Alaska die 1. 24.7. bis 05.08.13

Alaska

Alaska ist erreicht, Amerika durchquert, wer hätte das gedacht, dass wir das ohne jede Panne

schaffen würden, ich glaube, ich selbst wohl auch nicht.

Die kanadische Grenze war nicht besetzt, nach einem kurzen Stop an der offenen Schranke, fuhr ich

einfach weiter. Nach 16 km waren wir an der amerikanischen Grenze. Der Beamte stellte höflich

seine Allerweltsfragen, Zigaretten, Alkohol, frisches Gemüse,Tomaten, Drogen? Alles wurde verneint.

Auto abstellen und Formulare ausfüllen. Keinerlei Fragen, dass wir ja erst vor kurzen 90 Tage USA

genossen hatten. Wir bekamen anstandslos weitere 90 Tage und konnten das Gebäude verlassen.

Es ging den Whitepass hinab, was noch eindrucksvoller als die vorherige Auffahrt war. Ich musste

nur an Hannes und Julia, die beiden Radfahrer denken, die sich tagszuvor, hier hoch quälen

mussten.

Skagway war erreicht, es begann leicht zu dämmern, aber dieser Zustand bleibt hier in dieser

nördlichen Sphäre bis nach 24 Uhr, dann wird es für 3 Stunden dunkel.

Gleich mal den Hafen ansteuern und sehen wo wir morgen unsere Tickets lösen müssen.

Es legte gerade die Norwegn Pearl an, ein riesiger Ausflugsdampfer, den ich 2007 bei

meiner Mexicoreise schon mal in Acapulco gesehen habe.

Ein anderer Dampfer lag auf der anderen Seite, trotzdem waren wenige Leute in Skagway

unterwegs. Ich beobachtete derweilen 1000te Lachse, auch Kinglachse, von über einem

Meter,  die auf die Flut, und damit höheres Wasser warteten, um die erste Barriere überwinden

zu können, ihren Heimatfluss zu erreichen, der über ein meterhohes Gefälle in den Pazific

sprudelte. Ein lustiger Seehund konnte sich dabei über Beute nicht beklagen.

Einige Deutsche beklgten sich über den Touri-Nepp im Ort, so hatten sie für ein latschiges

Burger mit fetttriefenden Pommes 22 Dollar berappen müssen.

Wir suchten uns einen Schlafplatz über der Stadt an einer ruhigen, von Bäumen überwucherten

Stelle, aßen noch eine Kleinigkeit und schliefen ein, während es zu regnen anfing.

24.07.13 Skagway Alaska 247.332 N 59,45941 W 135,32974

Schon um halb acht fuhr ich los zum Hafen. Es war ja wiedermal spannend, ob und wann wir

ohne Reservierung einen Platz auf der Fähre nach Haines bekommen konnten. Gerade legten

wieder 2 Passagierdampfer an, die Touristen strömten in die Stadt. Wir warteten geduldig bis

9 Uhr, dass sich der Terminalschalter öffnet. Pünktlich waren die freundlichen Damen zur Stelle.

Wir bekamen tatsächlich für die heutige Fähre, um 15 Uhr, einen Platz. Leider kam ich mit meinen

21 Fuß, die ich als Länge für die Minna angab, nicht durch. Das Fräulein ließ es sich nicht nehmen,

nachzumessen und ging von ihren 21,10 Fuß, die sie gemessen hat, nicht ab. Sollte man meinen,

na ja, diese popligen 10cm. Aber nein, es gibt hier nur 2 Kategorien und die erste endet bei 21 Fuß

glatt. und das kostet eben 50 Dollar mehr. Vor lauter Ärger darüber buchte ich gleich noch die Fähre

von Valdes nach Whitters, für den 30.7., was uns dann insgesamt 500 Dollar kostete.

Anschließend machten wir einen Stadtbummel, am Shopping kam ich diesmal nicht

vorbei. Außerdem waren wir eine Stunde im Internet, in einem Cafe. Meine Motorradfreunde,

aus Nürnberg, waren dieses Mal online und sie konnten mir von ihrer Slowenientour und

einiges andere berichten. Außerdem war mein früherer Arbeitskollege Jürgen Trautmann

online und riet mir unbedingt zu einem Besuch im Red Onion, was ich danach auch tat.

 

Es handelte sich um eineKneipe aus Goldgräberzeiten, in der die harten Jungs ihre

Mädels abschleppten.

Jubel, Trubel, Heiterkeit in den Straßen von  Skagway, hauptsächlich von Dampferpassagieren.

Dann wurde es langsam Zeit für uns, wir mussten um 13 Uhr 30 an der Fährstation sein.

Vorbei an den Luxusdampfern ging es bei heftigem Regen nach Haines, das wir

nach einer Stunde Fahrt erreichten.

Dort quartierten wir uns für 2 Tage in einem RV-Camp ein. 2 Ruhetage, bevor es weiter

Richtung Norden geht.

25.07.13 Haines RV-Campground Alaska 247.350 26.645 N 59,23557 W 135,46008

Unser Campingplatzverwalter gab uns den Tip zum Chilkoot Lake zu fahren, dort hat eine

Grissleybärin 2 Junge, denen sie gerade beibringt, wie sie Lachse fangen können. Wir

drauf aufs Motorrad und zum 20 km entfernten See. Dort waren viele Fischer im und neben

dem Fluss, von den Bären konnten wir leider nichts sehen, da müssten wir am frühen

Morgen oder abends kommen. Viele Lachse waren auf dem Weg zum Oberlauf des Flusses.

Wir sahen auch einige Seehunde, deren Tisch hier reichlich gedeckt ist. Wir kamen mit einigen

Fischern ins Gespräch und Ray und Bill versprachen uns für heute abend einen Fisch,

sie wären am Campground unsere Nachbarn.

Am Rückweg trafen wir an einem Parkplatz ein deutsches Paar aus Westerwald. Sie sind mit

einem roten Sprinter Allrad unterwegs, waren damit auch schon in Südamerika, in Rußland

und in China. Hatten aber schon viel Probleme, hauptsächlich mit dem Antrieb. Sie waren in

Alaska und sind nach Süden unterwegs. Im Oktober fahren sie von Halifax mit Seabridge wieder

zurück. Er erzählte mir von einer anderen Verschiffungsagentur, AGS in Bremerhafen und Hamburg

ansässig, glaube ich, die günstiger wäre. In Haines trafen wir wieder die deutsche Gruppe, die

in Skagway schon so geflucht hatten. Ein Paar davon hat ein Haus auf den Kapverden, von denen

sie nur positives zu berichten hatten.

 

Kurz nachdem wir mit dem Essen fertig waren, kamen Ray und Bill und brachten uns den

versprochenen Lachs. Wir tranken noch ein Bier mitainander und lernten deren Frauen, Linda und

Modlight kennen.

26.07.13 Haines RV-Campground Alaska 247.350 26.645 N 59,23557 W 135,46008

Um 7 Uhr 30 packten wir zusammen, unsere Nachbarn waren schon abfahrtsbereit, auch Richtung

Anchorage.

Die Grenze war zu Kanada hatten wir nach einer Stunde erreicht. Wir trafen auf wieder auf 2 Deutsche,

Renate mit ihrem Mann, mit einem topausgebauten, 2 Jahre alten Sprinter. Wir tauschten uns ca. 20 Minuten

aus. Dabei erzählten sie uns von ihrer Gruppenreise nach China (19 Wohnmobile), 1000 Euro, pro Person,

und dass sie mit ihrem Sprinter Dieselprobleme in Alaska gehabt hätten.

 

Es war wolkig und die Gletscher zeigten sich erst nachdem das Wetter sich besserte.

 

Bei Haines Junction trafen wir auf Wolfgang und Doris mit ihren 19 Jahre alten VW-Bus

T3. Wir kamen uns schon auf der Strecke nach Stewart entgegen. Die Beiden kommen

aus dem Schwarzwald und erfüllen sich den Traum von Alaska und Kanada. Sie haben

sogar dafür ihren Job aufgegeben,

Später kreuzten noch ein paar Elchkühe unseren Weg. Wir erreichten Tok, wo wir auf dem Rückweg

den Alaskakreis schließen werden.

20 km nach Tok finden wir unseren Schlafplatz auf einer Picknik-Area

27.07.13 Tok 248.103 N 63,06067 W 143,35643

 

Heute war uns die Sonne hold und wir konnten uns an den zwischen 4- und 5000m hohen Bergen mit

ihren riesigen Gletschern ergötzen. Um noch näher in ihr Gebiet vorzustoßen, befuhren wir die Gravel-

Road durch den Wrangell-St. Elias Nationalpark auf der McCarty Road. Die etwa 100 km lange Straße

war sehr schlecht. So machten wir nach 45 km eine Rast und beratschlagten, ob wir weiterfahren oder

umkehren. Ein entgegenkommendes Paar bestärkte uns für die 2 Variante. Andere Besucher, die wir

an den nächsten Tagen trafen, sagten uns allerdings, dass wir vieles, besonders die Minenstadt,

versäumt hätten.

Die Kuskulana Bridge über den gleichnamigen Fluss ist schon sensationell, aber noch mehr

faszinierte uns die Gilahina Trestle, über die schwerbeladene Eisenbahnzüge fahren

mussten.

Hier machten wir unsere Pause und das war dann auch unser Wendepunkt.

Kurz vor dem Ausgang aus dem Park hatte der linke Hinterreifen einen Eisenbahnschwellen-

nagel, wahrscheinlich als Souvenier, aufgeklaubt. Die Luft war raus und es graute mich vor dem

Reifenwechsel. Um an das Reserverad zu gelangen, musste nicht nur das Motorrad vom Träger,

nein, auch der Träger musste weggeschraubt werden. Dieser war aber schon, durch mehrere

Bodenkontakte verbogen, auch die Befestigungsschrauben inzwischen krumm. Was machen, ich

bockte die Minna hoch,

Amon sichterte die Straße, zog sich auch vorschriftsmäßig eine Warnweste an. Als ich das

Rad abhatte, rauchte ich erstmal eine Zigarette und überlegte. In dieser Zeit hielt ein

freundlicher kandischer Fischer aus Anchorage und fragte, ob er mir helfen könnte. ich bejahte

seine Frage, wenn er wüßte, wo die nächste Reifenwerkstatt wäre. Es war schließlich schon

Samstagabend und selbst wenn in dem 5 km entfernten kleinen Ort Chitina eine zu finden wäre,

müsste sie auch noch offen sein. Der ortskundige Kanadier lud mich und meinen Reifen ein, aber

er war skeptisch, er hätte einen Freund im Ort, der zwar eine Reifenstation hätte, aber er äußerte

starke Zweifel, ob er um diese Zeit zu Hause sei.

Wir fuhren los, während Amon weiter sicherte und wir hatten tatsächlich Glück, sein Freund war zwar

im Begriff, eben sein Haus zu verlassen, um in die Kneipe zu gehen. Für $ 45 flickte er den Reifen. Ich

zahlte den Betrag gerne, die nächste Reifenstation ist nämlich über 100 km entfernt und ich sparte mir

außerdem den Motorradträger abzubauen.

Nach einer Stunde waren wir wieder zurück, der freundliche Kanadier lehnte ab, von mir Geld zu nehmen,

so gab ich ihm zumindest ein kaltes Bier mit auf den Weg.

Ich schraubte das Rad an die Minna und wir konnten weiterfahren.

Bis wir den Alaskahighway wieder erreichten, kamen wir noch an einer Tibetanischen

Yak Zucht vorbei. Ich konnte es kaum glauben, als ich die buschigen Kreaturen sah, weil

ich diese Tier viel größer in Erinnerung hatte und nicht mit einem dermaßen zottigen Fell.

Aber es ist ja schon 17 Jahre her, seit meinem Besuch im Himalya.

Wir fuhren noch bis in die späte Nacht und landeten gegen 24 Uhr am Thompsonpaß. Hier fuhren wir durch

Wolken von Moskitos, die ich mit dem Scheibenwischer und viel Wasser von der Windschutzscheibe

entfernen musste, um wieder einigermaßen klare Sicht zu haben.

Kurz darauf erreichten wir den Worthington Gletscher, dessen Eiswasser in den Blueberry

Lake fließt.

Dort schlugen wir unser Nachtquartier auf.

28.07.13 Blueberry Lake 248.643 N 61,12094 W 145,47513

Wir kamen in Valdes an. Die letzten Kilometer fuhren wir duch einen imposanten Cayon

mit mehrere Hundert Meter hohen Wasserfällen.

Exxon Valdez Katastrophe - 16 Jahre später

Bittere Bilanz: Keine Entschädigung für die Opfer, kein Schutz für

die Meere, kein Ende der Ölpest in Alaska

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Am 24. März 1989 kam es in Alaska zum größten Ölunfall in der US-Geschichte. Der Öltanker

 Exxon Valdez lief auf das Bligh Riff im Prinz-William-Sund auf. 40.000 Tonnen Erdöl traten aus

und veschmutzten eine einmalige, weitgehend unberührte Küstenlandschaft. Hunderttausende

Vögel und Fische und Tausende Säugetiere verendeten. Auch heute noch sterben in der Region

Tiere, da immer noch Öl in erstaunlichen Mengen vorhanden ist.

Seeotter in einem Rehabilationscenter in Valdez. Der Otter wurde infolge des Exxon Valdez-Tankerunglücks mit Öl verschmutzt.

Der Verantwortliche für die Katastrophe, der Ölkonzern

ExxonMobil (in Europa bekannt unter dem Namen Esso),

ist zwar mehrfach zu Entschädigungen verurteilt worden.

Dennoch hat Exxon bis heute keine Strafzahlungen an die

betroffenen Küstengemeinden gezahlt.

Die Katastrophe

Am 23. März 1989 war dieExxon Valdez auf ihrem Weg von

Valdez am Prinz-William-Sund nach Long Beach in

Kalifornien. Das Schiff - 300 Meter lang, knapp 20 Meter

Tiefgang, 210.000 Tonnen Fassungsvermögen - hatte 163.000 Tonnen Rohöl an Bord. Ein Lotse brachte das

Schiff zunächst sicher durch die Valdez-Meerenge und verließ es anschließend.

Kapitän Joseph Hazelwood übernahm das Kommando und ordnete an, vorübergehend die normale Schiffsroute

zu verlassen, um Eisbergen auszuweichen. Anschließend legte er sich schlafen und überließ das Kommando

einem der Offiziere. Aus noch immer nicht geklärten Gründen kehrte das Schiff aber nicht auf den alten Kurs

zurück. Das Unglück nahm seinen Lauf: Um 0.04 Uhr rammte dieExxon Valdez das Bligh Riff.

Etwa 40.000 Tonnen Rohöl liefen ins Meer. Trotz ruhigen Wetters wurde so gut wie nichts unternommen, um

das Öl zu bergen. Ein extra für diese Notsituationen bereitstehendes Schiff war nicht einsatzfähig. Ausrüstungen,

um das Öl zu bergen, gab es nicht oder nicht in ausreichendem Umfang. Die Chance, bei relativ guten

Wetterbedingungen das Öl zu bergen, war endgültig vertan, als am Montag, dem 27. März ein Sturm aufkam.

Der zunächst etwa sieben Kilometer lange Ölteppich wurde innerhalb weniger Tage auf eine Länge von über

70 Kilometern verteilt, rund 2000 Kilometer Küste wurden stark verschmutzt.

Die Opfer

Die Folgen der Ölkatastrophe für die Tierwelt im Prinz-William-Sund waren und sind verheerend. Schätzungen

des Exxon Valdez oilspill trustee council (ein Treuhänderrat, der die Verwendung von Geldern zur

Wiederherstellung des Ökosystems überwacht) belaufen sich auf 250.000 getötete Seevögel (andere Quellen

sprechen von bis zu 675.000), 3.500 verendete Seeotter (etwa 10 Prozent der Gesamtpopulation), 300 tote

Robben sowie 22 getötete Schwertwale.

Auch der Meeresboden wurde stark geschädigt. Die Bestände vieler Bodentiere nahmen rapide ab, was sich

direkt auf die Nahrungskette auswirkte. Auch die für einige Fischarten sehr bedeutsamen Laichgründe im

Prinz-William-Sund wurden schwer mit Öl verschmutzt, Milliarden von Fischeiern wurden vernichtet.

Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass das Öl das Erbgut von Heringen und Lachsen schädigt.

Die Folge: missgebildete Eier und Larven.

Nachdem die Katastrophenbekämpfung anfangs nur zögerlich anlief, versuchten schließlich etwa 11.000

Arbeiter mit Hochdruckreinigern, die verseuchten Küstengebiete zu reinigen. Arbeiten, die überwiegend

ergebnislos blieben. Bis heute sind weite Teile der Kiesstrände verschmutzt. Der natürliche Abbau dieser

Ölrückstände wird nach Meinung von Experten noch mehrere Jahrzehnte dauern (nach einer Untersuchung,

die im Dezember 2003 im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht wurde).

Die Folgen der Exxon Valdez-Havarie sind auch deshalb so schwerwiegend, weil Ölverschmutzungen in

arktischen Gebieten besondere Schäden anrichten: Das Erdöl wird bei tiefen Temperaturen viel langsamer

abgebaut. Arktische Ökosysteme reagieren zudem empfindlicher als Ökosysteme in anderen Regionen.

Ein Grund dafür ist die geringere Anzahl an Arten und die kürzere Nahrungskette. Wenn nur ein Glied

dieser Kette ausfällt, kann das für das gesamte Ökosystem fatale Folgen haben.

Öl tötet bis heute

Die im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass das Öl der Exxon Valdez-

Katastrophe noch heute im Prinz-William-Sund in überraschend großen Mengen zu finden ist. Der Schaden

an Natur und Tieren geht deshalb weit über die ersten Todesfälle hinaus. Das Öl, das bis heute an vielen

Stränden erhalten ist, setzt Giftstoffe frei, unter denen vor allem Seeotter und Seevögel, sowie Lachsrogen

leiden.

Eine Untersuchung im Sommer 2001 belegt, dass die Küste am Prinz-William-Sund immer noch auf rund sieben

Kilometer Länge mit bis zu 38 Tonnen Öl verschmutzt ist. Das ist zwar eine vergleichsweise geringe Menge, sie

betrifft aber ein ökologisch sehr sensibles Gebiet. Vor allem Seeotter und Kragenenten leiden immer noch unter

dem Öl.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2001 des US-amerikanischen staatlichen Fish and Wildlife Service zeigt, dass

sich von den 17 untersuchten Vogelarten, die von dem Ölunfall betroffen sind, nur vier Arten schwach erholt

haben. Neun Arten zeigten keinerlei Erholung, während für vier Arten die Belastung sogar zugenommen hat.

Die Gezeitenzone ist immer noch verölt, das heißt Muscheln und Heringe sind belastet - somit ist die Nahrung

für Otter und Seevögel verseucht. Die giftigen Ölrückstände sind die Ursache für die mangelhafte Erholung

vieler Tierarten.

Dramatische Folgen für die Bevölkerung

Auch die Küstengemeinden wurden durch die Ölkatastrophe schwer getroffen. Die Wirtschaft einer ganzen

Region, die auf das Meer angewiesen war, brach zusammen. Direkt nach dem Unfall war die Fischerei unmöglich,

weil die Netze mit Öl verschmutzt wurden. Vier Jahre nach dem Unfall hatten sich die Bestände von einigen

Garnelen- und Fischarten immer noch nicht erholt, obwohl seit dem Unfall die Fischerei auf diese Arten fast

komplett eingestellt worden war.

Zudem hatte der plötzliche Zustrom von Reinigungsarbeitern sehr negative soziale Folgen für die bis dahin

relativ isolierten Gemeinschaften. 10.000 Gelegenheitsarbeiter wurden angeheuert und überrannten den

beschaulichen Fischerort mit ehemals 3500 Einwohnern. Zwar fanden viele Einwohner eine gut bezahlte

Arbeit bei den von Exxon finanzierten Reinigungsarbeiten, aber aus den ehemals unabhängigen Fischern

wurden nun Exxon-Abhängige.

Exxon stiehlt sich bis heute aus der Verantwortung

Die Reinigungsarbeiten kosteten über zwei Milliarden Dollar. Exxon übernahm zwar diese Summe, konnte sie

aber später durch zahlreiche Tricks steuerlich abschreiben. Das heißt: Die US-Steuerzahler finanzierten einen

Großteil der Reinigungsarbeiten.

Immer wieder betonte der Konzern, der Unfall sei durch unglückliche Umstände und menschliches Versagen

verursacht worden. Ein Geschworenengericht stellte aber nach einer Klage von 40.000 Fischern und

Einwohnern Alaskas 1994 fest: Exxon hat zu dem Unfall grob fahrlässig beigetragen, da die Alkoholkrankheit

des Kapitäns Joseph Hazelwood aktenkundig war.

Der Konzern wurde schließlich zu einer Strafzahlung von fünf Milliarden US-Dollar verurteilt, zu zahlen an die

kommerziellen Fischer, die Einwohner Alaskas und weitere Betroffene. Das ist bis heute die höchste Strafe,

die je von einem US-Gericht verhängt wurde. Gleichzeitig wurden 287 Millionen US-Dollar Entschädigung für

die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ölunfalls zuerkannt.

Exxon focht diese Verurteilung mit immer neuen Argumenten an. Zunächst mit Erfolg: Im November 2001

verwies ein Berufungsgericht das Verfahren an das Distriktgericht in Anchorage/Alaska zurück.

Aufrechterhalten blieben aber die Entschädigungszahlungen und die Auffassung des Gerichts, dass Exxon

bei dem Unglück rücksichtslos gehandelt habe.

Die neue Entscheidung des Distriktgerichts fiel Ende Januar 2004: Das Gericht setzte die Strafzahlung auf

4,5 Milliarden US-Dollar fest. Exxon kündigte jedoch wieder an, in Berufung zu gehen. Der Ölkonzern bietet

die lächerliche Summe von maximal 25 Millionen US-Dollar an - und leugnet bis heute seine Mitverantwortung

an der Tankerkatastrophe.

Exxon fährt weiter mit Schrotttankern

Die Ölkatastrophe der Exxon Valdez konnte diese Ausmaße annehmen, weil der Tanker nur eine Außenhülle

hatte. Eine zweite Schiffswand hätte höchstwahrscheinlich das Austreten größerer Ölmengen verhindert.

Die Exxon Valdez wurde 1986 in San Diego gebaut. Sie galt als Flaggschiff der Exxon-Flotte, war aber in

Wirklichkeit eine Sparversion ohne Doppelhülle.

Nach der Havarie im Prinz-William-Sund wurde das Schiff 1990 in San Diego für rund 30 Millionen US-Dollar

überholt. Allerdings wurde, wahrscheinlich aus Kostengründen, erneut auf eine Doppelhülle verzichtet.

Seit 1991 fährt die ehemalige Exxon Valdez unter dem Namen Exxon Mediterranean. Im August 1993 erhielt

die Exxon Mediterranean den Namen S/R Mediterranean. (S/R steht für den heutigen Besitzer Sea River

Maritime, eine ExxonMobil Tochter). Unter diesem Namen fährt sie noch heute überwiegend auf Routen im

Mittleren und Fernen Osten sowie Australien.

Wie gleichgültig Exxon das Risiko von Ölunfällen ist, zeigt die Tatsache, dass bis heute ein gutes Fünftel der

Sea River-Tanker unter US-Flagge nur eine Hülle haben. Andere Reedereien fahren fast ausnahmslos mit

Doppelhüllen - zumindest aber mit Doppelbodenschiffen.

Auf der Katastrophenroute nach Alaska, die die Exxon Valdez nicht mehr befahren darf, fahren immer noch

einhüllige Tanker, darunter kurioserweise das Schwesterschiff der Exxon Valdez, die S/R Long Beach. Das

Schiff musste im Sommer 2000 kurz nach Verlassen des Terminals in Valdez/Alaska umkehren, weil aus einem

knapp acht Zentimeter breiten Riss Öl austrat. Im Dezember 2002 gab es einen weiteren Zwischenfall, bei dem

wieder die Hülle schadhaft war.

Die Tanker, die für Exxon nach Alaska fahren, sind zu 75 Prozent älter als zwanzig Jahre. Der Älteste ist sogar

schon 27 Jahre in Gebrauch.

Die Gefahr ist noch nicht gebannt

Als Folge der Exxon Valdez-Katastrophe erließen die USA 1990 den so genannten Oil Pollution Act (OPA).

Demnach müssen alle Tanker, die nach dem 1. Juli 1990 gebaut werden und einen US-Hafen anlaufen wollen,

eine Doppelhülle haben. Generell müssen im Jahr 2015 alle Tanker mit Doppelhüllen ausgerüstet sein. Die

International Maritime Organisation (IMO), eine Organisation der UNO, beschloss im Frühjahr 2001, dass in

Zukunft nur noch Tanker mit Doppelhülle gebaut werden dürfen. Ab 2015 sollen Einhüllentanker von den

Meeren verschwunden sein.

Doch es gibt großzügige Ausnahmeregelungen für bereits gebaute Tanker, die noch bis zu 30 Jahren in

Dienst bleiben dürfen. Da der Bau von Doppelhüllentankern teurer ist, versuchen die Reedereien alle

möglichen Ausnahmeregelungen geltend zu machen. Nach Angaben der American Shipbuilding Association

 (Vereinigung der amerikanischen Schiffbauer) hatte die Umgehung des Oil Pollution Act schon 2001

folgende Auswirkungen:

  • Das Durchschnittsalter der Tankerflotte ist gestiegen (zurzeit etwa 23 Jahre).
  • Alte Öltanker wurden zum Beispiel in Chemietanker umgewandelt und befahren weiterhin die Weltmeere.

In Valdez besuchten wir zwei Museen, in denen besonderes Augenmerk auf die Katastrophen

gelegt wurde. Das Exon-Valdez Ereignis, vom März 1989, habe ich noch gut in meiner Erinnerung, da

ich damals lange Zeit Essotankstellen mied, weil Exon sich lange Zeit weigerte für die hohen

Reperaturkosten aufzukommen. Das ging dann soweit bei mir, dass wir, mein Freund Erwin Klier

und ich, als wir in Ostthailand mit fast leerem Tank in unserem Suzuki LJ unterwegs waren und ich

mich weigerte an einer Exontankstelle zu tanken. Erwin glaubte wohl ich sei verrückt, aber wir hatten

Glück, dass wir 40 km weiter, erst 200 Meter vor einer Shelltankstelle mit 0 Sprit stehen blieben.

Inzwischen hat sich Valdez wieder erholt, vieles neu aufgebaut und nichts erinnert mehr an

Erdbeben, Tsunami und Ölpest. Nach unserem kulturellen Teil fuhren wir zur anderen Seite der

Bucht. Wir sahen viele Angler und deren reiche Beute. Hier sind Millionen von Lachsen zu ihren

Brutstätten unterwegs. Da die Fische in den letzten Tagen nichts mehr fressen, wundere ich mich,

dass trotzdem ein Fisch nach dem anderen an den Angeln hängt. Die Fische sind hier in Schwärmen

unterwegs und verhacken sich mit ihren Körpern in den ausgeworfenen Blinkerhacken. Wir treffen

Sigo und seine Frau Hilo. Sie sind aus Kassel und mit einem grünen Mercedes 911 seit November 12

unterwegs.

Einige Bilder von unserer Bärenfamilie, fotografiert von Hilo, die ein Tele zur Verfügung hat.

29.07.13 Valdez 248.715 N 61,08519 W 146,29972

Wir saßen von früh bis abend am Pazificufer. Sigo holte seine Angel und hatte gleich beim ersten Wurf

einen Lachs am Hacken. Danach übergab er mir die Angel und auch ich holte innerhalb 2 Minuten noch

2 Lachse raus. Es ist wirklich keine Kunst. Es wimmelt nur so von den laichbereiten Fischen. Da die

Lachse nichts mehr fressen, ist es auch nicht wichtig, wie und wohin der Blinker fliegt. Die Opfer verhacken

sich irgendwo am Körper in den Hacken und ich brauch die Schnur  nur an Land zu ziehen. Irgendwie

hängt immer ein Lachs am Blinker. Ich schlachte sie und Amon nimmt sie aus und der Kühlschrank ist

voll von Lachsen. Während Hilo und Sigo zum Einkaufen nach Valdez unterwegs sind, kommt die Grissley-

mutter mit ihren 4, ca. einjährigen Jungen, wieder direkt an der Minna vorbei, auf dem Weg zum Wasser.

Heute versucht sie die Jungen zu animieren, im seichten und auch im tieferen Wasser, nach Lachsen zu

graptschen, sie schwimmt vor unseren Augen auf und ab, holt immer wieder den einen oder anderen

Fisch und frisst ihn genüsslich. Es ist köstlich, dabei zuzusehen. Die 4 Jungen tollen am Ufer und nutzen

die Möglichkeit, sich auch hier vollzufressen. Irgendwann gibt die Mutter auf, kommt aus dem Wasser,

schüttelt sich kräftig, sammelt ihre Kinder ein, die ihr dann widerspenstig über die Straße, wieder in den

Wald folgen. Amon macht sich eine Fischsuppe mit Linsen, ich genieße Gulasch mit Nudeln. Inzwischen

sind auch Hilo und Sigo wieder zurück. Wir sitzen zusammen und sie erzählen uns von aufregenden

Erlebnissen aus ihre 12-jährigen australischen Zeit (5 Jahre in einem Haus und 7 Jahre auf einem Boot)

und was sie vor und nach dieser Zeit in ihrer Kassler Heimat gemacht haben.

Um 21 Uhr  nehmen wir Abschied von den Beiden und hoffen, dass wir uns uns in Homer,

am kommenden Wochenende treffen oder Hilos 60. , am 16.1., auf der Baja California zusammen

feiern können.

Amon badet noch in einem vor Valdez gelegenen See, dann gehen wir noch in eine Kneipe, bevor

wir uns am Fährhafen stellen, wo morgen früh die Fähre nach Whittier abgeht.

 

30.07.13 Valdez Hafen 248.739 N 61,12497 W 146,36760

Schon um 5 Uhr 30 stellten wir uns in die Reihe. Das Wetter war dunstig und es nieselte. Gerade heute,

dachte ich bei mir, die ganzen Tage war es klar und heute, wo wir auf unserer Fährfahrt die kalbenden

Gletscher sehen wollten, schlug das Wetter um.

Auf der Fähre bezogen wir einen Solariumplatz, die Sicht war anfangs beschissen, klärte aber

gegen Mittag auf. Wegen des Protestes der Eigner teuerer Ausflugsschiffe, dürfen die Fähren nicht

mehr in die Nähe der Gletscher fahren. Wir sahen dann einige Seelöwen und auch Gletscher, aber

in zu großer Entfernung.

Whittiers in Sicht, nach 6 Stunden. Die Entladung ging schnell, das Schiff war auch nicht ausgebucht,

sowie auch schon in Skagway. Obwohl zur Zeit Hauptsaison ist, haben die Fähren immer noch Kapazitäten

frei. Gleich nach dem Hafen erreichen wir das berühmte km-lange Tunnel für Bahn und Verkehr.

45 Minuten für die eine, dann 45 Minuten für die andere Richtung, wenn nicht gerade ein Zug den Platz

im Tunnel braucht. Dem wird natürlich Vorfahrt eingeräumt.

Nach einer guten Stunde Fahrt, machen wir einen Abstecher nach Hope. Diese 60 km (hin und zurück)

hätten wir uns echt sparen können, Hope ist ein Nest für Angler und Wanderer, beides sind wir nicht.

Darum sind wir neugierig auf Seward und fahren auch gleich dorthin weiter. Hier stehen 100te

Wohnmobile an den RVs. Wir entdecken auch eines aus Osnabrück und aus Göppingen.

Kosten für den häßlichen Stellplatz, $ 30, ohne Elektrik $ 15. Auch vor der Stadt, am Lake Bear,

ist es nicht billiger. Außer einigen sehr teueren Restaurants und Agencies, die Ausflugsfahrten

mit den kleineren Booten zu den kalbenden Gletscher, oder zu Vogelparadiesen mit evtl.

Walewatching, (zwischen 70 und 185 $ anbieten, finden wir keine weiteren Attraktivitäten.

Wir haben noch Lachs im Kühlschrank, holen uns Holz aus dem Wald, finden auch in Stadt-

nähe einen Grill und machen uns ein Fischbarbecue.

Auf der Suche nach einem Nachtquartier, werden wir erst nach langer Suche, bei einem

Visitorcenter, fündig. Bei Temeraturen von 10 bis 14 Grad, finden wir einen angenehmen Schlaf.

31.07.13 Seward 248.997 N 60,12812 W 149,43371

Kaum aufgestanden und gefrühstückt, kommt ein nettes Paar, Harry und Vicky Davis, zu uns, um

uns zu besuchen und unser Wohnmobil zu inspizieren. Sie sind selbst mit einem Wohnanhänger

mit 3 Hunden unterwegs in Alaska. Zu Hause sind sie in Elizabethtown im Staat New York. Erist Arzt,

sie Krankenschwester. Sie sind sehr herzlich und laden uns zu sich nach Hause ein. Aber der Weg

ist natürlich für uns zu weit. Nach interessanten 2 Stunden Unterhaltung brechen wir auf. Nachdem

wir noch einen Elektronicladen in Seward besuchten, um ein paar Sachen einzuscannen.

 

 

 

In Sterling,der hier wohl größten Ortschaft, kaufe ich bei Radio Scheck, eine WIFI Antenne, $ 137,-.

Hier finden wir nach langer Zeit mal wiedermal ein McDonalds. Die Web-Seite wartet schon tagelang

auf Ergänzung und Vollständigkeit.

Der weitere Straßenverlauf nach Nikiski führte duch Öl- und Gasraffinerien, die uns nicht besonders

anmachten.

Wir suchten uns neben einer kleinen Werkshalle einen Schlafplatz.

01.08.13 Nikiski Alaska 249.205 N 60,71738 N 151,34285

Noch an keinem Tag brachen wir so spät auf, wir schliefen bis 10 Uhr 30, frühstückten und kamen

erst gegen 12 Uhr weg. In Kenai kauften wir im Walmart ein Ladegerät für Amons Ipad und einige

Lebensmittel. Alles ist hier teuer, außer Mückenspray, das kostet nicht mal die Hälfte, als noch in

Kanada.

 

Auf dem Weg, in Richtung Homer, ging es durch flaches Land entlang des Pazifics.

Sportlich wie ein Junger.

Homer ist erreicht, ich glaube, das ist der westlichste Punkt unserer gesamten Amerika-

Kanadareise. 110 Grad pazifischer Ozean liegen zwischen hier und Ostthailand, oder Laos/Vietnam,

von mir noch nicht bereist. In dieser 110 Grad liegen auch Neuseeland und Australien, diese

beiden Länder sollen ja der Abschluß unserer Reise in ein paar Jahren sein. Mal sehen, wie es

kommt.

Die Minna hat auch mal wieder eine Wäsche verdient. Und dann warten wir mal auf Hilo und

Sigo im McDonalds, vielleicht treffen sie ja auch heute hier ein.

02.08.13 Homer Alaska 249.382 N 59,64239 W 151,52200

40 km ostwärts führt ein schöne Strasse dem Fijord entlang. Auf der gegenüberliegenden Seite

können wir 2 Gletscher sehen, deren Zungen fast bis in den Pazifik reichen. Dann endet auch

diese Strasse, Alaska ist hier zu Ende, zumindest strassenmäßig. Wir kehren um und fahren zum

Damm zurück. Nach dem Essen leg ich mich in die Minna, lese und schlafe. Aufeinmal ruft Amon,

Sigo, Hilo, sie sind gerade mit ihrem grünen Pummel angekommen, sehen die Minna und halten

an. Wir begrüßen uns, fahren zusammen zurück nach Homer und finden überhalb der Stadt einen

Rastplatz. Abends sitzen wir im Pummel und ratschen, ich öffne meine letzte Flasche, die wir noch

aus Deutschland mitgebracht haben, einen 12 year old Ballentine Whiskey, den ich mal von Tonda,

meinem tschechischen Freund, geschenkt bekommen habe.

03.08.13 Homer Alaska 249.476 N 59,65420 W 151,62683

Es ist saukalt und windig, als wir nach dem Frühstück unseren Schlafplatz verlassen. In Homer

probieren wir nochmal unsere WIFI Antenne und müssen feststellen, dass sie nicht ok ist, wir

werden sie auf dem Rückweg in Kenai zurückgeben.

Am Homerdamm besuchen wir dann die Kultkneipe "Saulty Dawg Saloon" und unterhalten uns,

nachdem Sigo den obligatorischen Dollarschein mit unseren Namen und dem heutigen Datum

an die Wand geheftet hatte, mit einigen Einheimischen, die vorher schon den Pummel bestaunt haben.

Dann verabschieden wir uns wiedermal von unseren Freunden Siogo und Hilo und konkretiesieren

nochmal unseren nächsten Treffpunkt auf der Baja Kalifornia, wenn wir uns vorher nicht doch nochmal

zufällig treffen.

 

Wir fahren nach Kenai, wo wir im Radio Scheck unser Geld für die Antenne zurückerhalten, machen

Pause an dem See, den uns Hilo empfohlen hatte und erreichen Anchorage gegen 23 Uhr.

04.08.13 Anchorage Alaska 249.862 N 61 06 29 W 149 51 29

Rein gings nach Anchorage Down Town. Schon lange hat Amon keine Shopping-Mall mehr gesehen.

Sie besuchte gleich mal den Apple Store. Dann gingen wir noch auf dem Markt bummeln. Ich probierte

mal den Heilbutt, war aber doch enttäuscht wie wenig Geschmack dieser Fisch hat. Anchorage gibt

ansonsten nicht sehr viel her.

Heute, nimmt man die Türkeireise WR 2 als Anfang unserer Weltreise, sind wir ein Jahr unterwegs.

05.08.13 Anchorage Alaska 249.893 N 61 11 42 W 149 53 56

Erfolglos verlief die Suche nach einer WIFI Antenne und einem neuen Autoradio (CD Player ist defekt)

bei Best Buy. Antenne haben sie keine passende und Autoradio würden sie erst am Donnerstag einbauen

können. Wir besuchen noch die Autowerkstatt German Steel 1215 Huffman Road, eine Empfehlung von dem

deutschen Sprinterfahrer, den wir bei Haines getroffen haben. Der Besitzer ist sehr freundlich und läßt unser

Auto von einem Mechaniker inspizieren. Dieser hört sich das Geräusch mit einem Stethoskop an, und meint,

so lange es nur im Leerlauf zu hören ist, könnten wir weiterfahren, wenn es allerdings schlimmer wird, sollten

wir eine neue Kupplung einbauen lassen. Er wünscht uns viel Glück, dass wir damit Mexico erreichen.

Nachdem er noch Öl und Wasser kontrollierte, verabschiedeten wir uns von ihm. Er hat über eine Stunde an

der Minna verbracht und nahm kein Geld von mir.

Dann verließen wir Anchorage in Richtung Norden, Fairbanks.

Besiedlung und Ureinwohner

 
Alaska war der erste Teil des amerikanischen Kontinents, der von Menschen besiedelt wurde. Aus Sibirien

kommend, erreichten die ersten Nomaden die Gegend vor etwa 16.000 bis 12.000 Jahren über die damals

noch bestehende Beringia, eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Erst mit dem Ende der Eiszeit

hob sich der Meeresspiegel, und vor rund 10.000 Jahren wurden die beiden Kontinente durch die heutige

Beringstraße getrennt. Zunächst verhinderte noch eine Eisbarriere ein weiteres Vordringen, erst nach einer

zwischenzeitlichen Warmzeit öffnete sich ein Korridor und ermöglichte die Besiedlung des amerikanischen

Doppelkontinents.

Der Verkauf von Alaska

Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige Übersee-Kolonie, die aber kaum rentabel und

schwierig zu verwalten war. Da die Passage durch das Eismeer zu gefährlich war, führte der einzige Weg von der

damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg quer östlich durch das Land über die Tschuktschensee und

dauerte mehr als ein halbes Jahr.

Mit der Zeit wurden die Pelztiere, insbesondere der Seeotter, infolge der Bejagung immer seltener und das

Territorium für Russland immer schwieriger zu unterhalten. Zudem machten die einheimischen Indianer,

vornehmlich die Tlingit, den Russen Schwierigkeiten. Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg

wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. einem Vertrag zu, den sein Botschafter in den USA, Eduard von

Stoeckl, am 30. März 1867 mit US-Außenminister William H. Seward in Washington unterzeichnet hatte. Danach

verkaufte das Zarenreich Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten (Alaska Purchase).

Dieser Kauf wurde mit einem Preis von nur 4,74 Dollar pro Quadratkilometer einer der billigsten Landkäufe der

Geschichte. Der Ankauf war gleichwohl in den USA sehr umstritten. Der Senat stimmte dem Kaufvertrag zwar mit

37 Ja- und 2 Nein-Stimmen zu, Spötter nannten das erworbene Land jedoch Seward's ice box („Sewards

Gefriertruhe“) oder auch „Johnsons Eisbärengehege“. Am 18. Oktober 1867 ging Alaska offiziell in amerikanischen

Besitz über; in Sitka wurde die russische Fahne eingeholt und die Flagge der USA gehisst. Durch die Einführung

des gregorianischen Kalenders hat dieser offizielle Übergabetag Russisch-Amerikas an die USA zwei Daten, den

6. Oktober (julianischer Kalender) und den 18. Oktober (gregorianischer Kalender), der bis heute ein Feiertag ist

(„Alaska Day“) und vor allem in der alten Hauptstadt Sitka gefeiert wird.

Weiter bitte auf WR 8.

 

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