Utah, Arizona vom 01.10.13 bis 04.10.13

Kaum durchquerten wir das Tor von Nevada nach Utah, ist die Landschaft eine völlig andere. Die Berge sind verschwunden,

eine weite, weiße Ebene ersetzt sie. Soweit das Auge reicht, Salzseen.

Wir testen das tote, salzige Wasser.


Hier, auf dem Bonneville Speedway wurde auch der Weltrekord (622 mi/Std.) , von raketenbetriebenen Autos aufgestellt.

Nach dem Abendessen rasten wir noch eine Weile, bis es dunkel war. Ein paar Kilometer machten wir dann noch.

01.10.13 kurz vor Salt Lake City Utah 260.299 N 40 45 43 W 112 47 01

Rein gings in die Mormonenstadt, Ziel Koa-Camp, eingecheckt für 3 Tage, also bis Freitag. Per Mail bekamen wir Bescheid

von Bärbel, dass die Nationalparks in den USA alle geschlossen sind, wegen Unstimmigkeiten im Senat. Na gut 3 Tage haben

wir, dann müssen wir unsere Pläne vielleicht ändern. Aber ich bin guter Hoffnung, dass Obama das wohl lösen wird, schon 

uns zuliebe.

02,03,04.10.13 Koa Camp Salt Lake City Utah 260.383 N 40 46 23 W 111 55 52

Wir sehen uns die Mormonenstadt mal näher an. Herrliche Bauwerke lassen uns staunen. Diese fleißigen Leute haben

sie in sehr kurzer Zeit entstehen lassen. Freundliche Unterstützung erhalten wir an vielen Stellen und an Erlärungen 

mangelt es auch nicht. Ich weiß nicht, ob die mormonischen Fremdenführer aus aller Herren Länder, das ehrenamtlich

machen, den soweit ich weiß ist ja bei den Mormonen kein Verdienst möglich und es geht alles mit Tauschhandel.

Salt Lake City

ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah und mit rund 186.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Staates.

Im Ballungsraum leben über 1,1 Millionen Menschen. Salt Lake City ist County Seat (Verwaltungssitz) des Salt Lake

County.

Die Stadt wurde 1847 von Mormonen gegründet. Auch heute noch gilt die Stadt als Zentrum der Kirche Jesu Christi

der Heiligen der Letzten Tage.

Geschichte

Am 24. Juli 1847 wurde Salt Lake City von 143 Männern, drei Frauen und zwei Kindern an der Ostküste des Großen

Salzsees gegründet. Diese Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (HLT, englisch Latter-day

Saints, LDS), auch Mormonen genannt, waren hauptsächlich wegen der religiösen Verfolgung und Diskriminierung in

den östlichen Staaten geflohen. Sie waren die ersten Weißen, die sich in Utah niederließen.

Nach dem Lynchmord an ihrem Kirchengründer Joseph Smith leitete der zweite Kirchenpräsident Brigham Young die

Mehrheit der Kirchenmitglieder in Richtung Westen – das Gebiet der Stadt gehörte damals offiziell noch zu Mexiko,

war aber praktisch ein Niemandsland; so hoffte man, aus dem Gebiet der als feindlich empfundenen USA zu entkommen.

Letztlich gelang dies zwar nicht, aber bis die US-Zentralmacht hier merklich in Erscheinung treten konnte, waren die

Mormonen bereits fest genug etabliert, um in ihrer Existenz nicht mehr gefährdet zu sein.

Berichten zufolge hatte Young bei der Ankunft im Salt Lake Tal eine Vision, die besagte: Dies ist der richtige Ort.

Ursprünglich hieß sieGreat Salt Lake City, wurde allerdings umbenannt, als sie Hauptstadt des Gebiets wurde.

Am 19. November 1915 wurde Joe Hill in Salt Lake City hingerichtet. Der aus Schweden eingewanderte Wanderarbeiter

und Sänger war des Mordes angeklagt und in einem bis heute umstrittenen Prozess zum Tode verurteilt worden.

Im Jahr 2002 war Salt Lake City Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt liegt in einem großen Tal, dem Salt Lake Valley, das von der Wasatchkette im Osten und dem Oquirrh-Gebirge

 im Westen eingeschlossen wird. Wie die meisten Städte, die sich nördlich und südlich von Salt Lake City erstrecken

(wie Ogden und Provo) liegt es am Fuße des Wasatchkette, die sich an manchen Stellen eindrucksvolle 2.000 Meter über

dem Tal erhebt. Dieses städtische Gebiet ist auch als die Wasatch Front bekannt.

Klima

Salt Lake City liegt in der semiariden Klimazone mit ausgeprägtem Sommer und Winter. Frühling und Herbst kommen fast

gar nicht zur Geltung. So ist es im Sommer trocken und heiß und im Winter ist die Stadt vom Schnee geprägt. Das

Oquirrh-Gebirge an der Stadt ist eher kahl, während an der Wasatchkette auch Bäume, wenn auch nur Nadelbäume wachsen.

Das Winterklima ist wegen des ausgleichenden Effekts des Großen Salzsees nicht so rau wie in Cheyenne oder Denver. Die

Temperaturen fallen selten längere Zeit unter -18 °C. Das Sommerklima ist entsprechend ebenfalls vom See ausgeglichen,

dazu kommt die Höhe der Stadt bei etwa 1350 Meter. Durchschnittlich etwa achtmal im Jahr werden 38 °C überschritten, diese

Tage sind allerdings nicht so unangenehm, da es sich um eines der trockensten Gebiete des Landes handelt.

Zwischen Dezember und März ist Schneefall relativ häufig, aber es ist ungewöhnlich, dass bei einem Sturm mehr als 30 cm

auf den Talboden fallen. An Böschungen nahe der Berge fällt wesentlich mehr. Im Sommer gibt es nur sporadischen Regen.

Die Sommer-Monsune, die von Mexiko und Arizona aufsteigen, betreffen von Mitte Juli bis September die Region, sind oft mit

starken Gewitteraktivitäten verbunden.


                 
                       
 
 

Stadtaufteilung

Die Stadt selbst ist gitterförmig angelegt, die meisten Straßen verlaufen genau von Norden nach

Süden oder Osten nach Westen. Der Ursprung des Gitters liegt in der Süd-Ost-Ecke des Tempelbereichs,

dem Standort des Salt Lake Tempels. Straßenbezeichnungen und Adressen sind demKoordinatensystem

 entsprechend.Die Gebäude der Innenstadt sind eine beeindruckende Sammlung von alten und neuen

Strukturen, einerseits gibt es Hochhäuser aus Stahl und Glas mit 20 Stockwerken, daneben Gebäude

des 19. Jahrhunderts aus Ziegeln und Mörtel. Das höchste Gebäude der Stadt ist das 26-stöckige

Bürogebäude der HLT-Kirche, in dem sich deren Verwaltungszentrale befindet. Weitere wichtige Gebäude

sind die EnergySolutions Arena, das Wells Fargo Center, das One Utah Center, die Salt Lake City Public

Library, das historische Tabernakel (ehemals die größte Veranstaltungshalle im amerikanischen Westen,

heute noch Ort vieler Konzerte), der Salt-Lake-Tempel und das neue Konferenzzentrum der HLT-Kirche, das

etwa 20.000 Plätze bietet. Ein weiteres imposantes Gebäude ist das Salt Palace Convention Center. Es

verfügt nach mehreren Erweiterungen über umgerechnet 47.843 Quadratmeter Ausstellungs- und 15.235

Quadratmeter Konferenzraumfläche. Über das Jahr verteilt finden dort diverse Ausstellungen und Konferenzen

statt, unter anderem die Novell Brainshare.

Der Hogle Zoo liegt am Fuße der östlichen Ausläufer-Berge, der Liberty Park befindet sich südöstlich der

Innenstadt.

Salt Lake City and County Building

Im Gegensatz zum Rest von Utah haben seit den 1970ern demokratische und liberale Politiker die politische Mehrheit in

Salt Lake City. Etwa die Hälfte von Salt Lake Citys Bevölkerung sind Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der

Letzten Tage, verglichen mit etwa 75 % für ganz Utah und 90 % in den eher ländlichen Gemeinden. Daher ist auch der

 Einfluss der Kirche auf den Staat ein stark diskutiertes Thema.


Demographie

Laut dem Zensus 2010 wohnen in der Stadt 186.440 Menschen in 71.461 Haushalten, und 57.543

Familien. Es gibt 75.177 Wohneinheiten bei einer durchschnittlichen Dichte von 272,7/km².

DieBevölkerungsdichte beträgt 643,3/km² (1.666,1/mi²).

75,1 % der Bewohner sind Weiße, 2,7 % Afroamerikaner, 1,2 % Indianer und 4,4 % Asiaten.

10,7 % gaben als Antwort other race (andere Rasse) an. 3,7 % gehören zwei oder mehr Rassen an.

30,33 % der Bevölkerung haben lateinamerikanische oder spanische Vorfahren. 18,5 % der

Bevölkerung wurden im Ausland geboren, 27 % sprechen zu Hause eine andere Sprache als die englische.

Das Durchschnittseinkommen eines Haushalts beträgt nach dem Zensus 2000 in der Stadt 36.944 Dollar,

das einer Familie 45.140 Dollar und das Pro-Kopf-Einkommen 20.752 Dollar. Männer verdienen 31.511

Dollar gegenüber Frauen mit 26.403 Dollar. 15,3 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, davon

sind 18,7 % Kinder jünger als 18 und 8,5 % 65 Jahre und älter. Für den Zeitraum 2006 bis 2010 betrug das

Durchschnittseinkommen 44.223 Dollar und war damit deutlich höher als 2000. Der Anteil der Menschen

welche unter der Armutsgrenze leben ist mit 17,5 % ebenfalls höher als noch 2000.

Obwohl in Salt Lake City die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ihren Hauptsitz hat, stellen

Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft mit weniger als 50 %, anders als im Bundesstaat Utah mit 62 %,

nicht die Bevölkerungsmehrheit.

Natürlich hat die Stadt auch noch ein anderes Gesicht. Moderne Einkaufsstrassen und Hochhäuser, da ist

Amon wieder in ihrem Element und zieht durch die Häuser, während ich im Cafe oder auf der Strasse auf sie warte.

Auch die Minna bekommt hier bei Km Stand 260.400 neues Öl, einen Ölfilter und einen Luftfilter.

Am 3.10., nach einer bitterkalten Nacht, brechen wir mit dem Motorrad auf, um uns Antilope Island anzusehen.

Zuerst mal verfahre ich mich in Salt Lake City, komme zum Flughafen auf einer 4-spurigen Autobahn, die in dem 

Großparkplatz mündet. Ich kann nicht zurück, umfahre die Schranke und suche den Parkplatzausgang. Dort

stoppt mich eine weitere Schranke und die nette Dame verlangt mein Ticket. Ich erkläre ihr, dass ich mich

nur verfahren habe und die Antilope Island suche. Sie kann es nicht fassen, da ich durch die Eingangsschranke

ohne Ticket nicht durchkomme, meint sie und holt ihre 2 Vorgesetzten. Die lassen den Film vom Eingang 

durchlaufen und wir sehen alle, wie ich um die Schranke herumfahre.Ich merke, wie sich ihre Mienen verfinstern. 

Diskussionen beginnen, in welcher Weise ich mich strafbar gemacht habe, ich erkläre ihnen nochmals, ich hätte

mich ja nur verfahren, bin Tourist und wollte auf keinen Fall parken. Als sie erfahren, dass wir aus Germany sind,

werden sie freundlicher, ermahnen mich dringlichst, sowas nicht nochmal zu machen, und sie erklären uns den

Weg zu unserem Ziel und öffnen die Schranke.

Nach 70 Kiometern kehren wir, völlig durchfroren, in eine Tacobar ein und stärken uns mit einer Chilly und einer

Hühnersuppe. Dann überqueren wir den 10 Kilometer langen Damm durch den Salzsee und sind auf Antilope

Island. Mit nur wenig Freude, weil es uns so schrecklich kalt ist, nehmen wir Antilopen und einige Bisons in der

herrlichen Umgebung wahr. Als wir wieder an unserem Campingplatz ankommen, brint uns eine heiße Dusche

wieder auf Normalthemperatur. Die Heizung in der Minna ist ja außer Funktion, aber nach einer heißen Suppe 

und Tee machen wir uns warme Gedanken an Las Vegas, wo wir ja schon morgen oder Übermorgen Wüstenklma

erreichen werden.

Am Freitag, den 4.10. verlassen wir Salt Lake City, es ist immer noch sehr kalt hier. Man merkt, dass es doch

auf 1200m Höhe liegt. Anfangs scheint die Sonne, als wir aufbrechen. Ringsum sind die Berge eingeschneit. Es 

zieht sich wieder zu und es beginnt wieder leicht zu schneien, als wir auf der 15er south unterwegs, in Richtung

Arizona sind. Die Strecke ist nicht so eintönig wie auf der die 80er, unserem Weg nach Utah. Das Wetter bessert

sich wieder und wir kommen am Eingang des Zion Nationalparks vorbei. Jetzt können wir uns mal selbst überzeugen,

tatsächlich, ich hatte immer noch ein bisschen geglaubt, wir werden verarscht, der amerikanische Kongress kann

doch nicht wirklich so bescheuert sein und alle NPs im Land wegen einer 30-köpfigen hirnlosen Minderheit, schließen.

Es ist so, "closed" mit Schranke.

Das kurze Stück durch Arizona ist wildes wunderschönes Land. Rote Erde und rote Felsformationen, in verschiedenen

Varianten lassen uns nur staunen.So ein schönes Land haben die Amis wirklich nicht verdient.

Nach 40 Kilometern sind wir durch, durch Arizona und wir haben wieder Nevada erreicht.

 

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