegt und zum Teil auch gelöst wurden. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ist mit den Grenzfragen befasst und tritt als Vermittler auf.

Die Beziehungen zu den weiteren Nachbarstaaten im Norden (Guatemala, Belize und Mexiko) und im Süden (Costa Rica, Panama) sind freundschaftlich. Am 16. April 2001 ist der im Jahr zuvor unterzeichnete Freihandelsvertrag („Tratado de Libre Comercio“) zwischen Mexiko und den drei Ländern des sog. „nördlichen Dreiecks“ El Salvador, Honduras und Guatemala in Kraft getreten.

Honduras unterhält diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Die Beziehungen zu diesem Land, aber auch zu Japan und Korea, sind aufgrund der erheblichen entwicklungspolitischen Leistungen und des handelspolitischen Gewichts der betroffenen Staaten intensiv. Im Januar 2002 wurden die diplomatischen Beziehungen zu Kuba wiederhergestellt.

Honduras hatte während des Dritten Golfkrieges 370 Soldaten im Irak stationiert und zählte zu den Staaten der „Koalition der Willigen“, die die USA mit Truppen unterstützten. Kurz nach der Entscheidung Spaniens, seine Soldaten zurückzuziehen, folgte Honduras Mitte April 2004 diesem Beispiel.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Honduras ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten, von der sie seit dem 5. Juli 2009 allerdings vorübergehend suspendiert worden sind. Auch Honduras' Mitgliedschaft in der CELAC ist derzeit suspendiert. Außenpolitisch wichtig für das Land ist die Zugehörigkeit zur WTO, den Bretton-Woods-Institutionen (Internationaler Währungsfonds und Weltbank) sowie zu den Institutionen des zentralamerikanischen Integrationssystems. UNDP, UNIDO, UNICEF, FAO, WHO, IMF,Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, OAS und die Internationale Organisation für Migration (OIM) haben eigene Vertretungen in Honduras. Die Zentralamerikanische Bank für Wirtschaftsintegration (BCIE) hat ihren Sitz in Tegucigalpa. Honduras ist Mitglied von Petrocaribe.

Sicherheit

Honduras ist, zumindest was die Städte betrifft, eines der unsichersten Länder der Welt. Die Zeitungen sind tagtäglich voll von Meldungen über Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen usw. Ein Teil dieser Taten, wenn auch wahrscheinlich nicht in dem von den Medien dargestellten Ausmaß, geht auf das Konto der schon erwähnten Jugendbanden (maras). Allerdings sind innerhalb der Städte vor allem die Armenviertel von der Gewalt betroffen. In den reicheren Vierteln gibt es viele staatliche und private Sicherheitsleute. Viele Gewalttaten haben jedoch auch einen privaten Hintergrund.

Nach Zahlen der UNODC hat Honduras die weltweit mit Abstand höchste Zahl an Tötungsdelikten pro Einwohner, nämlich 91,6 je 100.000 (auf dem zweiten Platz folgt El Salvadormit 69,2, in Deutschland sind es 0,8).[20]

Verteidigung

Im April 1995 beschloss das Parlament die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und den Aufbau einer Armee aus freiwilligen Soldaten mit einer Stärke von ca. 18.800 Mann. Durch eine Verfassungsänderung vom Januar 1999 wurden die Streitkräfte (Fuerzas Armadas de Honduras) dem Präsidenten unterstellt.

Eigentlich wollte ich Honduras meiden, alles was ich gehört habe über das Land, war nicht

einladend, Koruption ohne Ende, dreckig, unfreundliche Leute, vor allem Polizisten. Aber da

ich schon nicht in Belize war und auch San Salvador nicht bereise, muss ich durch Honduras.

Die meisten, die ich kenne, und die die Panamerikana fahren, frühstücken in Guatemala, Essen

zu mittag in San Salvador und sind abends in Honduras, und am nächsten Tag in Nicaragua.

San Salvador besuche ich nur deshalb nicht, weil ich mir den bürokratischen Kram an der Grenze

ersparen will, genau auch der Grund, dass ich Belize nicht bereiste, für den Aufwand sind mir

diese beiden Länder einfach zu klein. Für jeden Grenzübergang sind nach Meinung anderer 3-5

Stunden einzuplanen.

Also wie verlief nun der Grenzübetritt. Da ich schon den Ausreisestempel hatte, ging ich an den

Emigrationsschalter, ein nette Dame begrüßte mich herzlich. Es sei sehr selten dass ein Deutscher

hier über die Grenze geht, sagte sie mir und es würde sie freuen, da sie schon 4x in Frankfurt

gewesen sei, da ihre Tochter an der Base in Frankfurt stationiert gewesen sei. Sie stempelte

meinen Pass ab, nahm mir ca.€ 5 Gebühren ab und sagte, das wärs gewesen. Ich fragte, wo ich

meine Fahrzeuge deklarieren könnte. Ach so ja, im Gebäude hinter uns. Dort begrüßte mich

wieder eine Dame mittleren Alters, ich übergab die Fahrzeugpapiere und sie begann zu schreiben.

immer wieder musste sie mit einer Stelle telefonieren, ich merkte, sie hat das noch nicht oft

erledigt. Dann fragte sie mich nach einer Kopie des Passes. Ich suchte eine halbe Stunde im Auto,

inzwischen wollte sie los zur Polizeistelle, um eine Kopie zu fertigen, dann fand ich endlich eine und

sie ging zurück zu ihrem Schalter. Inzwischen fegte ein Gewitter über uns hinweg mit granatenhaften

Donnerschlägen und heftigen Regen. Immer wieder zuckte sie zusammen, während es donnerte.

Dann kam ein Anruf, alles war in hellem Aufruhr, Es musste irgendetwas an der Grenzstation

passiert sein. Sie sagte mir nur, dass die Grenze bis 13 Uhr geschlossen wurde, aber bis dahin

war es ja nur noch eine Stunde. Endlich war sie fertig und gab mir die Papiere zurück. Sie wünschte

mir noch einen angenehmen Aufenthalt in Honduras. Auf den 10 Metern zu meinem Auto war ich

tropfnass. Dann stellte ich mich an den Grenzübergang, wo die Polizisten noch lautstark diskutierten.

Pünktlich um 13 Uhr winkten sie mich durch und ich war in Honduras, alles völlig easy.

nach 50 km kam ich wieder an den Atlantik. Es war erstaunlich sauber, die Leute winkten

mir fröhlich zu und ich kehrte in eines der vielen Restaurants ein, wo mich ein Kellner

über die Nationalgetränke und -essen aufklärte. Daraufhin bestellte ich leider Snails, was

er mir besonders empfahl, obwohl er mir nicht genau erklären konnte, was das wohl sei.

Als ich es sah, dachte ich an Kutteln, war es aber nicht, es war irgend ein trockenes

Schweinefleisch und am Nachbarstisch aßen sie herrlich gegrillten Seefisch. Da ärgerte

ich mich schon ein bisschen über diesen scheinheiligen Kellner.

Weiter fuhr ich, bis San Pedro Sulo, dort suchte ich einen Nachtplatz, die Auswahl war da, Donutz,

Burgerking und KFC, mit riesen Parkplätzen, aber bis ich mich versah, war ich aus der Stadt und es

war schon Nacht. Also suchte ich die nächste Tankstelle auf, sie war auch noch bewacht von einem

Militär, der dann auch die ganze Nacht neben der Minna wachte.

28.09.14 San Pedro Sulo 283.245 32.634 15.46942 87.99156

Gegen acht fuhr ich los, ich wollte endlich wieder einen Campground aufsuchen, mit Dusche, und Pool,

vielleicht auch noch direkt am Atlantik.

Es war Sonntag und es fanden wieder irgendwelche Prozessionen statt. Schon jetzt fällt mir auf, dass

es in Honduras wesentlich weniger Topes gibt, als in den Ländern davor. Die Strassen sind gut, ich komme

schnell vorwärts. Alle Fahrer sind angeschnallt und die Mopedfahrer tragen Helm, muss ich mich wieder

umstellen.

Die nächste größere Stadt, Tela, war erreicht. Da mir erklärt wurde, es gäbe in Honduras keine

Campgrounds, fuhr ich einem Wegweiser nach, zum Hotel Grissys, und das war es was ich suchte.

Dort quartierte ich mich ein, Stromanschluß, WiFi, Pool und Meer.

29.09.14 bis 01.10 14 Tule Grizzys Hotel www.grissys.com 283.333 32.634 15.78155 87.48398

Nachmittags fahre ich auf einen Daquiri in die Stadt, ich treffe Jimmy, einen Californier und Lutz

einen Deutschen. Beide sind schon über 10 Jahre hier, sie erzählen mir von der Wandlung, hier

im Ort, in den letzten 10 Jahren. Die Stadt wurde wesenlich sicherer, während vor Jahren noch

Gangs mit Pitbulls und Rottweilern unterwegs auf Geldjagd waren, passiert hier nichts mehr.

Die 3 Tage verbrachte ich entspannt am Pool, früh ging ich im karibischen Atlantik schwimmen,

nachmittags genehmigte ich mir ein Getränk an der "Telaer Strandpromenade".

Ich verbringe hier 3 ruhige  Tage , so richtig zum Entspannen.

 

Am Mittwoch, den 1.10. packte ich in Ruhe meine Sachen, hatte noch Skype-Konferenz mit

meinen Motorradkumpels und fuhr dann nach La Ceiba, überlegte einen Stop, entschloss mich 

aber dann doch zur Weiterfahrt. La Ceiba will ich auf dem Rückweg noch näher erkunden.

Unterwegs boten mir die 2 Jungs diese 2 Tierchen zum Kauf an, es gäbe eine wunderbare Suppe,

so sagten sie mir.

Es war schon wieder mal finster, als ich nach 80 km in Sava ankam und ich hatte Hunger. Ein

chinesisches Lokal am rechten Straßenrand machte einen apetitlichen Eindruck und ich aß

einen großen gegrillten Fisch. Die Stadt war noch voll von Menschen, überall laute Musik, es

war mir nicht geheuer, dort zu übernachten, außerdem war es noch 29 Grad warm. Also

machte ich mich noch auf die 88 km nach Trujillo. Es ist schon gefährlich, hier Nachts zu fahren,

die erste Hälfte war noch relativ problemlos. Ich war ziemlich allein au dem Weg und konnte mit

Fernlicht die riesigen Schlaglöcher erkennen und umfahren. Dann jedoch kamen immer mehr 

PKWs und LKWs entgegen. Trotz langsamer Fahrt und mit Abblendlicht, gelang es mir nicht,

alle Löcher zu umfahren und hin und wieder schlug es rechts oder links ein, dass ich, glaubte,

die Minna fällt auseinander. Aber sie überstand es und ich kam im Hotel Alemania, bei Gunter 

und Paula an. Gunter war schon im Bett, aber als er hörte, ein Deutscher sei angekommen,

machte er sich nochmal auf und wir tranken jeder ein Tucher Hefeweizen. Er erzählt mir, dass

2x im Jahr 5 Container davon nach La Ceiba kommen und er ein Abnehmer sei und immer welches 

parat hat. Der Preis von ca. 3 Euro ist dabei auch noch aktzeptabel und so werde ich mir noch

das eine oder andere davon leisten. Vielleicht kann ich ja mit Ronny nächsten Mittwoch am 

Motorradstammtisch über Skype mal anstoßen. 

Das Hotel ist direkt am Strand und Gunter vergrößert es jährlich. I.M. hat er schon über 30

Apartements.

02.10.14 bis 05.10.14 Trujillo Hotel Alemania 283.618 32.693 15.92424 85.94608

www.hotelcasaalemania.net

Auf einer meiner kleinen Entdeckungsfahrten, fuhr ich meinen 2. Platten am Hinterrad

meines häßlichen Entleins, Glück, dass es 100 Meter von einer Reifenfirma entfernt

passierte. So nah an der Reifenflickanstalt, das erinnerte mich an meine Rundfahrt in

Ägypten, 1989, als ich mit meinem geliehenen Fiat 128 geschlagene 8 Platten auf 4000

km fuhr, und 6 davon direkt bei Reifenfirmen. Ägypter erklärten mir damals, dass die

Angestellten ein bisschen für Mehrarbeit sorgten, indem sie an solchen Plätzen Nägel

verstreuten.

Nach einer halben Stunde war der Schaden behoben und die Fahrt ging weiter.

Am Sonntag war wieder groß was los in Trujillo.

Im Vino Tinto lernte ich John, einen Engländer und Besitzer der Snackbar und seinen Helfer,

Arillo kennen. Beide sind sehr hilfreich, wenn man Bootsfahrten oder ähnliches erleben will.

Und da ja Columbus hier gelandet ist, ließ ich es mir nicht nehmen, mit ihm gemeinsam

auf einem Foto zu erscheinen. Wer weiß, ob ich, hätte ich im 15. Jahrhundert gelebt, nicht

bei ihm angeheuert hätte, um die Welt zu entdecken.

Trujillo ist eine rege Stadt, auf einer Anhöhe gelegen und mit einigen

Strandrestaurants ausgestattet. Hier soll, wie ich gelesen habe, auch Columbus bei seiner 4.

und letzten Reise angestrandet sein. Das Museum ist allerdings z.Z. geschlossen.

Auf einer meiner kleinen Fahrten um Trujillo entdeckte ich die Anlage Tranquility Bay, von

den Canadiern Larry und Linda Forseth, ein idyllisches Resort, das mich veranlasste, umzuziehen

und noch ein paar tage zu bleiben. Larry hatte heute Geburtstag und erwartete 25 Gäste aus Texas,

die hier in der Nähe eine Kirche spenden wollen. Mein Gedanke war, dass sie vielleicht Bootsfahrten

zum Schnorcheln oder in die Lagune unternehmen wollen, und ich mich anschließen könnte, dann würde

es für mich etwas billiger werden.

6.10.14 bis 16.10.14 Trujillo Tranquility Bay 283.625 33.086 15.90467 85.98782

www.tranquilitybayhonduras.com Linda und Larry

Eine sehr angenehme und schöne Anlage. Für 10 Dolar die Nacht, kann man nicht

meckern.

Noch am 5.10.zog ich um.

Um mich herum, lauter hübsche Mädels, denen ich viel über meine derzeitige Tour und den

Erlebnissen berichten musste und das alles mit Händen und Füssen und ein bisschen English.

Weitere 5 km östlich kam ich nach Santa Fee. Ich dachte vorher schon am Ende der Welt

zu sein, aber es folgt dann doch immer wieder eine Überraschung.

Kurz vor dem Dorf befindet sich die große Anlage mit Swimmingpool, Banana Beach Resort.

Von Jürgen, einem Deutschen, aufgebaut, dann verkauft und er ist weiter als Mystic Chef,

hier tätig. www.BananaBeachBums.com oder Juergen@BananaBeachBum.com

Jürgen erzählt mir seine interessante  Lebensgeschichte, mit Honduranerin in Deutschland

verheiratet, erfolgreicher Unternehmer in Hamburg in Sachen Software, dann alles verkauft,

hierher ausgewandert und nach mehreren Stationen in Honduras, hier gelandet. Mit seinem

Partner, einTexaner aus Dallas, betreibt er die schönste Anlage, die ich hier in der Gegend

vorfand. Auch eine Möglichkeit für Wohnmoblisten. Dort gibts auch Tucher Weizen.

Am Mittwoch war wieder mal Chat-Tag, ich konnte, dank des hervorragenden Internets,

mit vielen Kumpels und Freundinnen in der Heimat wiedermal Kontakt aufnehmen.

Am 8.10. und 9.10. hatte ich starke Zahnschmerzen und ich fragte die hiesigen Zahnärzte, ob sie mir

helfen könnten. Daraufhin führten sie mich am Morgen des 9.10. in eine nahegelegene Finka, in der eine

polnische Zahnärztin sich um dort ansäßige Kinder kümmerte. Sie konnte aber meinen Schmerzen nicht

auf den Grund gehen, da sie kein Röntgengerät zur Verfügung hatte und sie schickte mich nach Trujillo,

zu einer anderen Zahnärztin. Diese hatte auch kein Röntgengerät und so musste ich in die 60 km entfernte 

Stadt, Tocoa, fahren in eine Klinik und ein netter junger Zahnarzt stellte nach der Röntgenaufnahme einen nicht zu

unterschätzenden Abszess fest. Er riet mir den Zahn zu ziehen, wozu ich mich nach einer kurzen Denkpause

auch entschied. Meine Zahnärztin Susanne, in Rückersdorf wird wieder die Hände überm Kopf zusammenschlagen,

aber die Schmerzen waren wirklich groß und ich wollte sie loswerden. Nachdem der Zahn gezogen war,

zeigte mir der Zahnazt an der einen Wurzel hing ein 1,5 cm langer und an der andern ein 0,5 cm langes

Ungetüm. Er erklärte mir, dass diese Abszesse sich in Krebs verwandeln können, aber das kann ich als

Nichtmediziner ja nicht beurteilen, drum bitte ich dich, liebe Susanne, wenn du das liest, mir einen 

Kommentar zukommen zu lassen. Es ist übrigens der äußerst recht oben. Ich habe alles fotografiert, aber diese

und die Bilder der netten katholischen christlichen Zahnarztgruppe habe ich alle versehentlich gelöscht. Den 

Zahnarzt und seine Praxis werde ich nochmal die Möglichkeit haben, wenn er mir die Fäden zieht, am 

kommenden Donnerstag.

Am 10.10. war es dann soweit. Larry kam morgens zu mir und erfeute mich mit der Nachricht,

heute einen Flug mit seiner 8-sitzigen Piper ergattert zu haben und für Dollar 150, statt der 

üblichen 650, könnte ich mit nach San Pedro Salo fliegen. Natürlich war ich sofort bereit, holte

meinen Paß und schon waren wir unterwegs mit Larrys Pick Up zum Flughafen in Trujillo. Mit 

dabei war der Fluggast aus der amerikanischen Truppe, der anscheinend schneller heim musste,

als die anderen 24, die mit dem Bus nach San Pedro Salo gebracht wurden.

Im Hangar begutachteten wir die 720PS starke Maschine. Da Denny, der Sohn von Larry,

auch Commercia Pilot in Canada, am San Pedro Salo Flughafen etwas zu erledigen hatte,

flog er auch mit, als Copilot.

 
 

Und schon starteten wir auf dem kleinen Flugplatz in Trujillo, nachdem wir die Rollbahn 

mit dem Pick Up abgefahren hatten, ob irgendwelche Glassplitter oder ähnliches, die 

die Reifen beschädigen könnten, sich darauf befinden. Da kein Tower oder ähnliches

vorhanden ist, wird einfach nach Gutdünken gestartet, bestimmt unvorstellbar für 

meinen Freund und akribischen Fluglehrer Robert Artmann.

In 2500 Metern Höhe überflogen wir die der Küste vorgelagerten Keys, die ich ja auch noch 

für einen Schnorchelaufenthalt beduchen will.

Wir hatten herrliches Flugwetter und landeten nach einer knappen Stunde in San Pedro Salo.

 

Während wir auf einen Fluggast für den Rückflug warteten, sah ich mich bei einem Musiker

in der Flughalle um. Außerdem warteten viele Fan auf die Ankunft der Fußballnationalmannschaft

in der Halle.

Die kamen dann auch an ignorierten ihre Fans maßlos und gingen zu ihrem Bus. Leider
 
funktionierte just in dem Augenblick meine Kamera nicht, sonst hätte ich ein paar Fotos
 
von den arroganten Schnößeln geschossen.
 
Auf dem Rückflug kredenzte Denny uns einen Rumcola.
 
Überall wird gereinigt, geteert, alle bereiten sich auf die Ankunft des ersten Kreuzfahrtschiffes
 
vor. Alle versprechen sich Kohle von den Kreuzfahrttouristen, ich bin da ein bisschen skeptisch,
 
die Touristen haben hier nur 6 Stunden Aufenthalt. Alle Mittwoch soll hier ein Kreuzschiff
 
anlanden.
 
Am Rückweg zum Tranquility Resort fuhren wir noch am Fort in Trujillo vorbei, das muss 
 
ich noch unbedingt besichtigen.

Wir schreiben den 11.10. und wiedern wird es ein ereignisreicher Tag.

Alesandro kommt mit Denny, Indiana und Tuty mit seinem 135 PS starken Sportboot und

lädt Lary und mich zu einem Ausflug zum nahegelegenen Riff, zum schnorcheln, ein.

Nach dem Frühstück und einem kleinen Spiel mit den beiden Tucanen, fahren wir los.

Natürlich war auch für Vodka gesorgt. Am Riff tauchten wir und konnten eine atemberaubende

Korallenwelt bestaunen.

Zum anschließenden Essen besuchten wir die Banana Beach bei Jürgen.

Es war ein traumhafter Tag.

Heute schreiben wir den 15.10.2014, wie es scheint, haben sich die Mühen der Stadtverwaltung

gelohnt, das Dorf auf Hochglanz herzurichten. Nahezu alle 2.900 Cruiseshiptouristen belagern die

Stadt. Jeder will natürlich ein Stück des Geldkuchens erhaschen. Und so werden die Touristen gleich

am Anlegesteg in Busse und auf auf Boote verfrachtet und an verschiedene Bestimmungsorte gebracht.

Ob zur Bananabeach, Transquility Resort oder direkt in die Stadt. 

Ich fahre mit dem Motorrad spazieren und sehe mir das an und kann nicht glauben, was ich sehe. Nie 

hätte ich geglaubt, dass sich die Leute mit Fisch, Tacos und Nationalgerichten und -getränken doch so

den Bauch vollschlagen. 

Aber sie waren ja auch die ersten Cruiseshiper, die in Trujillo an Land gingen, jeder ein bisschen

Columbus.

Larry und Linda boten auch Horsebackriding an und da die meisten Touris aus Housten Texas

kamen, war das natürich auch ein Muss, vor allem für die Kinder.

Derweilen hatte ich einen neugierigen Hausbesucher, einen Tucan, der sich, während er meinen

Tisch vollschiss, vor allem mit meinem Autoschlüssel beschäftigte.

Am Spätnachmittag, während des allgemeinen Aufbruchs zurück zur Norwegian Juwel, begann es 

zu regnen und die Piste wurde glatt wie Schmierseife.

Ein Bus rutschte in den Graben und versperrte dem nachfolgenden Verkehr die Durchfahrt und so

kamen einige zu spät zum Rücktransport auf den Criuseliner. Aber niemand wurde zurückgelassen.

Wir, meine kleine Familie vom Tranquillity Resort, beobachteten dann die Abfahrt vom Boot aus

und kehrten noch bei Denny auf seiner Baustelle für sein neues Reastaurant, ein. Natürlich gab

es Wein und Bier.

Auch eine Musikkapelle spielte laute Musik und die jungen Mädels liesen dabei

ihre Hintern rythmisch kreisen.

Am 16.10. packte ich früh morgens meine Sachen zusammen und es galt wieder einmal

Abschied zu nehmen, von zauberhaften 10 Tagen in Trujillo.

Mein Unbehagen meiner Magenverstimmung der letzten 3 Tage wurde auch schon besser,

als ich mich gegen 9 Uhr auf den Weg zum Zahnarzt, nach Tocoa, machte. Dort zog er mir

die Fäden.

Sein besonderer Stolz, ein Gerät aus Germany.

Mein Navi leitete mich wieder mal falsch, als ich Sava erreichte und so fuhr ich einen Umweg 

von 120 km und erreichte La Ceiba um 14 Uhr 30.

Am öffentlichen Strand frischte ich mich erst mal mit einer Dusche ab und fand dann das mir

empfohlene Rainbow Village in der Nähe des kleinen Flughafens. Barbara, die Besitzerin,

begrüßte mich und ich trank erstmal ein Tucher Hefeweizen. Barbara ist seit 8 Jahren hier

und erzählt mir kurz ihre Geschichte.

Nach dem Abendessen, 2 Bratwürste mit Kraut, machte ich es mir am  Pool bequem.

Als dei Gäste das Lokal verließen lud ich Barbara noch zu einem Rum-Cranberry, ihrem Hausgetränk,

ein, während ich 2 Margerithas trank. Ein nettes honuranisches Paar, Mario und Jessica, leisteten

uns Gesellschaft und wir hatten ein nettes Gespräch. Er ist Pilot und war ein Jahr in Indien beschäftigt.

17.10.14 bis 20.10.14 La Ceiba Rainbow Village Hotel bei Barbara 283.926 33.086 15.74863 86.85464

http://www.hotel-rainbow-village.com/index-deutsch.html

Rex, Barbaras Wachhund

Die Vorbereitungen für das bevorstehende Oktoberfest, am Samstag den 18.10., liefen in 

vollem Gange. Noch bevor die ersten Gäste kamen, war alles münchnerisch geschmückt,

die Mädels zogen ihre Trachten an und jeder kann selbst beurteilen, wie sie reizvoller wirken.

Sie hatten immer ein Lächeln auf dem Gesicht, obwohl ihnen, Alejandra, Barbara, Meidi und Nicole,

 ein arbeitsreicher Abend bevorstand.

Auch Rex bekam sein Oktoberfestkostüm.

Während über 90 Gäste im Anmarsch waren, wurde schon mal für die ersten Hungrigen aufgetischt.

Zur Auswahl standen Haxe, Kassler, Wurstplatte, Gulasch und halbe Hähnchen. Dazu tranken die 

meisten Tucher, ob helles oder dunkles Weißbier, oder auch Festbier und auch dunkles Starkbier war

zu haben.

Bernd, rechts ist der Abnehmer und Verteiler vom Generalimporteur Uli, für alles, was aus Deutschland kommt,

ob Bier, Brot , Würste usw. Er verdient sein Geld damit schon seit über 20 Jahren.

Links Dr. Jorge, Frauenarzt, auch zur Stelle, falls Frauen irgendwelche Probleme bekommen sollten.

Neben mir, das ist der 70-jährige Uli, schon seit Urzeiten, den 60gern, hier und der Generalimporteur.

Neben ihm sitzt Manfred, der hier war mit seiner Frau Christa, beide besitzen eine Finka, haben mit

Eierhandel angefangen und als sich der Erfolg einstellte, wurden sie Opfer der hiesigen Maffia und so

schlossen sie ihre Eierfarm. Aber da Manfred Hafenpoizist und Kapitän war, kommen sie bestimmt gut

über die Runden. Christa erzählte mir noch, dass auch sie sich schwer tun, ihre Finka preisgerecht zu

verkaufen, um dann nach Deutschland zurückzukehren.

Die Amerikaner bezogen das Außenzelt.

Birgit und Vilma.

Birgit kam mit ihrem Mann Wilfried in den 90-ern hier an. Anfangs machten sie ihr Geld mit einer Tauchschule

auf einer der vorgelagerten Inseln. Irgendwann entschieden sie sich um, kauften eine Finka und begannen 

ein Baugeschäft.. Im Moment schmieden sie Pläne, hier aufzuhören und sich mit einem Wohnmobil die Welt

anzusehen. 

Leider hab ich kein Bild von Renate, einer 79-jährigen Frau, voll fit und keiner kann ihr ihr Alter ansehen.

Sie kam mit ihrem Mann Hans 1992 mit dem 40-Fuß Segelschiff hier an und sie kauften sich eine Insel und bauten

dort  ihr Domizil mit Bootsanlegesteg und mehreren Booten. In den 70ern hatten sie in München 10 Jahre lang das 

Hofbräuhaus. Leider verstarb ihr Mann vor 4 Jahren und sie möchte eigentlich zurück nach Deutschland,

kann aber ihr Projekt hier nicht verkaufen.

Das gilt hier für alle Immobilienwerte, da die meisten Honduraner nicht soviel Geld haben, um sich solche Projekte 

leisten zu können. Ausländer investieren hier sowieso nicht mehr, weil das Land eben zu instabil ist.

Nach dem Essen wurde ein Rock and Roll Tanzwettbewerb veranstaltet, Amerika ist doch nicht allzu weit 

entfernt.

Ich konnte noch einige interessante Gespräche führen, bei denen ich den Eindruck gewann, dass hier

auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Viele Deutsche hatten hier in letzter Zeit ihre Zelte abgebrochen und

sind zurück ins alte Germany. Manche mussten auch mittellos flüchten, eine Jürgen hatte sogar einen

dubiosen Motorradunfall, bei dem er zu Tode kam.

Vor allem Uli warnte mich, die gefährliche Lage hier nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch er hatte 

schon 3x die Pistole an der Schläfe.

                 Ranking der 20 Länder mit den meisten Mordfällen pro 100.000 Einwohner (im Zeitraum 2008 bis 2011)

 
Mordfälle pro 100.000 Einwohner91,670,256,945,141,23938,538,236,63635,233,230,930,829,326,125,525,22524,5
HondurasEl SalvadorElfenbeinküsteVenezuelaJamaikaBelizeGuatemalaSaint Kitts und NevisBahamasMalawiLesothoKolumbienSüdafrikaKongoZentralafrikanische RepublikTrinidad und TobagoÄthiopienSt. LuciaDominikanische RepublikTansania
0102030405060708090100110
 

Das brachte mich zum Nachdenken, da ich mir seit ich hier bin, eigentlich sehr sicher fühle.

Wie ich noch erfahren durfte, wurde gestern der Gefängnisdirektor von La Ceibe in einem

Tante Emma Laden erschossen.

Ich verließ die Gesellschaft dann doch relativ früh, da ich für den nächsten Tag eine Schnorcheltour

ausgemacht hatte und dazu um 6 Uhr 45 abgehölt werde.

Pünktlich holte mich der Chef von der Companie Touristoptions ab und fuhr mich die 20 km nach

Sambo Creek. Es warteten schon 3 Pärchen aus Teguacigalpa, der Hauptstadt von Honduras. Ein

honduranisches Pärchen hatten wir noch in einem Hotel abgeholt. So waren wir zu elft.

Vorbei an kleinen idyllischen Inseln, erreichten wir die Hauptinsel Cayos Cochinos.

Sambo Creek Schnorcheln auf den Keys in Ceyos Chochinos

In einem kurzen Vortrag und einem Video erklärte uns der Guide Alex, auf welche Tiere, ob Land oder im Wasser,

wir hier stoßen könnte. Netterweise übersetzte er seine spanischen Worte für mich auch noch in

ein verständliches English.

Weiter gings ein Stück, wo wir dann zum Schnorcheln ins Wasser gelassen wurden. Herrliche

Unterwasserwelt, sowohl Pflanzen, als auch Fische in allen Farben, konnten wir bewundern.

Nach einer Stunde wurde wieder zum Aufbruch geblasen und bei einem weiteren Stop konnten

wir mit einer ungiftigen Schlange und einem großen Seestern Bekannschaft schließen.

Nächste Station war eine kleine Insel, auf der wir dann Fangfrischen Fisch zum Essen serviert bekamen.

Nach einem witeren Tauchstop ging dann der Ausflug zu Ende. Es war wirklich kein

Nepp, der Tagestripp war sein Geld, 40 Dollar, wert.

Am 20.10. packte ich, nach dem Frühstück, meine Sachen und verabschiedete mich von

Barbara und diesem angenehmen Ort.

Bei Bernd holte ich mir noch deutsches Brot und Leberkäse. Das nächste Frühstück ist

gesichert.

Über Tela erreichte ich El Progresso, eine lebhafte, saubere Stadt, im Gegensatz zu

San Pedro Sula, die nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Etwas südlich wurde ich dann über eine Umleitung geführt. Die Brücke über den Fluß hat

das letzte Erdbeben nicht überstanden.

Als ich dort anhielt, kam ein Motorradfahrer (BMW 650) aus der Gegenrichtung, vollaufgepackt.

Er war Italiener und vor 4 Jahren in Australien gestartet. Dort legte er 65.000 km zurück, in

2 Jahren, dann 17.000 auf Neuseeland, bevor er auf den südamerikanischen Kontinent

verschiffte. Dort verweilte er auch wieder 2 Jahre und hat heute seine 200.000 km voll

gemacht. Ganz stolz erzählt er mir, dass er außer 2 Wasserpumpen nur Verschleißteile

an seinem Motorrad tauschen musste.

Als ich ihn mir so ansah, wirkte er schon sehr verwildert und hatte natürlich auch eine

gewisse Geruchsnote an sich. Auch seine Laune war ziemlich am Boden, bei dem täglichen

Regen hat er auch hin und wieder ein Hotelzimmer der Zeltübernachtung vorgezogen.

Wenn ich daran denke, dass, wenn ich Amon nicht kennengelernt hätte, ich höchstwahscheinlich

auch schon 4 Jahre mit dem Motorrad unterwegs wäre. Denn das waren meine ursprünglichen

Pläne, mit dem Motorrad mit 59 Jahren um die Welt zu starten. Na gut, er ist auch bedeutend jünger

als ich. Aber auf den geringen Komfort, den mir die Minna bietet, möcht ich nicht mehr verzichten.

Wir wünschten uns alles gute auf der Weiterfahrt und fuhren in gegengesetzte Richtung weiter.

Bei Regen erreichte ich dann mein nächstes Ziel, die Finka Glories Pena, am Lago Yojoa, ein

riesiges Gelande mit mehreren Häusern, ein Restaurant und ein Swimmingpool, 10 Dollar die

Nacht. 4 Amerikaner wohnten hier im Hotel, ansonsten war ich alleine in diesem Riesenarenal.

Die Minna stellte ich an den mir zugewiesenen Platz, richtete Strom ein und machte mich auf,

in das 300 Meter entfernte Lokal, denn nur dort gibt es Internet.

21.10.14 bis 24.10.14 Lake Yojoa Finka Glories Pena 284.175 33.193 14.93869 88.00618

Ausflug zum 15 km entfernten Pulhapanzak Wasserfall

 

Das Klima ist sehr angenehm, die Finka liegt auf fast 700m Höhe und nachts ist es wunderbar,

heute habe ich 14 Stunden geschlafen, einmal bin ich aufgewacht, weil ich gefroren habe. Dabei

dachte ich, ich kätte das Gefühl des Frierens schon vergessen. 

Früh heizte ich den Boiler und genehmigte mir eine heiße Dusche.

Auch kann sich mein Körper endlich von den Moskithostichen erholen.

Ausflug nach Las Vegas und El Mochito.

Erster Halt an der D&D Brewery, dort traf ich Katy und Kyle aus New Mexico. Sie sind schon seit 14.5.12

unterwegs mit dem Bus und schauen sich die Welt an. Im Nov. 13 waren sie in Nürnberg und erzählen 

mir begeistert vom Christkildlesmarkt. www.whereverwithyou.com.

Das eigen gebraute Bier (5 Sorten) schmeckt recht gut. Zum Empfang kann man, je ein Schnapsglas voll,

testen. Es gibt aber hier auch deutsches Weizen, Tucher und Erdinger.

Weiter geht es durch die Berge nach Las Vegas. Den Strip hab ich allerdings nicht entdecken können.

3 km weiter, in El Mochito, ist wieder mal die Welt zu Ende.

Am Rückweg kehre ich noch mal bei D&D ein, genehmige mir noch ein Hausbier, während ein

Bus ankommt, und 20 Passagiere entlädt. Der Bus ist im July in Anchorage gestartet und fährt bis

Ushuaia. Einige fahren die ganze Strecke, aber manche nur Teilstücke. Der Bus entlädt und 

nimmt auch immer wieder neue Gäste mit. Es scheint mir so ähnlich wie Rotel Tours zu sein.

Für Morgen hab ich ein Tube Adventure ausgemacht und freue mich schon auf das kühle Nass.

Um 11 Uhr war im am Treffpunkt bei D&D. Erst trank ich mal zwei Gezapfte, während mir Dominik,

aus Stuttgart von seinen letzten 10 Monaten Reisespaß erzählt. Er war in Sri Lanka gestartet und  sah 

sich dann Indien Malaysia und Kambodscha an, dann flog er nach LA, kam nach San Franzisco und 

verbrachte die letzten Monate in Mexico und Guatemala. Schön dass es möglich ist, dass auch junge

Menschen sich mal ein Jahr Auszeit gönnen. Er arbeitet in einer Stuttgarter Klinik und macht die Reise

in seinem unbezahlten Urlaub. Im Schnitt braucht er 500 € pro Monat.

Dann kam mein Guide, ich bekam meinen Reifen und los gings, hab ich ja noch nie gemacht. Gleich riß

mich die Strömung mit und ich schlug am gegenüberliegenden Ufer auf. Dann gings einigermaßen, nur 

merkte ich, dass ich zu tief im Reifen saß und somit schlug ich immer wieder mit dem Allerwertesten am 

steinigen Boden auf. In einer Kurve konnte ich dann wieder mal nicht ausbalancieren und ich wurde aus 

dem Reifen geschleudert, mein Guide sah das sicher voraus und war sofort zur Stelle. Nach etwa 4 km 

erreichten wir das Seeufer und ich sah mich um, wer uns da wohl abholt. Denkste, da war niemand und

wir mussten den ganzen Weg durch den Jungel zurückwandern, dabei zeigte mir mein Guide immer 

wieder bunte Vögel, die ich alleine sicher nicht gesehen hätte.

Endlich kam ich hungrig und durstig zurück zur Ausgangsstation und befriedigte erst mal dies Bedürfnisse.

Gegen 16 Uhr kam ich dann ins Hotel auf der Finka. Zu diesem Hotel:

ich bin wieder mal der einzige Gast, nun sitze ich schon eine Stunde da, der Kellner läuft innen auf und 

ab, unterhält sich mit einer anderen Angestellten, kommt aber nicht auf die Idee, mich nach einem Wunsch

zu fragen. Ich habe hier 2 x gegessen, am ersten Tag einen Scampicocktail, der war hervorragend,

vorgestern pollo frito, das war so trocken, dass 2 Liter Flüssigkeit gebraucht habe, um es hinunter zu

würgen. Von wegen Flüssigkeit, unter einem Naranga natural versteht man in Honduras und auch überall 

in anderen Ländern, frisch gepressten Orangensaft. Hier versteht man darunter ein Glas Wasser mit Eis mit

einem Spritzer Orangensaftkonzentrat, obwohl der Garten voll mit reifen Orangenbäumen steht. Als ich

mich nach meinem 1. Naranga natural beschwerte, glaubte ich , dass sie sich mit dem 2. wohl mehr Mühe

geben werden. Nein es gab wieder nur Eiswasser.

Fazit, jetzt esse ich hier nicht mehr und zum trinken bestelle ich mir eine Cola, so die Bedienung mal bei mir

vorbeikommt.

Nachdem ich wiedermal mein Bündel gepackt hatte, konnte ich die unfreundliche Finka

gegen Mittag verlassen. Nachmittags erreichte ich die Hauptstadt, Tecucicalpa. Ganz anders

als z.B. Guatemala City, kleiner, bürgerlicher, kein Stau, allerdings führte mich mein Navi

wiedermal vollkommen in die Irre. Bis ich das Zentrum endlich erreichte, fuhr ich auf einem

schmalen Lehm- und Pflasterweg durch die bäuerlichen Randbezirke. Immer wieder schleiften

die tiefhängenden Kabel an dem Dach der Minna entlang und ich hatte schon Angst, dass ich mal

eines runterreißen würde. Nach 6 km erreichte ich wieder eine geteerte Straße. An einer Mail vorbei

und ich war in der modernen Neustadt.

Nachdem ich die Stadt hinter mir hatte, suchte ich eine Werkstatt, um meine Hadbremse wieder

in Gang setzen zu lassen. Seit kurzem hatte ich damit keine Bremswirkungmehr. Auch das konnten

3 Jungs an einer kleinen Werkstatt schnell beheben und ich zahlte dafür 15 Dollar.

Als ich Choluteca erreichte, zeigte mein Navi noch 12 km bis zu dem nach Koordinaten eigegebenen

Hotel. Trotzdem es schon finster war, glaubte ich das noch leicht zu schaffen. Ich bog ab auf eine

Schotterpiste, dachte noch, das Hotel liegt sicherlich etwas außerhalb der Stadt an einem romantischen

Platz. Es wurde lehmig und damit rutschig und plötzlich tauchten 3 Wasserläufe im Scheinwerferlicht

auf. Erst hielt ich mal an, ich konnte nicht sehen wie tief das Wasser war und Spuren konnte ich auch 

nicht entdecken. Da kam ein Mann auf mich zu und ich fragte ihn, ob die Durchfahrt mit meinem 

Auto möglich sei. Er schaute ziehmich skeptisch und ging mir voraus. Die erste Durchfahrt war fast

stehendes Gewässer und über knietief, ca. 30 Meter breit. Ok zum Wenden hatte ich auch keine Lust,

1. Gang, Sperre und Gas, das Wasser spritzte bis zur Windschutzscheibe hoch und das bei ganz

niedriger Geschwindigkeit, aber geschafft. Auf gehts zur 2. Durchfahrt, nicht ganz so tief, aber starke

Strömung und ich hatte schon ein bisschen Angst vor dem Aufschwimmen, aber auch das ging glatt,

allerdings leuchtete jetzt die orangefarbene Warnleuchte. Die  3. und letzte war schmal und nicht sehr

tief, das Problem war die sehr steile Auffahrt, aber auch das ging glatt.

Nach Navi musste ich nach 800 Metern nach links abzweigen und hatte dann noch 2 km. Aber es gab

keinen Weg nach links, aber ich war in einem kleinen Dorf und konnte fragen. 

Ein freundlicher Mann erklärte mir, hier gibt es weit und breit kein Hotel, ich müsste zurück nach 

Choluteca und wenn ich 500 Meter weiterfahre, komme ich auf eine Hauptstraße, die dothin führt.

Und genau so war es, ich fuhr 10 km die Hauptstrasse zurück, kam nach Cholutekal zu einer Brücke,

über die ich auf dem Hinweg schon fuhr und genau nach der Brücke war mein gesuchtes Hotel, danke

Garmin Navi. Angekommen, überprüfte ich die Koordinaten und die differierten gewaltig, also hatte ich

entweder falsche Daten, oder mein Navi ist nicht richtig geordet.

An der Rezeption fragte ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit im Auto. Man wieß mir einen Platz zu,

ich konnte Strom anschließen und dann mich im Pool erfrischen. Überraschenderweise brauchte ich

nur für die Poolbenutzung 5 Dollar zu bezahlen.

25.10.14 bis 27.10.14 Choluteca Hotel Gualiqueme 284.536 33.193 13.31430 87.19173

De nächsten Tag verbrachte ich in der Anlage, nachmittags wurde mir eröffnet, dass ich nun

doch 40 Dollar für den benutzten Strom bezahlen sollte. Ich fragte mal freundlich an, ob sie

ein bisschen verückt sind und packte meine Sachen zusammen und wollte die Anlage verlassen.

Sie liesen mich nicht raus und ich stellte mich vor die Schranke und verlangte nach der Polizei.

Der Chef ging dann auf die Hälfte, also 20 Dollar zurück. Inzwischen waren die Österreicher Franz

und Hermann eingetroffen. Sie sind mit einem alten VW Bus von Kanada her unterwegs nach

Costa Rica, wo der Franz eine Bungalowanlage besitzt und vermietet.

Inzwischen hatte ich mich mit dem Chef geeinigt und bezahlte die 20 Dollar mit der Auflage

noch eine Nacht bleiben zu dürfen.

Bei einigen Bieren erzählten wir uns unsere Erlebnisse, die beiden Österreicher, Wolfgang, ein

Ingeneur aus Deutschland und ich.

Am nächsten Morgen nahm ich dann die letzten 50 km Honduras in Angriff.

Minna 1.464 (60.859) km Mot 580 (9.673) km

weiter gehts auf WR 19 Nicaragua, viel Spass

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