Kopie WR 19 Nicaragua

Nicaragua

Das 3. zentralamerikanische Land ist erreicht. Dieses Mal kam ich den Schleppern nicht aus und

deshalb wurde es auch der teuerste Grenzübertritt. Hier 3Dollar, dort 25, dann wieder12 und dann 

nochmal 30 Dollar. Ich hatte keinen Überblick mehr, was ich nun bezahlt habe und wer gerade mit

irgendwelchen Papieren von mir wo unterwegs war. So kostete mir der Grenzübertritt auf der

honduranischen Seite bestimmt 80 Dollar und es ging wahrscheinlich auch nicht viel schneller. 

Franz und Hermann, mit ihrem VW Bus waren inzwischen auch da.

Desinfektion im Innenraum der Minna, zuerst weigerte ich mich, doch als sie mich dann zurückschicken

wollten, willigte ich doch ein. Er hielt seinen Schlauch, aus dem weißer Damdf oder Rauch kam, in den

Fußraum undnach 2 Sekunden war er fertig. Irgendetwas habe ich natürlich auch dafür bezahlt.

Auf nicaragischer Seite ging das Prozedere gleich weiter, Ich musste wiedermal eine Versicherung 

für Motorrad und Auto abschließen, weiß aber nicht, welches Geld nun dafür verwendet wurde. Es

waren sicher auch hier nochmal 80 Dollar, die ich zahlte. Plötzlich kam der eine Schlepper und 

deutete mir an, um noch einige Kopien anfertigen zu können, müssen wir ein Stück fahren. Als ich 500

Meter weiter war, sagte er ich solle anhalten, ich war schon sehr skeptisch, hier in freier Botanik, aber 

ich hielt mich an seine Anweisungen, wir waren schon einen halben km nach der Grenze.Ok fertig,

sagte er, er wolle noch einen Tip von 400 Kordobas, ca. 16 Dollar. Auch die gab ich ihm dann noch,

und ich konnte alleine weiterfahren, in der Hoffnung, dass mit meinen Papieren alles in Ordnung sei.

5 km später wurde ich nochmal angehalten, der Polizist kontrollierte alle Papiere und schickte mich

weiter. Also glaube ich mal, alles ist ok. 2 Stunden Zeit für dei Grenze, das ist gut.

Nicaragua

 liegt in Mittelamerika. Im Osten des Landes liegt die Karibik und im Westen der Pazifik. Im Norden grenzt Nicaragua an Honduras und im Süden an Costa Rica.

Nicaragua ist das größte Land in Mittelamerika. Hier befindet sich auch der größte Süßwassersee, der Lago de Nicaragua oder auch Cocibolca.


Nicaragua lässt sich grob in drei Regionen einteilen, in:

  • die Pazifikküste (Region de Pacífico) und die Mitte(Región Central) des Landes, in denen ein Großteil der Bevölkerung wohnt und die in 15 Verwaltungsregionen untergliedert ist und in
  • die Karibikküste (Regiones Autónomas), die wesentlich weniger erschlossen ist und aus zwei autonomen Verwaltungsregionen besteht:

Städte

  • Managua - Hauptstadt Nicaraguas
  • León
  • Granada
  • Estelí
  • Rivas
  • San Juan del Sur
  • Matagalpa
  • San Carlos
  • Geld und Preisniveau

    Die offizielle Landeswährung ist der Cordoba. Im Mai 2012 entsprach 1 Euro etwa 29 Cordoba

    Daneben gibt es einen parallelen Geldkreislauf in US-Dollar. Diese werden von manchen Supermärkten angenommen, das Wechselgeld gibts dann in Cordoba. Hierbei ist der Kurs relativ gut. Gängig ist auch das Tauschen auf der Straße, dabei ist es aber wichtig, selber zu rechnen, da z.T. manipulierte Taschenrechner benutzt werden.

    Auch die Banken tauschen Dollar, aber in der Regel zu einem schlechteren Kurs.

    Küche

    Die Nicaraguanische Küche ist vor allem auf "schnelle Zubereitung" bedacht. Viele Einheimische führen das auf Kriege und Revolutionszeit zurück, in der das wichtigste schnelle Zubereitung war.

    Das wohl bekannteste Gericht Nicaragua ist das sogenannte "Gallo Pinto" (bedeutet "angemalter Hahn"), eine Mischung aus Reis und Bohnen.

    Das traditionelle Getränk ist der Pinol-Saft, der aus Maismehl, Zucker und Wasser Hergestellt wird. Das Getränk ist gewöhnungsbedürftig. Zu empfehlen sind die überall im Land erhältlichen "Refrescos naturales", frisch hergestellte Säfte aus einheimischen Früchten.

    Unbedingt probieren haben sollte man den heimischen Rum "Flor de Caña", welcher oft für das Getränk "Nica Libre" genutzt wird, was im Grunde nichts anderes ist als ein Cuba Libre.

  • Unterkunft

    Generell ist in Nicaragua so ziemlich alles zu haben an Unterkünften. Ab $3 kann mann ein Zimmer bekommen, ob man dieses aber auch wirklich möchte, muss jeder selbst wissen. Für ein halbwegs angenehmes Zimmer mit Bad und Ventilator sollte man auf jeden Fall um die $10 einplanen. In Touristengebieten wie San Juan del Sur, dem Zentrum von Leon oder auf den Corn Islands wird dies evtl. nicht mehr reichen, da sind Preise in dieser Kategorie bis $25, zumindest in der Saison, normal. Kleine Häuser, sogenannte Cabanas, z.b. am Strand vom Cocibolca oder am Pazifik sind etwa ab $40, aber auch für $150 pro Nacht zu haben. Diese sind dann meist mit eigenem Bad, Klimaanlage, Kühlschrank bestückt und sind normalerweise auch für 4 Menschen nicht zu eng. Das sind ungefähre Angaben von Dezember bis Ende Mai. In der Nebensaison kann man manchmal ganz gute Deals rausschlagen. Zwischen Weihnachten und Silvester und in der Semana Santa sollte man auf jeden Fall im voraus buchen und mit höheren als den regulä

  • ren Preisen rechnen.

  •  
  • Auf den ersten Kilometern wurde mir bewußt, in einem sozialistischem Staat angekommen zu sein, die

  • ExDDR läßt grüßen. Man sieht kaum Obststände, alles ist vermüllt und wenn man mal ein kleines Loal am

  • am Straßenrand sieht ist es geschlossen, mag sein, dass hier der Sonntag geheiligt wird.

  • Corinto war die erste Stadt, die ich ansteuerte, in meinem Reiseführer steht, dass es der schönste Hafen

  • im ganzen Land sein soll. 

  • Die ganze Stadt stand voll verrosteter Container und Tanklastwagen, kaum ein Fleck, wo man mal

  • den Pazifik sehen konnte.Dreck, Dreck und nochmal Dreck, ich verließ die Stadt auf dem schnellsten

  • Weg in Richtung Leon, hielt mich dort aber erstmal nicht auf, da es schon wieder mal spät war und ich

  • wollte mir ein Quartier am Ausflugsort Poneloya, am Pazifik, suchen.

  • Mein Navi versagte in Leon natürlich wieder gänzlich und führte mich durch Schutthalden und

  • Abwasserkanäle. Einmal setzte ich gewaltig auf und gleich darauf kam ich auf eine wunderbare

  • Teerstrasse, die ich sicherlich schon vorher hätte fahren können, aber das Navi kannte sie

  • anscheinend nicht. Nach 20 Kilometern kam ich in dem reizvollen, sauberen Ort, Poneloya, an.

  • Beim Durchfahren erkannte ich schon einige in Frage kommende Stellplätze. Am Ende des Ortes

  • kam gerade eine junge Truppe mit einem Ausflugsboot an. Als ich sie fragte, wo sie untergebracht

  • sind, merkte ich ihre betrübte Stimmung. Es waren Holländer und einer davon lebt in Berlin, mit 

  • ihm kam ich dann ins Gespräch. Die Gruppe war beim Schwimmen im Pazific, als 2 Mädchen

  • von einer Strömung abgetrieben wurden und panisch wurden. Eine davon konnten sie noch an Land

  • bringen, aber die andere ertrank.

  • Ich fuhr das Hotel Maritmo an und fragte ob ich mir dort ein paar Tage eine Bleibe einrichten könne.

  • Die ersten beiden Mädels waren unfreundlich und lehnten ab, ich versuchte es trotzdem und fuhr in den

  • Hotelhof, wo ich mit 2 freundlichen jungen Mädels ins Gespräch kam. Ihr Boss schläft gerade und wenn

  • er aufwacht, werden sie ihn fragen. Derweil ging ich ins Internet und im Pool ein bisschen schwimmen.

  • Der Chef, Estanislao, ein Spanier, der seit 3 Jahren hier ist, und eine Nicaraguanerin, Karolina, geheiratet

  • hat und mit ihr das Hotel führt, hat natürlich nichts dagegen, dass ich hier Quartier beziehe.

  • Abens luden die 4 mich an ihren Tisch, wir tranken, bei Karaoke und Musik, einige Flaschen Rum und

  • hatten einen lustigen Abend.

  •  

  •  

  • Karolina, Fernanda, Maria und Estanislao

  • 27.10.14 Poneloya Hotel Maritimo 284.778 33.193 12.84778 87.03611

  • Am nächsten Morgen sah ich mir mal den herrlichen Strand an, trotz Ebbe zeigte sich der Pazific

  • von seiner stürmischen Seite.

  • mit meinem Motorrad erkundete ich die beiden Orte Poneloy und Las Penitas. In mehreren 

  • Restaurants erfrischte ich mich mit frisch gepresstem Orangensaft und zu Mittag aß ich einen

  • gegrillten Seefisch.

  • Tagsdarauf machte ich einen Ausflug nach Leon und sah mir mal wieder eine Kirche an. Von 

  • außen betrachtet, abbruchreif, aber innen von irgendwelchen Geldgebern hervorragend

  • restauriert.

  • Zürück im Hotel Maritimo gesellten wir uns wieder an der Bar, als Francois, ein Kanadier aus Quebec

  • mit seiner KTM Adventure eintraf. Er startete in Quebec und kam über Alaska, USA, Mexico nach

  • Zentralamerika und hatte bis dato schon über 40.000 km hinter sich gebracht. Im April 15 möchte er

  • Ushuaia erreicht haben. Viel Glüch Francois.

  • Da er unheimlich sympatisch auftrat, war die hübsche Maria seinem Charme erlegen. Ja manchmal 

  • hat es auch Vorteile, solo zu sein.

  • Auf einmal macht Leo, ein junger Boxer und Haushund, kräftiges Theater, er attackierte einen 
  • Krebs. Das mussten wir uns natürlich aus der Nähe betrachten.
  • Tagsdarauf brach ich wieder mal meine Zelte ab, mein nächstes Ziel waren die Bergregionen

  • an der Honduranischen Grenze. Nachdem mich mein Navi wieder auf den unmöglichsten Wegen

  • aus Leon hinausnavigierte, erreichte ich die Landstrasse nach Sebaco.

  • Es ging wieder auf 1500 Metern Höhe und die temperaturen wurden angenehm. An Matagalpa 

  • vorbei erreichte ich die Hotelanlage Selva Negra, was wohl Schwarzwald bedeutet.

  • Eine gepflegte Anlage, die so gar nicht in das sozialistische Land passt. Die Preis waren

  • auch dementsprechend. Ich trank einen hervorragenden Kaffee und aß dazu Moccacremetorte.

  • Meine Frage, ob ich im Wohnmobil ein paar Tage übernachten könne, wurde, wie ich ahnte,

  • negativ beantwortet. Also zog ich wieder ab, sah mir noch Jinotega an und fuhr zurück nach

  • Maltagalpa.

Dort begann es zu schütten, die Strassen waren ruckzuck unter Wasser. Bei meiner Suche nach

einer Unterkunft wurde ich erst kurz nach Sebaco fündig, auf dem Parkplatz von einem Restaurant,

in dem ich ein Pfeffersteak gegessen hatte. Der Besitzer erlaubte mir, dort zu nächtigen. Aber um

23 Uhr, als ich schon schlief, weckte er mich und verlangte plötzlich 10 Dollar. Wir stritten uns

10 Minuten, aber ich verließ dann doch die unfreundliche Stätte und fuhr noch 90 km bis zur

nächsten Tankstelle in San Benito.

 

 

  • 30.10.14 San Benito 285.109 33.293 12.30845 86.05461

  • Kurz vor Managua kündigte mir mein Reiseführer Thermalquellen an, da mach ich 

  • Pause und frühstücke, dachte ich mir. Als ich sie erreichte, waren sie geschlossen,

  • ich durfte zwar reinfahren, aber bei den Restaurierungsarbeiten half ich ihnen dann

  • doch nicht. Nach dem Frühstück fuhr ich nach Managua und überlegte schon,

  • Nicaragua in Richtung Costa Rica zu verlassen, zu sehr war ich entäuscht von diesem

  • Land.

  • Aber eine Chance wollte ich dem Land noch geben und schlug wieder die Richtung zum

    • Pazific ein. Auf einem 1000m hohen Pass, stoppte mich die Polizei, ich hätte eine

    • durchgezogene Linie überfahren. Nach 10minütiger Diskussion ließen sie mich ohne

    • Strafe weiterfahren, ich glaube, es war ihnen zu müßig, unsere Sprachbarrieren zu 

    • überwinden. Nach weiteren 40 Kilometern erreichte ich Montelimar am Pazific, der

    • Ort wurde in meinem Reiseführer als Paradies geprießen.

    • Ein Wegweiser führte mich zur Anlage Barcelo Montelimar Beach, einer Riesenanlage,

    • die so gar nicht zu diesem Land passt. Ich sah mir sie trotzdem mal an.

    • Reiche und Superreiche aus ganz Mittelamerika tummelten sich hier. Für 150 Dollar,

    • die Nacht könnte ich hier Allinclusive einckecken, aber erst ab Montag, also in 4 Tagen,

    • da sie komplett ausgebucht sind. Also es gibt nicht nur Arme in Mittelamerika.

  • Nach einer weiteren Suche in den Nachbarorten Masachapa und Pochomil fand ich dann

  • ganz am Ende ein Hotel mit deutscher Flagge. Aber die Besitzer, wären heute in Managua

  • und ich könnte nicht eintreten. Wieder verärgert stieg ich in mein Auto und wollte nun

  • entgültig nach Costa Rica weiterreisen, als ich beim Wenden noch ein kleines Hotel

  • entdeckte. Ich fragte nach dem Besitzer und schon kam mir Andrew, ein Kanadier,

  • entgegen und lud mich auf ein Bier ein. Wir wurden uns handeleinig, ich konnte allerdings

  • nicht auf die Anlage fahren, weil die Minna zu hoch ist, aber vor dem Tor konnte ich ein

  • Stromkabel ziehen und somit alle Einrichtungen der Anlage benutzen. 

  • Kurz darauf trafen noch Gary, ein Engländer, und seine Freundin Elli aus Australien, ein.

  • Sie beide wohnen und arbeiten in Whistler, in Kanada und machen einen 3wöchigen Backpacker

  • Urlaub in Nicaragua.

    • 31.10.14 bis 03.11.14 Pochomil 285.222 33.293 11.77612 86.51431

    • Sehr viel gibt Pochomil nicht her, es ist sehr ruhig, viele Restaurants haben unter der Woche 

    • geschlossen, allerdings ist der Strand ein Traum. Ich kann mit dem Motorrad entlangfahren,

    • wie damals in Daytonabeach, nur dass es hier keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt.

    • Das macht schon Bock.

    •  

    • Am Wochenende ändert sich die Situation, auch im Casa Tritito, es wird voll im Hotel und in

    • den Retaurants. Viele kommen aus Managua und genießen den Strand, die Musikbox von 

    • Andrew brüllt den ganzen Tag. Er macht ein gutes Geschäft mit seinem hervorragenden Essen.

    • Leider ist der Swimmingpool voller Kinder, na ja , was solls.

    • Am Montag morgen bekomme ich Nachricht von Angi und Claudio, die eine gute Unterkunft auf

    • der Insel Ometepe in Moyohalpo gefunden haben, und ich entschließe mich dorthin aufzubrechen.

    • Also verabschiedete ich mich von Andrew und machte mich auf den Weg.

    • Über Diriamba erreichte ich Rivas und den Hafen San Jorge.

    • Auf der kleinen Fähren war nur Platz für 3 Fahrzeuge und diese wurden festgezurrt. Es war

    • sehr windig und draußen überschlugen sich die Wellen.

    • Immer im Sichtfeld die beiden Inselvulkane Conception und Maderas.

    • Capitano war guter Dinge, er sah auch nicht wie die Fahrzeuge sich auf der Ladefläche

    • hin und herbewegten, so dass es mir schon ein wenig bange um die Minna ward.

    • Fast allen Passagieren ging es gut, trotz des hohen Wellengangs. 

    • Je weiter wir uns dem Hafen, Moyogalpa, auf der Insel Ometepe, näherten, desto ruhiger wurde

    • auch ich.

    • Dann sah ich Angela und Claudio, die mich schon erwarteten. Es waren dann nur ca.

    • 500 Meter zum Hotelplatz Nahuatl. Dort packten wir erst mal die Rumflasche aus und 

    • feierten unser Wiedersehen. Das letzte Mal sahen wir uns, Ende Mai, in Cancun.

    • 04.11.14 bis 08.11.14 Insel Ometepe Moyogalpa Hotel Nahuatl 285.347 33.293 11.53876 85.69836
    • Auf dem schattigen Platz im Hotelhof war es angenehm kühl, auch mit Moskithos keine Probleme. Das
    • Hotelpersonal ist freundlich, das Stadtcenter ist zu Fuß, auch für mich, leicht zu erreichen. Mit dem Moped
    • erkundige ich die nähere Umgebung. Leider schleppe ich seit geraumer Zeit eine Erkältung mit mir herum. 
    • Besonders Hustenanfälle machen mir Probleme und so entschließe ich mich am Donnerstag, den 7.11.14
    • das Rauchen aufzuhören.
    • Claudio und Angela haben sich ein Moped geliehen, 20 Dollar am Tag, da kann man nichts sagen. Es gibt
    • ein Riesenangebot an Leihmotorrädern und Quads, jeder will eben seine Dollars machen und das drückt 
    • den Preis.
    • Wir fahren einen Achter um die beiden Vulkane, das sind etwa 120 Kilometer, teilweise richtig gute
    • Endurostrecken. 
    • Kühe haben auf einer solchen Strecke natürlich Vorfahrt und wir warten immer bis sie sich an
    • uns vorbeigedrückt haben.
    • In Altagracia legen wir einen Stop ein. Die Insel mit ihren 2 kegelförmigen Vulkanen, zieht sehr
    • viele Touristen an. Seit ich in Zentralamerika verweile, habe ich noch nirgends so eine fast 
    • perfekte Infrastruktur vorgefunden, trotzdem sind die Preise allgemein sehr niedrig, aber
    • wielange noch?
    •  
    • Zu mittag machen wir Halt am Oyo of Agua, einer Thermalquelle mit 20 Grad erfrischenden Quellen.
    • Im dazugehöhrigen Restaurant bekommen wir ein anständiges Essen.
    •  
    • Nach einem weiteren Stop, schon auf der kleinen Insel, trennen sich unsere Wege, da Claudio
    • und Angela ihr Motorrad gegen 17 Uhr abgeben müssen. Sie fahren zurück und ich habe 30 km
    • Hardenduro vor mir mit meinem häßlichen Entlein.
    •  

    Es war wiedermal finster, als ich zurückkam.

    • Vollmond über dem Vulkan
    • Am 9.11. verließen wir die Insel Ometepe, meine Schweizer Freunde brachen schon frühmorgens
    • um halb sieben auf, denn sie hatten eine Fähre 12 Kilometer südlich gebucht. Ich konnte hingegen
    • noch ausschlafen, da meine Fähre erst um 12 Uhr 30 ablegen sollte.
    • Um 11 Uhr war ich vorort und um 14 Uhr fragte ich mal nach, denn die Fähre stand zwar hier, aber
    • es fand keinerlei Aktivität auf ihr statt. Man erklärte mir, die Fähre sei kaputt und ich sollte mich nach
    • einer anderen umsehen. Danke, dass ich gefragt habe. Im Büro konnte ich umbuchen, auf eine Fähre,
    • die um 16 Uhr ablegen sollte und um 17 Uhr 15 dann auch ablegte. Es war finster, als ich gegen 19 Uhr
    • in Rivas an Land fuhr, trotzdem fuhr ich noch die 80 km nach Granada und traf an der Rotkreuzstation
    • Angi und Claudio.
    • 09.11.14 Granada Rotkreuzstation 285.423 33.480 11.93105 85.94653 Nicaragua
    • Granada – Zauberhaft romantisches Kolonialflair

      Nicaragua: Granada

      Granada – eine der ältesten Städte Mittelamerikas – ist mit seiner kolonialzeitlichen Architektur neben Léon die schönste Stadt in Nicaragua. Sie liegt 47 km südlich der Hauptstadt Managua in unmittelbarer Nähe zum Vulkan »Mombacho« und direkt an der Westküste des großen »Nicaragua Sees«.


      Vulkan »Mombacho«

      Der Vulkan »Mombacho« ist 1400 Meter hoch und ist schon seit einigen Jahren erloschen. Im Naturreservat des »Mombacho« können Sie nicht nur seltene Pflanzen und Orchideen bestaunen, sondern angstfreie Menschen können hier ein ungeahntes Freiheitsgefühl erleben und auf sogenannten »Canopy Touren« in schwindelerregender Höhe an Drahtseilen von einem Baumwipfel zum anderen gleiten.

       

      »Nicaragua See«

      Der »Nicaragua See«, »El Lago de Nicaragua« oder von den Einheimischen liebevoll »Cocibolca« genannt, ist ein beliebtes Ausflugsziel der Granadinos. Der See ist über 300 km lang und hat sauberes Wasser. Mit seinen 8.157 km² Flächenausmaß gilt er als der zehntgrößte Süßwassersee der Erde. An seinen Ufern befinden sich zahlreiche Ausflugslokale, in denen ein leckerer Süßwasserfisch (Guapote) mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern serviert wird.

       

      »Las Isletas«

      Vor den einfachen, aber sauberen Lokalen warten Boote auf Sie, welche Sie zu den »Isletas« bringen. Die Inselgruppe »Las Isletas« besteht aus über 300 kleinen Inseln. Enstanden sind sie durch einen Ausbruch des »Mombachos«.

       

      Eingehüllt in tropische Vegetation befinden sich auf diesen idyllischen »Isletas« Ausflugslokale, Hotels und Ferienhäuser.

       

      »Zentrum von Granada«

      Vom »Nicaragua See« ins »Zentrum von Granada« ist es »nur« ein kleiner Spaziergang. Promeniert man etwa am Sonntag an der Uferpromenade entlang, trifft man dort überall auf die musizierenden oder Fußball spielenden Einheimischen.

       

      Zwar spenden hier und da große alte Bäume Schatten, doch bei großer Mittagshitze wäre auch die Fahrt mit einer Rikscha sehr empfehlenswert.

       

      Mit 531 km² Flächenausmaß ist Granada die drittgrößte Stadt Nicaraguas. Das Zentrum gruppiert sich um den »Parque Central«, der von der Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und zahlreichen restaurierten Kolonialbauten eingerahmt ist. Hier an der Plaza Central spielt sich im Schutze der schattenspendenden Bäume das bunte Leben der Granadinos ab. Nehmen Sie eine der wundervoll geschmückten Pferdekutschen und lassen Sie sich zu einer romantischen Fahrt durch die bunten Straßen verführen.

       

      »Casa de Los Tres Mundos«

      Eines dieser farbenprächtigen Bauten am Plaza Major ist die »Casa de Léones«. Sie wurde einst von dem österreichischen Schauspieler Dietmar Schönherr zu einer kulturellen Begegnungsstätte umgewandelt und heißt heute: »Casa de Los Tres Mundos«. Durch die engen Beziehungen, die Schönherr zu dem damaligen Kulturminister Ernesto Cardenal pflegte, entwickelte er die Idee, daß nicht nur Brot (Pan) sondern auch Kunst (Arte) für die Menschen Nicaraguas wichtig wäre. So gründete er 1994 den Verein »Pan y Arte« und kaufte das alte, verfallene und von Termiten zerfressene Patrizierhaus, das schon bald im neuen Glanz erstahlt zum kulturellen Zentrum Nicaraguas avancierte. Mittlerweile gilt die »Casa« als ein herausragendes Projekt europäischer Entwicklungshilfe. Sie zieht Kunst und Kulturschaffenden aus der ganzen Welt an und bietet jungen Nicaraguanern die Möglichkeit zur Ausbildung in Musik, Tanz, Poesie, Handwerk und Literatur.

       

       

      Sehr praktisch ist das moderne Internet-Café der »Casa«. Hier können Sie nicht nur Ihre E-Mails checken etc. sondern Sie treffen hier kulturinteressierte Reisende aus aller Welt. Und manchmal auch den symphatischen Gründer Dietmar Schönherr sowie den immer aktiven Leiter der »Casa« Dieter Stadler.

       

      Kirche »San Francisco«

      Gleich rechts um die Ecke von der »Casa de Los Tres Mundos« kommen Sie zu der Kirche »San Francisco« oder auch »El Conjunto Histórico del Antiguo de San Francisco« genannt. Diese wurde im Jahr 1529 gegründet und beherbergt heute ein Museum mit präkolumbischen Monumentalskulpturen. Gefunden wurden die eindrucksvollen Skulpturen auf der Insel »Zapatera« im »Nicaragua See«.

       

       
       

       

    10.11.14 bis 11.11.14 Laguna Apoyo Restaurant 285.448 33.480 11.94274 86.04176 Nicaragua

    Die Lagune Apoya ist bestimmt eines der schönsten Fleckchen in Nicaragua. Der Kratersee liegt 

    auf ca. 150 Meter Meereshöhe und ist über 200 Meter tief. Das Wasser ist zwischen 25 und 27 Grad

    warm und kaum merklich salzig. Am Nordwestufer gibt es einige Restaurants, die allesamt, außer das

    westlichste, keine Möglichkeit haben, Camper unterzubringen. Wir bezahlen 4 Dollar für den Stellplatz 

    und verplichten uns nochmal 6 Dollar pro Person und Tag für Verzehr auszugeben. Danach steht dem 

    Badespass nichts mehr entgegen. Wir bleiben 2 Tage und machen uns dann auf nach Masaya,

    zum dortigen Vulcan. Nachdem wir 4 Dollar Eintritt bezahlten, konnten wir zum Museum

    weiterfahren und es besichtigen, in dem auch in englischer Sprache Erläuterungen verständlich

    gemacht werden. Danach können wir tatsächlich bis zum Kraterrand den immer noch aktiven

    Vulkans fahren. Angi bestätigt mir, dass soetwas auch in Costa Rica nicht möglich sei. Immer

    wieder stößt der Krater tief unter uns seine Rauchwolken aus, was Nichtraucher, wir wir es sind, 

    es als sehr unangenehm empfinden. Da Angi und Claudio noch einige Wanderungen um den 

    Krater vorhaben und auch die Nacht dort verbringen wollen, trennen sich unsere Wege. Wir 

    verabschieden uns und werden uns erst wieder in etwa 2 Jahren, entweder in Deutschland

    oder in der Schweiz wiedersehen. Viel Glück Euch beiden auf dem Weg nach Norden.

    Angi gibt mir noch den Tip mit in San Jose del Sur den Campground Mathilda aufzusuchen, und

    den nehme ichmir als nächstes Ziel vor.

    Nach 2 Stunden bin ich in San Jose del Sur, die lebhafteste Stadt am Pacific, die ich bisher in

    Mittelamerika kennengelernt habe, für Nicaragua eine unglaubliche Infrastruktur. Nachdem ich 

    die Stadt abgefahren habe, frage ich einen Taxifahrer nach dem Mathilda Campground. Der wäre

    etwa 10 km nördlich beim Strand von Majagual. Ich machte mich auf den Weg dahin, die Strasse

    war saumäßig schlecht und immer wieder musste ich unter tiefhängenden Ästen durchfahren.

    Nach knapp einer Stunde erreichte ich das Areal Mathilda, oder Majagual. Der Campground besteht

    allerdings nicht mehr, trotzdem besteht die Möglichkeit einen Stellpltz zu bekommen, sogar mit

    Stromanschluss. 

    Der Strand ist großartig und ich ging gleich mal baden.

    12.11.14 San Jose del Sur Camping Mathilda 285.613 33.480 1129743 85.91440 Nicaragua

    Eigentlich, wie ich mir nachts überlegt habe, wollte ich einige Tage hier an der wunderschönen

    Bucht verbringen. Als ich jedoch morgens um halb sieben vom Lärm der Holzschleifmaschinen

    geweckt wurde und ich feststellen musste, dass ich unmittelbar neben einer holzverarbeitender

    Fabrik stand, packte ich mein Bündel und zog wieder ab.

    Auf dem Rückweg, sah ich mir die 2. Alternative, den Strand von Maderas an. Ach das ist eine 

    traumhafte Bucht, aber als ich beim Hotel Maderas fragte, ob ich hier mit meiner Minna einige

    Tage verbringen dürfte, wurde es sofort abgelehnt, entweder ich nähme ein Zimmer, oder ich

    müsste verschwinden. Das ist auch allgemein der Unterschied zu den Ländern Honduras und

    Guatemala. Dort konnte man mit den Leuten reden, während hier in Nicaragua, mit Leuten, die

    es zu etwas Geld gebracht haben, keine Chance auf Diskussion besteht. Ich habe hier immer den 

    Eindruck, entweder gibst du mir deine Kohle oder du verschwindest.

    Also fuhr ich die schlechten 10 Kilometer wieder zurück nach San Jose del Sur und traf am

    Supermarkt, Clemens, einen Deutschen aus Gera. Er erzählte mir, dass er hier schon 20 Jahre

    seßhaft ist und ein kleines Hotel betreibt. Kurzentschlossen lädt er mich ein und ich fahre

    hinter ihm her zum Hotel Pacifico am nördlichen Stadtrand von San Jose del Sur.

    13.11.14 bis 17.11.14 San Jose del Sur Hotel Pacifico 285.632 33.480 11.26298 85.87854 Nicaragua

     

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