Guatemala

Am Grenzübergang La Mesilla wurde ich auf mexicanischer Seite durchgewunken und ich

dachte mir noch, na das geht ja flott. Dann das Niemandsland, 4 km, und schon stand ich

an der Grenze zu Guatemala. Dort ist erstmal das Wichtigste, die Desinfektion der Fahrzeuge.

Nachdem ich die Quittung, Euro 5, dafür in der Hand hatte, hörte der Deinfektionär sofort

auf mit dem Besprühen. Die glauben wohl auch nicht an den Sinn der Sache. Nun begann die

Prozedur  mit der Einfuhrdeklaration. Die nette Dame am Schalter bestand auf die Orginale

der Fahrzeugpapiere und kopierte und kopierte, ich weiß nicht wie oft. Dann stellte sie fest,

der Ausreisestempel aus Mexico fehlt. Mir kam zugute, dass ich die Zeit um eine Stunde

zurückdrehen konnte, und so wurde aus 17 Uhr 30, 16 Uhr 30, derBankschalter macht um

18 Uhr dicht. Nun musste ich nochmal zurück nach Mexico und mir den Ausreisestempel besorgen.

Als ich danach wieder bei meiner Freundin erschien,schickte sie mich nochmal weg, mir den

Einreisestempel zu besorgen, das warennur 50 Meter. Um 17 Uhr 30 hatte ich alles besammen

und ich konnte zum Bankschalter und Quetzales 240 bezahlen (Euro 25).Die Quetzales hatte

ich mir, Gott lob, bei einem der Wechsler, besorgt, 1 Dollar 7 Quetzales.

Um Punkt 18 Uhr setzte ich mich in die Minna und fuhr los.

Es waren 16 km bis Camojallito wo ich rechter hand ein nettes Lokal sah. Dort fuhr ich

auf den Hofparkplatz und ging ins Lokal und bestellte mir mein Abendessen, einen

hervorragenden Fleischspieß.

Mein Freund und Koch, Elwin, gab sich größte Mühe.

09.09.14 Camojallito 281.822 15.61709 91.87529

Es regnet die ganze Nacht, aber als ich aufstand hörte es auf und ich ließ mir von Elwin ein

gesundes Obstfrühstück zubereiten. Dann gings auf durch den zauberhaften Canjon, immer

aufwärts durch das Flußtal. Der Regen heute Nacht hat einige Bergrutsche verursacht, aber

es ging mit einigen Unterbrechungen weiter. Guatemala ist ein grünes, landschaftlich

bezauberndes Land mit freundlichen Menschen.

Schon dachte ich, es wären weniger Topes und schon hatte ich einen übersehen, die Minna

flog über den unsinnigenTeerhügel. Im Spiegel sah schon einen Haltegurt vom Motorrad

davonfliegen. Ein kurzer Halt, die Befestigungen wieder stabilisieren und weiter gehts. Einige 

Pässe um die 3000 Meter, die Minna bewältigt alles ohne aufzumucken.

Soerreichte ich nach gut 200 Kilometer Solola, eine bezaubernde Stadt an einem Bergabhang

gebaut, direkt über dem Atitlansee. Noch einige Kurven und ich bin in Panachajel, meinem

nächsten Ziel.

10 bis 17.09.14 Panachajel Camping Bachia del Lago  282.039 14.74731 91.16424

Gleich, noch vor dem Ort Panachajel, geht es 2x scharf nach rechts zu den beiden Hotelcamping-

plätzen. Da ich den 1. verpasste, fuhr ich den 2., den Tzanjuyu  an und fragte nach dem Preis, der mir

durch Reiseberichte von 2012 mit 50 Quetzal, also 5 Euro vorlag. 17,50 Euro wollten sie jetzt von

mir, also in 2 Jahren Verdreifachung des Preises. Ein Toyota Landcruiser mit Janette und Charles

aus Australien waren die einzigen Gäste. Ich fuhr also informationshalber mal zum 2. Campground,

Bahia del Lago, zurück. Der gefiel mir besser, hatte Wifi, auch auf dem Stellplatz, ansonsten

vergleichbar mit dem anderen, aber für 400 Quetzal, 40 Euro, die Woche.

nachdem ich mein Lager aufgebaut hatte, besichtigte ich mal die kleine Stadt, die sich mir sauber

und übersichtlich präsentierte. Eine Unmenge an Restaurants und Souvenierläden auf ca 500 Meter.

In einer deutschen Bäckerei veruchte ich mein Glück und wollte ein gutes  frisches Brot kaufen. Die

Verkäuferin erklärte mir, dass die Deutschen die Bäckerei verkauft hätten und nach Antigua umgezogen

wären. Die Rezepte haben sie wohl mitverkauft. Es gab schwarzwälder Kirschtorte, Lebkuchen, aber

keine Nürnberger, und sonst noch viel Gebäck, das sehr deusch aussah.

Ich trank noch eine Tasse Kaffee und aß dazu ein Stück Torte und lernte ein amerikanische Paar,

Robert und Bobby Lee, kennen, aus Idaho, die mit Mayaartkeln in den Staaten handeln. Sie erzählen mir,

es wäre ein gutes Geschäft, das sie schon über 20 Jahre tätigen.

Am folgenden Tag ging ich mit Charles und Janette zum Fischessen nach Panachajel. Sie erzählten mir

viel von Australien, Umrundung und Durchquerung, was mich wieder neugierig auf das Land machte. 

Jedoch, rieten sie mir, einen Allrad zu kaufen, damit ich Australien richtig, auch im Outback, kennenlernen

kann. Das Auto kaufen und danach wieder verkaufen, sagten sie.

Die Beiden sind aus Brisbane und haben sich 1 Jahr !!! Zeit genommen, um von Seattle (April 14) über

Alaska und dann die Panamerikana bis Ushuaia zu fahren. Im April 15, wollen sie von Südamerika 

wieder nach Australien zurückverschiffen. Sie haben auch schon Peter und Christa in Mexico getroffen.

Erinnerungsfoto an die Beiden

Am Donnerstag habe ich mich, bei gutem Wetter, entschlossen, mal um den Atitlansee zu fahren.

Das sollte nicht mein bester Tag werden.

Zuerst sah ich mir einen Umzug an, an diesem Wochenende kommt einer der wichtigsten Feiertage

auf uns zu und alles ist unterwegs. Hübsche Mädchen werfen Bonbons vom Anhänger in die

Zuschauer, es böllert überall.

Auch eine Besichtigung einer Kirche steht an, diese ist schon um 1600 gebaut und wurde

auch bei einigen Erdbeben kaum beschädigt.

Dann gins aus dem Ort, gleich wieder über 2000 Meter in die Höhe.

Hoch über dem See, ein Blick auf Santa caterina Palopo.

San Lucas Toliman ist mein erstes Ziel. Dort, ein relativ unbedeutender Ort, machich einen

Stopp und genehmige mir einen Fruchtsaft. Als ich weiterfahren wollte, schlingerte mein Moped,

und ich hatte einen platten Hinterreifen. Keuchend schob ich mein häßliches Entlein den Berg hinauf.

Aus einer kleinen Werkstatt kam ein kleiner Mechaniker auf mich zu und erkannte gleich meinen

erschöpften Zustand. Relax, relax plauderte er auf mich ein und übernahm die Maschine. No

Problem, I can fix it, und schon machte er sich an die Arbeit und nach einer Stunde konnte ich

weiterfahren, aber wolkenbruchartige Regenfälle machten mich von oben bis unten klatschnass.

 

Trotzdem wollte ich noch Santiago de Atitlan erreichen und etwas Stärkendes zu mir nehmen.

Es regnete so stark, dass ich kaum noch was sehen konnte und ich hielt am Strassenrand an.

Dabei gesellte sich ein anderer Mopedfahrer zu mir. Wir unterhielten uns ein wenig, wobei sich

herausstellte, dass ich 20 km einen falschen Weg genommen hatte. Also wieder zurück, jetzt

gab meine Vorderbremse den Geist auf und ich beschloss, meinen Mechanikerfreund in San

Lukas Toliman nochmal aufzusuchen. Der freute sich, als er mich zum 2. Mal heute sah und

machte sich gleich wieder an die Arbeit. Er glaubte, die Bremsbeläge wären runter, aber nachdem

er die komplette Vorderbremse zerlegt hatte, glaubte er mir, dass ich ja erst in San Miguel de Alliende

die Bremsbeläge wechseln hab lassen. Seitdem bin ich kaum über 100km gefahren. Auch an der

Bremsflüssigkeit und am Entlüften lags nicht. Wir waren beide erstaunt, als die Bremse nach dem

Zusammenbauen wieder funktionierte.

Der Regen ließ allerdings nicht nach und so änderte ich meinen Plan, ich Weichei, und fuhr die

35 km nach Panajachel zurück. Da es 2 km vor dem Ziel aufhörte zu regnen, konnte ich meine

kltschnassen Klamotten auf die Wäscheleine zum Trocknen hängen und verließ bis zum nächsten

Morgen die warme Minna nicht mehr.

Am nächsten Morgen, meine Sachen waren über Nacht getrocknet und es schien ein schöner Tag,

der mich wieder unternehmungslustig machte, zu werden. So unternahm ich nach dem Frühstück

meinen nächsten Ausflug, dieses Mal in die andere Richtung, den Berg hinauf, nach Solola.

Dabei fuhr ich an einem hohen Wasserfall vorbei und ich knipste auch mal nach unten, wo sich

der Campingplatz mit der Minna befand.

Kaum hatte ich nach 7 km Solola erreicht, begann es finster zu werden, so dass ich nicht mal

mehr Fotos machen konnte. Als ich dann an einer der vielen Fressbuden Hähchen aus dem

Topf genoss, fing es wieder an zu...... na was wohl, zu regnen. Ich lief durch die Gassen und

es hörte nicht mehr auf. Da ich wieder nass bis auf die Haut war, nahm ich mein Moped und

fuhr wieder den langen kurvenreichen Berg hinab. Es war so duster und neblig, dass man

die Strasse kaum erkennen konnte und es regnete....

In Panajachel wollte ich nicht gleich wieder in die Minna und beschloss, mir noch einen

Cappuccino zu leisten. Ich zog zumindest meine nasse Jacke aus und saß im tropfnassen

Hemd im Cafe, mir gegenüber ein hübsches Mädel, bei dem ich das Herkunftsland nicht einschätzen

konnte und so fragte ich sie einfach, ist halt so meine Art. Sie gab mir zur Antwort "halb Deutsche,

halb Guatemaltekin". Oh, sagte ich erstaunt. Ihre Mutter habe in der Nachbarbucht Santa Cruz,

ein Hotel und sie sei seit 3 Jahren hier und sehne sich wieder nach Deutschland. Wir unterhielten

uns noch eine Weile, redeten über Asien und Afrika, dann musste sie aufbrechen, ihre 9jährige

Tochter von der Schule abholen und dann mit dem Taxiboot nach Santa Cruz fahren. Wir

tauschten noch unsere Namen (Nicoletta) aus, und ich sagte ihr, dass ich sie am Montag in ihrem

Hotel, mal besuchen komme.

Am Rückweg fuhr ich noch bei Charles und Janette vorbei und wir tranken noch ein Bier in ihrem

Landcruiser.

Wenn ermal nicht ganz von den Wolken verdeckt ist, steht er majestätisch über dem See, der

Vulcano Atitlan.

Abends besuchten mich dann Charles und Janette und wir köpften zwei Flaschen Wein

und danach hatte ich noch Reste einer Flasche Ouzo, der auch nicht schlecht werden durfte.

Es war dann Sonntag und Feiertag, wieder böllerte es überall und da die Stadt voll von 

meist guatelatekischen Touristen war, machte ich mich auf nach Santa Cruz zum Hotel del la

Rosa, was ich jedem als Geheimtip ans Herz legen möchte.

Auf dem Weg dahin, kam ich kurz vor Solola an einem Unfall vorbei und 7 km nach Solola

ging es dann steil, schottrig und lehmig den Berg hinab nach Santa Cruz. Eine herrliche 

Bucht, der Schönsten, die ich bisher hier am See gesehen habe. Man kann die Strecke

auch in 10 Minuten per Schiff, von Panajachel aus, für einen Euro zurücklegen. Ich

brauchte mit dem Moped fast eine Stunde.

Die Mutter von Nicoletta hat hier ein Paradies aufgebaut, seit 25 Jahren lebt sie hier und

hat das kleine Hotel de la Rosa aufgebaut. Seit 3 Jahren ist Nicoletta bei ihr und hat die 

Anlage mit einer Launge ergänzt, wo man so richtig relaxen kann.

http://www.booking.com/hotel/gt/y-restaurante-la-casa-rosa.html?aid=365811

An der Bar nahmen wir ein paar kalte Getränke zu uns. Alles was hier zubereitet und

getrunken wird muss aus Panajachel mit dem Boot hergebracht werden, ein Besuch lohnt

sich, die Preise sind wie in Panajachel.

Auf der Launche bieten sich herrliche Blicke auf den See und die 3 Vulkane.

Auch für Massagen und Sauna ist gesorgt.

Die Chefin bereitet leckere Speisen zu.

Als es zu regnen anfing verließ ich das Paradies, da es schon schwierig war bei relativ 

trockenen Verhältnissen hierher zu kommen, wollte ich vermeiden, den Rückweg im

Wolkenbruch zu fahren.

 

Da heute wieder Feiertag ist, sind die Einwohner größtenteils unterwegs, in Bussen Pickups oder

auch zu Fuß. Sie haben immer was zu feiern und sind fröhlich und ausgelassen.

Mit Fackeln in der Hand laufen viele den 6 km langen Berg, von Panajechel nach

solola hinauf.

Im Ort unten treten Kindergruppen auf.

Am Tag darauf besucht mich Nicoletta in Panajachel und wir gehen mal essen.

 

 

Jörg und Simone, aus Mainz, sind auch hier eingetroffen, sie kamen über Belize nach

Guatemala. Jörg , der fast jeden Tag sich im Bagammon übt, hat seine Spielstärke

merklich verbessert und er hat mich 2x besiegt.

Dann heißt es Abschied nehmen von See Atitlan, eine wunderschöne Woche geht zu Ende.

Am 17.9. gegen 13 Uhr verabschieden wir uns, mal sehen wann wir uns auf unserer Reise

Nord nach Süd wieder treffen werden.

Nachdem ich mir auf der kurzen Strecke nach Antigua noch ein Festmal gönnte (Hasenbraten),

erreichte ich die Weltkulturstadt gegen 18 Uhr.

Janette und Charles, die beiden Australier sind schon hier und Greg mit seiner Frau, kamen

kurz nach mir hier an. das Touristenpolizeicamp ist der einzige Platz in Antigua, auf dem man

zentrumsnah und sicher übernachten kann. Die WCs und Duschen, von denen andere Reisende

berichteten, gibt es allerdings nicht mehr.

Wir tranken noch ein paar Gläser Wein, Greg erklärte mir noch, wie man bei meinem Garmin-

navi die lästige Funktion umgehen kann, dass man immer erst eine Strasse eingeben muss,

bevor man einen gesuchten Ort bekommt.

18.09.14 Antigua  282.151 14.55587 90.73970

Am Morgen war ich von uns 5 der erste, der sich auf die Stadterkundung machte. Ich wollte 

der Nachmittagshitze entgehen, und da der Ort nicht allzu groß ist, schaffte ich den Rundgang

bis 13 Uhr und konnte durchstarten, in die Millionenmetropole Guatemala City.

 

Es war mein Kulturtag und ich besuchte auchmal ein Museum.

Es war nicht erlaubt zu fotografieren, aber hin und wieder hatte ich trotzdem die Gelegenheit.

Auch eine Spanischschule besuchte ich, jeder Teinehmer hat seinen eigenen Lehrer, wenn

ich nicht so faul wäre, würde ich auch mal, zumindest einen Wochenkurs belegen, was bestimmt

von großen Nutzen wäre.

Zum Schluß einwenig relaxen, vom vielen Laufen im Park war dann auch noch angesagt.

La Antigua Guatemala (dt. „Alt-Guatemala“; Kurzform: Antigua) ist eine etwa 35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im zentralen Hochland Guatemalas. Sie war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Heute ist Antigua Guatemala Verwaltungssitz der gleichnamigen Großgemeinde (Municipio) und des Departamentos Sacatepéquez.

Die für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannte Stadt gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe.

Geschichte

Im Zug der Eroberung Guatemalas durch Pedro de Alvarado richteten die Spanier am 25. Juli 1524 eine erste Hauptstadt in Tecpán Guatemala bei Iximché (Chimaltenango) ein. Am 22. November 1527 verlegte man sie ins sechs Kilometer südwestlich von Antigua Guatemala gelegene Santiago de Goathemala, die heutige Ciudad Vieja (dt. „Alte Stadt“). Im Herbst 1541 begrub eine Schlammlawine den Ort unter sich, mehrere hundert Menschen starben. Am 10. März 1543 gründete Bischof Francisco Marroquín im nahen Panchoy-Tal die dritte Hauptstadt, die 1566 von König Philipp II. den Namen La Muy Noble y Leal Ciudad de Santiago de los Caballeros de Goathemala erhielt (heute Antigua Guatemala). In den folgenden 200 Jahren entwickelte sich die Stadt zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Mittelamerikas, das Mexiko-Stadt oder Lima in nichts nachstand. Erdbeben richteten im Lauf der Zeit mehrmals schwere Schäden an, doch blieben die negativen Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung nur von kurzer Dauer. Mitte des 18. Jahrhunderts hatte Antigua mehr als 50.000 Einwohner, über 50 Kirchen und Kapellen, Krankenhäuser, Schulen, eine Druckerei und auch eine Hochschule, aus der die heutige Universidad de San Carlos de Guatemala hervorging. Diese Stadt wurde am 29. Juni 1773 durch ein schweres Erdbeben völlig zerstört. Zunächst plante man einen Umzug der Hauptstadt ins etwa 150 km östlich gelegene Jalapa, dann entschied man sich für die 45 km entfernte Ermita-Hochfläche, wo sich heute Guatemala-Stadt befindet.

Antigua Guatemala wurde als Stadt nie aufgegeben, erholte sich jedoch nur sehr langsam. Ab 1871 ermöglichten die Säkularisierung des Kirchenbesitzes und die liberalen Reformen der Regierung Barrios in- und ausländische Investitionen und den Aufbau einer auf Kaffee basierenden Exportwirtschaft. 1976 richtete ein weiteres Erdbeben in Antigua, wie auch in anderen Städten Guatemalas, erneut schwere Schäden an. Einige wenige Ruinen erinnern noch an die verschiedenen Naturkatastrophen, die die Stadt im Lauf der Zeit heimgesucht haben.

1944 wurde die Kolonialstadt zum Nationaldenkmal von Guatemala erklärt, 1965 erfolgte die Anerkennung zum Kulturerbe Nordamerikas, seit 1979 gehört Antigua laut UNESCO–Beschluss zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Sehenswürdigkeiten

Antigua ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen Guatemalas (seit 1979 Weltkulturerbe). Die Stadt weist ein schönes koloniales Stadtbild auf und verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants, Geschäfte und Sprachschulen. Ein kultureller Höhepunkt in Antigua Guatemala sind die prachtvollen Prozessionen in der Karwoche (Semana Santa). Eine weitere Attraktion sind die in Sichtweite gelegenen Vulkane Agua, Acatenango und der noch aktive Fuego. In der Kathedrale befindet sich die Grabstätte des Chronisten und ehemaligen Gouverneurs von Antigua Bernal Díaz del Castillo.

 

Relativ schnell war ich dann im Getümmel von Guatemala City und ich entschloss mich
 
endlich, der Minna 2 neue Reifen zu besorgen. die Vorderreifen hatten jetzt km 130.000
 
auf dem Buckel. In der 3. Reifenwerkstatt wurde ich fündig, 2 Michelin für Euro 300 inkl.
 
Montage und Spureinstellen. Es dauerte bis 17 Uhr. 

Mein Navi hat in der Stadt völlig versagt und so sah ich, dass ich die Metropole so schnell

als möglich verließ. Aber das war nicht leicht. Im Stau verbrachte ich 2 Stunden und es war 

inzwischen finster, als ich eine Landstrasse erreichte.

Eine Stunde fuhr ich noch in der Dunkelheit und hatte keine Ahnung wo ich mich befand.

Da ich auch geschlaucht war, machte ich Halt an einer Tankstelle und legte mich ab.

19.09.14 30 km östl..Guatemala City Tankstelle  282225 14.77100 90.58987

Am nächsten Morgen hatte ich ein gutes Gefühl, auf dem Weiterweg nach Salama. Ich befand

mich auf einer kleinen Strasse undes ging auf und ab, viele Topes und nach 35 km , ich hatte noch

ca 20 km bis Salama, ging die Strasse in Offroad über. Bei einer Wohnhütte erkundigte ich mich,

ob ich auf dem richtigen Weg wäre. Eine Frau erklärte mir, im Grunde schon, aber 2 km weiter, ist

die Brücke über den großen Fluss eingestürzt und ich müsse zurück nach Guatemala City und die

Gue 5 nehmen. Na gut insgesamt 80 km zurück.

Hunger hatte ich auch und das nette Mädchen bereitete mir 2 Steaks (oder so was

ähnliches) zu. Ich konnte das zähe Zeug kaum beißen.

Im Ort besuchte ich diese blaue Kirche, vielleicht hilft das für die Verdauung des Frühstückssteaks.

Nach langem Suchen fand ich die Routa 5 und war überrascht von deren hervorragenden Zustandes.

 

Aber das war nach weiteren 30 km Vergangenheit. Üble Offroad (aber das liebe ich ja) führten 

mich und die Minna über einen 1900 Meter hohen Pass. 

Die Minna schwitzte bei 33 bis 38 Grad ganz schön. Die Wasserthemperatur zeigte teilweise

über 100 Grad. An der Paßhöhe traf ich auf eine ausgelassene guatelamaltekische Jugendgruppe.

Wir unterhielten uns über das Übliche, woher, wohin. Hier nochmal Grüße, hallo Cäsar, wenn du

diesen Bericht mal liest.

 

Dann ging es noch übler 20 km bergab, bis zum nächsten Ort.

Gegen 17 Uhr erreichte ich dann die Trubelstadt Salama auf guter Strasse. Leider bekomme 

ich ja wenig mit, was auf Plakaten steht, aber es scheint was los zu sein, hier.

Beim Tanken, Wäsche für die Minna bekam ich gratis dazu, sah ich ein Schild, um 19 Uhr 

beginnt eine Rodeoveranstaltung. Da muss ich hin, entschloss ich mich. Erst fuhr ich zurück,

zum Zokolo. Freies Internet um den ganzen Platz, das ist doch erfreulich.

Um 19 Uhr löste ich die Karte.

 

20.09.14 Salama 282.399 

Am nächsten Tag gingen die Festzüge weiter, um den Zocalo, dem Marktplatz. 

Kinder spielten Musik, Erwachsene führten ihre Hunde vor, bei drückender Hitze.

Ich verließ Salama am Nachmittag und fuhr zu meinem eigentlichen Ziel, nach Koban.

Koban, eine Stadt zum Vergessen, nur unfreundliche Leute, am Nationalpark, wo ich

eigentlich meine Zelte als nächstes aufschlagen wollte, war ein unfreundlicher Wärter,

der mir auf mein Frage, ob im Park ein Duschmöglichkeit wäre, mir zur Antwort gab, 500 

Meter weiter wäre ein Hotel. Daraufhin verließ ich Koban und fuhr nach Lanquin.

Nach etwa einer Stunde, die Straße war gut zu befahren, war ich an dem Abzweig, nach 

Lanquin 11 Kilometer. Für diese Strecke brauchte ich eine weitere Stunde und kam bei

Dunkelheit kurz vor dem Ort zu einem Campground. Da ich sehr hungrig war fuhr ich

noch einen weiteren Kilometer zum ersten Hotel. Dieses war ruhig un idyllisch mit Wasserfall.

Aber ich war neugierig auf den Ort und kam dort an und gleich scharten sich die 

Touristenschlepper um mein Auto. Weil ich das nicht sehr mag, beschloss ich noch weitere

11 Kilometer, nach Semuc Champey zu den Cascaden zu fahren. Aber der Weg war überwiegend

einspurig und sehr steil. Da es auch wieder angefangen hat zu regnen, war es slippery, wie die

Amis sagen. Und so erreichte ich die erste Anhöhe gerade noch mit durchdrehenden Rädern, 

hatte auch noch Glück, dass niemand entgegenkam. Sicherheitshalbermachte ich an der nächsten 

breiteren Stelle kehrt und fuhr zurück in das Hotel, das ich mir schon angesehen hatte. Ich 

wußte ja nicht, ob der Weg besser oder vielleicht noch schlechter werdn würde.

Die Besitzer des Hotels nahmen mich freundlich auf und machten mir ein Angebot, Stellplatz,

WC und Dusche für 25 Quetzales, also Euro 2,50. Natürlich nahm ich das an und bestellte mir 

ein Fischfilet. Da sie keinen Wein anbieten konnten, holte ich mir eine Flasche aus dem Auto.

21./22.09.14 Lanquin Hotel Recrero  282586 15.57583 89.98380

Am nächsten Morgen lud ich das Motorrad ab und fuhr durch Laquin zu den Cascaden Semuc

Champey. Ich hatte gestern die richtige Entscheidung getroffen, dass ich umkehrte. Mit dem

Moped ließ sich das Ziel bestimmt leichter erreichen.

Dort löste ich mein Ticket und begann den steilen Aufstieg zum Aussichtspunkt.

Immer wieder musste ich Verschnaufpausen einlegen, aber Kindergeschnatter vor mir

motivierte mich, wenn die das schaffen..... Ich hatte zwar an gutes Schuhwerk gedacht, aber 

wiedermal vergessen, eine Flasche Trinkwasser einzupacken.

Am Aussichtspunkt hatte ich die israelische Familie  eingeholt. Sie hatten 3 Kinder bei sich, wobei der

Mann das kleinste auf dem Rücken hochschleppen musste. Trotzdem machte er einen entspannteren 

Eindruck als ich, na ja in seinem Alter, dachte ich bei mir, da hab ich auch meinen Denis den Moritzberg

hochgeschleppt.

Es bot sich eine herrliche Aussicht über die Cascaden und meine Vorfreude wuchs, mich darin zu erfrischen,

was ich dann, nach dem Abstieg auch eine Stunde lang genoss.

Beim Abstieg entdeckte ich dieses Spinnennetz und mußte lange suchen, bis ich die Sinne sah.

Sucht mal.

Der Rückweg gestaltete sich dann viel einfacher am Fluss entlang, der auch zeitweise

unterirdisch verlief.

Die Nacht verbrachte ich wieder in der Hotelanlage, bevor ich mich am nächsten Morgen zur 

nahegelegenen Tropfsteinhöhle aufmachte.

Heute hatte ich auch Trinkwasser dabei, was ich diesmal vergaß, eine Taschenlampe.

Gott sei Dank, mein Guide konnte mir eine geben, ohne ihn hätte ich sicher in der Höhle,

die Attraktionen übersehen, danke nochmal, Carlos, dass du mich so gut herumgeführt hast.

Wir kletterten ungefähr 500 Meter in die dunkle Höhle und sahen dabei neben den 

attraktiven Tropfsteinen auch viele Fledermäuse.

Nachmittags besuchte ich ein Internetcafe in Lanquin, das hätte ich lieber mal sein lassen,

denn zu 99 % bin ich sicher, dass ich dort gehackt wurde, was ich natürlich erst hier in

Santo tomas de Castillo feststellte. Als ich gestern ins Internet ging, wunderte ich mich,

dass mein kompletter @mailaccount arabisch war. Da mein ExKollege und Freund Jürgen

Trautmann online war, kontaktete ich ihn über facebook. Er schickte mir einige Links, wie

ich den Account wieder eindeutschen könnte. Leider kam ich damit nicht klar, wahrscheinlich,

weil arabische Schrift und Buttons seitenverkehrt sind. Auch die weitere Konferenz mit meinen

Motorradfreunden verlief negativ, sie teilten mir mit, dass der Hacker mit meinem Namen ein

Mail versendet hat, ich sei in Lacarna, Cypern und bräuchte Geld. Was eigentlich ja stimmt, 

nur bin ich in Guatemala und nicht auf Cypern. Letzendlich erreichte mich Gerhard von den

Schdammdischlern und da er vor seiner Pension Lehrer war, konnte er dem dummen Willi

alles Schritt für Schritt erklären, kam auch darauf, dass die Buttons seitenverkehrt sind. Danke

Gerd, es funktioniert wieder, nur das Problem, dass ich keine Adressen mehr im Accout habe. 

Drum alle meine Freunde, schickt mir ein Mail, damit ich eure Adresse neu speichern kann. Ich

hatte sie nämlich nur hier im Account.

Danach verließ ich meinen Stellplatz, fuhr die 11 Kilometer zurück zur sogenannten 

Route 5, die sich dann als knüppelharte Steinpiste herausstellte. Für die nächsten

40 Kilometer brauchte ich 3 Stunden. In den Dörfern beobachteten mich die 

Einheimischen sehr argwöhnisch und ich war immer wieder froh, dass sie keine 

Steine auf meine Minna warfen. 

Einmal wurde ich gestoppt und die 6 Jugendliche wollten 100 Quentzales Wegegebühr.

Als ich ihnen erklärte, ich sei kein reicher Gringo und hätte nur noch mein Auto, das als

meine Wohnung dient, halbierten sie den Preis.

Gerade noch rechtzeitig, bevor ein fürchterliches Gewitter mit wolkenbruchartigen

Niederschlägen ausbrach, erreichte ich die herrlich asphaltierte Strasse, 15 km vor

Sebol. Von den Felswänden kamen richtige braune Wasserfälle auf die Strasse, die 

vollkommen überschwemmt war. Als ich dann, wiedermal bei Dunkelheit, die Stadt

Fray Bartolome de las Casas erreicht, suchte ich ein Restaurant, aß ein Schnitzel und 

ging direkt danach zu Bett.

23.09.14 30 km Fray Bartolome de las Cascades  282654 32.613 15.80849 89.87499

Gleich am nächsten Morgen machte ich mich auf nach Rio Dulce, eine glatte Strasse

machte es möglich, dass ich schon nach 90 Minuten dort war. Da ich relativ früh

unterwegs war, konnte ich die Schulkinder auf ihrem langen Weg zur Schule beobachten,

wie sie fröhlichgelaunt in Gruppen dahinmarschierten. In den Orten bauten die Marktfrauen

in ihren farbenprächtigen Gewändern ihre Stände auf.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, fuhr ich ca. 30 km demLago de Izabal entlang, zu den

heißen Quellen und ihren Wasserfällen 15.69195 88.62204. Am Eingang lernte ich ein

slowenisches Paar kennen, die ich noch ein Stück mitnahm. Zusammen gigen wir die letzte 

Strecke dann zu Fuß.

Das Wasser war unterhalb des Wasserfalls sehr erfrischend, zu den heißen Quellen

mussten wir seitlich die Felswand hochklettern und dann konnten wir uns in den

oberen Becken im warmen Wasser suhlen.

20 km weiter, in El Estor war dann der Endpunkt meiner Lago de Izabalbesichtigung. Ein Campingplatz

mit WiFi war nicht zu finden und der See lud nicht zum Baden ein.

 

Also gings zurück nach Rio Dulce. Dort versuchte ich mal in einer Hotelanlage unterzukommen.

Sie wollten 90 Dollar, die Nacht, was ich natürlich nicht aktzeptierte. Bei einem Schreiner lies ich die 

Badtüre der Minna reparieren, dass sie nicht ständig klapperte. Dann versuchte ich noch ei Hotel

für eine Übernachtung, konnte mich aber wieder nicht einigen und ich verließ frustriet die Stadt

über eine große Brücke.

Nächstes Ziel war Mariscos, an der Südseite des Sees. Eine nette kleine Stadt, der See

auf jeden Fall der Nordseite vorzuziehen, aber irgendwas hielt mich nicht dort und so fuhr 

ich nachts noch zurück nach Morales, dort gönnte ich mir noch einen Eisbecher und 

schlief dann direkt in der Stadt, vor der Eisdiele.

24.09.14 Moralia  282.994 15.47752 88.84736

Zwischen Morales und Porto Barrios kehrt ich ein in ein nettes Lokal und frühstückte mit

dem Inhaber, der lange in den Staaten gearbeitet hat. Er zeigte mir noch sein Haus und 

ich erkannte, dass er nich zu den Armen dieses Landes gehört.

An der Strasse werden zur Zeit hauptsächlich Lichis verkauft, anscheinend ist gerade 

Lichizeit. Die Früchte haben im Gegensatz zu den Lichis bei uns, einen richtig fruchtigen

Geschmack.

Da mir mehrfach Santo Tomas de Castilla ans Herz gelegt wurde, entschied ich mich bei

der Abzweigung für diese Stadt als nächstes Ziel. Aber von der Karibik hier bin ich

schwer enttäuscht. Ich fand aber ein Lokal mit starkem Wifi vor und so konnte ich hier 

größtenteils meine Seite auf Neustand bringen und meine Bank anrufen, wie ich mich nach 

dem Hackerangriff verhalten soll.

25.09.14 Santo Tomas de Castillas  283.054 15.69195 88.62204

Anrufe getätigt, Internetseite bearbeitet. Dabei haben mich meine Gastgeber mit Speisen

und Geträken versorgt.

Während ichmein Motorrad auflud, kam noch der Security, der mich heute Nacht bewacht hat,

mit seiner Schwester vorbei und verabschiedete sich. Er ist der erste, dem ich ein Trinkgeld

angeboten habe, der es ablehnte. Ein ganz netter Bursche.

Abends nach Los Barrios ins Steakhouse und gut gegessen.

26.09.14 Los Barrios  283.062 32.632 15.71283 88.59212

Um 6 Uhr bin ichbaufgestanden um pünktlich am Bootstaxistand zu sein. Es regnet leicht,

während ich nach Livingstone (45 Minuten) übersetze.

Gleich nachdem wir in Livingstone anlegten, kommt mir das nette slowenische Pärchen,

aus Kranj, entgegen. Sie waren hier 2 Tage und fliegen morgen von Guatemala City nach

Hause.

Dort hab ich 2 Stunden Zeit, und diese 2 Stunden regnet es was runterkommen kann, Wahnsinn,

ich sitze derweil beim Frühstück, in einem kleinen Hotel, Tropicana, und sehe den Wassermassen zu.

 

Um 9 Uhr muss ich los, regne es was will, aber dann geht mein Boot durch den Rio Dulce Canon, nach

Rio Dulce. Punkt 9 Uhr hört es plötzlich auf zu duschen und ich geh los. Wir sind nur zu 5., obwohl 20

Platz hätten. Die Bootsfahrer kennen, glaube ich, nur Vollgas. Mit ihren hier allgemein üblichen 200 PS

Yamaha Außenborder rasten sie übers Wasser.

Auf der Fahrt von Livingstone nach Rio Dulce hält der Bootsfahrer 3x an. An den Hot Springs, die

Quellen sind wirklich heiß,

am Blumensee, an dem auch die beiden Mädchen ihreSouveniers an Mann oder Frau bringen

wollen

und am St. Filipe Castle, gebaut um 1600 zum Schutz vor Piraten, kurz nach Rio Dulce, zum

fotografieren.

und dann für 3 Stunden in Rio Dulce.

Vorbei gehts in affenartiger Geschwindigkeit, an kleinen Orten, Fincas und kleinen Hotels.

Alles nur mit dem Boot erreichbar.

 

Einige Stellplätze für Jachten, meistens mit amerikanischer Flagge. Je näher wir Rio Dulce

kommen, desto pompöser werden die Jachten.

Am Rückweg wieder das selbe, nur mit 22 Mann im Boot.


 

Außer ein paar Reiher sieht man keinerlei Tiere. Die Fahrt kostet mit dem Zubringer von

Los Barrios, und  zurück, 250 Quetzales, also € 25. Mit Sicherheit ist dieser Ausflug kein

unbedingtes Muss, nur 1 Stern. Wieder kehre ich in mein Lieblingsrestaurant ein, das

Steakhouse und nächtige auch wieder dort.

27.09.14 Los Barrios  283.072 32.632 15.71283 88.59212

Heute gehts nach Honduras, es sind nur etwa 50 km.

 

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